16 Februar 2010, 10:55
Die 'sogenannte sexuelle Revolution sicher nicht unschuldig'
 
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Augsburger Bischof Mixa kritisiert im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen die Gesellschaft: "Wir haben in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende Sexualisierung der Öffentlichkeit erlebt, die auch abnorme sexuelle Neigungen eher fördert"

Augsburg (kath.net)
Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" von den Missbrauchsfällen bei den Jesuiten tief berührt gezeigt und gemeint: "Es gibt wenige Nachrichten, die mich so erschüttern und betroffen machen." Nahe gehe ihm, dass selbst Priester „in entsetzlicher Weise schuldig werden können“. Solche Täter versündigten sich an der Psyche ihrer Opfer und gegen die Kirche. Allerdings sei sexueller Missbrauch von Minderjährigen ein verbreitetes gesellschaftliches Übel, das auch in Familien, Schulen oder Sportvereinen auftrete.

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Mixa betonte aber auch, dass an diesen „abscheulichen Verbrechen“ die „sogenannte sexuelle Revolution sicher nicht unschuldig“ sei. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten gerade in den Medien eine zunehmende Sexualisierung der Öffentlichkeit erlebt, die auch abnorme sexuelle Neigungen eher fördert als begrenzt“, sagte Mixa. „Besonders progressive Moralkritiker“ hätten sogar eine Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert.

Mixa zeigte sich auch selbstkritisch und räumte ein, dass in der Kirche „mancher Verantwortliche in der Vergangenheit gegenüber Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen zu blauäugig war“. Sexueller Missbrauch sei kein Gentleman-Delikt. Kritik übte der Augsburger Bischof an dem Zeitgeist, der eine Resozialisierung statt Strafe propagiere und „auf eine Besserung des Täters in einem anderen Aufgabenfeld“ gesetzt habe, anstatt diesen zur Verantwortung zu ziehen.

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