16 Februar 2010, 09:52
USA: Katholiken gewinnen – Südliche Baptisten verlieren
 
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Statistisches Jahrbuch 2010: Römisch-katholische Kirche konnte Mitgliederzahlen in einem Jahr um 1,5 Prozent auf 68,1 Millionen steigern

New York (kath.net/idea)
Die beiden größten Kirchen in den USA entwickeln sich unterschiedlich. Während die römisch-katholische Kirche ihre Mitgliederzahl in einem Jahr um knapp 1,5 Prozent auf 68,1 Millionen steigern konnte, verlor der Bund der Südlichen Baptisten 0,24 Prozent und sank auf 16,2 Millionen. Beide Kirchen waren zuvor leicht geschrumpft. Das geht aus dem jüngsten Jahrbuch der Kirchen und religiösen Sondergemeinschaften in Nordamerika hervor, das der Nationale Kirchenrat (New York) am 12. Februar veröffentlicht hat.

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Darin werden 227 national vertretene Kirchen aufgeführt. Sie haben zusammen 147,4 Millionen Mitglieder, ein Plus von einem halben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses ist vor allem zurückzuführen auf die Einwanderung aus traditionell katholischen Ländern Lateinamerikas, das Wachstum einiger evangelikaler Kirchen sowie den Zugewinn von Sondergemeinschaften wie den Zeugen Jehovas und der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen).

Das Jahrbuch berücksichtigt nicht die ungezählten kirchlich unabhängigen Gemeinden, von denen viele Wachstum verzeichnen. Die Mitgliederzahlen der Kirchen wurden im Jahr 2008 erhoben und 2009 zusammengestellt. Allerdings meldeten elf der 25 größten Kirchen keine aktualisierten Zahlen.

Größter Verlierer:
Presbyterianische Kirche

Nach Angaben des Nationalen Kirchenrats setzte sich im Allgemeinen der jahrelange Trend fort, dass die theologisch liberalen Traditionskirchen weiter abbröckeln. Größter Verlierer war die reformierte Presbyterianische Kirche mit einem Minus von annähernd 3,3 Prozent und jetzt 2,8 Millionen Mitgliedern. Die Vereinte Kirche Christi (UCC) büßte 2,9 Prozent ein und sank auf 1,1 Millionen Mitglieder. Sie steht in Kirchengemeinschaft mit der deutschen Union Evangelischer Kirchen (UEK), der 13 Landeskirchen angehören. Um 2,8 Prozent sackte die anglikanische Episkopalkirche ab, die von schweren internen Auseinandersetzungen um die Weihe von Homosexuellen gezeichnet ist. Diese Kirche hat jetzt noch knapp 2,1 Millionen Mitglieder. Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika verlor (minus 1,6 Prozent) und zählt jetzt 4,6 Millionen Mitglieder. Noch stärkere Verluste (minus 1,9 Prozent) musste freilich die theologisch konservative „Lutherische Kirche – Missouri Synode“ mit jetzt 2,3 Millionen Mitgliedern hinnehmen. Mit ihr steht die deutsche Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirchengemeinschaft.

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