12 Februar 2010, 12:23
Studie: Pornographiekonsum fördert sexuelle Belästigung
 
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Pornographie verfestige sexistische und ungesunde Auffassungen über Sex und Beziehungen, schreibt der australische Forscher Michael Flood.

Canberra (kath.net / LifeSiteNews.com)
Jungen, die regelmäßig Pornographie konsumieren, haben öfter sexuelle Beziehungen und belästigen Mädchen vermehrt. Das hat eine Studie des australischen Forschers Michael Flood ergeben. Haben Kinder Kontakt mit Pornographie, hat das eine Reihe bemerkenswerter und oft problematischer Folgen.

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Pornographie verfestige sexistische und ungesunde Auffassungen über Sex und Beziehungen, schreibt Flood, Wissenschaftler am Australian Research Centre in Sex, Health and Society an der La Trobe University. Das gelte insbesondere für Jungen und Männer, die regelmäßig Pornographie konsumieren.

Gewalttätige Inhalte verstärken sadistische Neigungen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit sexueller Übergriffe. Kinder und Jugendliche seien sexuelle Wesen und verdienten eine altersgemäße Sexualerziehung. Pornographie hingegen sei ein schlechter und gefährlicher Ratgeber.

Der weit verbreitete frühzeitige Kontakt mit Pornographie könne die Einstellung zu Sexualität und intimen Beziehungen verändern und die Häufigkeit sexueller Gewalt in der Gesellschaft erhöhen, schreibt Judy Putt, Forschungsdirektorin des Instituts.

Angesichts weit verbreiteter und leicht zugänglicher pornographischer Materialien sei nicht die Frage, ob ein junger Mensch damit in Kontakt komme, sondern wann. Jugendliche würden mit sexueller Information „überschwemmt“, bevor sie diese in eine gesunde sexuelle Identität integrieren könnten.

2003 wurde eine Telefonumfrage bei 200 australischen Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren durchgeführt. 73 Prozent der männlichen Jugendlichen sahen pornographische Videos, davon 5 Prozent wöchentlich und 16 Prozent alle drei bis vier Wochen.

84 Prozent der männlichen Befragten stießen im Internet unabsichtlich auf pornographisches Material. 38 Prozent nutzen das Internet, um Pornographie zu konsumieren, aber nur 2 Prozent der weiblichen Jugendlichen.

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