30 Januar 2010, 09:44
Fussball: Christen dürfen nicht für Ägypten spielen
 
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Ägyptischer Nationalteam-Trainer: "Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen."

Kairo (kath.net/RNA) Der Trainer der ägyptischen Fussball-Nationalmannschaft, Hassan Schehata, lässt nur Muslime spielen, auch wenn ein andersgläubiger Dribbelkünstler besser wäre. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Die Organisation Open Doors ruft zu mehr Sportlichkeit auf.

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Spielfreudig und abschlussstark zeige sich Titelverteidiger Ägypten am Africa Cup in Angola. Der Trainer der Söhne des Nils setze aber eine eigenwillige Aufstellungspolitik durch. Die «Süddeutsche Zeitung» vom 16. Januar hat den ägyptischen Coach wie folgt zitiert: «Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen, unabhängig von seinem Potential.» Auch Dortmund-Stürmer Mohammed Zidan, der beim öffentlichen Gebet auf dem Rasen nicht mitmachte, sei schliesslich von Schehata auf die Knie zitiert worden.

Die Organisation Open Doors ruft in einer Pressemitteilung die Verbandsfunktionäre auf, sich sportlich gegenüber der andersgläubigen Minderheit im eigenen Land zu verhalten und bei den Aufgeboten nicht die Religion als Zünglein an der Waage spielen zu lassen. Open Doors beobachtet die Diskriminierung der christlichen Minderheit seit Jahren und setzt sich für die Diskriminierten ein.

Die Religionsapartheid im Nationalteam sei nur die Spitze des Eisbergs, auf dem Weltverfolgungsindex liege Ägypten auf Rang 20. In Ägypten könne ein Christ zum Islam konvertieren, Muslime jedoch, die Christen geworden sind, hätten keine rechtliche Möglichkeit, den Religionseintrag in ihren Ausweisen von «Muslim» auf «Christ» ändern zu lassen.

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