18 Januar 2010, 14:24
Papst Benedikt, Kardinal Schönborn und Medjugorje
 
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Eine italienische Website verbreitet "wilde Verschwörungstheorien" über ein Treffen zwischen Papst Benedikt und Kardinal Schönborn – Bischof von Mostar veröffentlicht ohne Rückfrage ein privates Fax des Kardinals

Wien (kath.net)
Ein hochrangiger österreichischer Kirchenmann hat die Verschwörungsgeschichte der italienischen Website „papanews“ über den Papstbesuch von Kardinal Schönborn vom vergangenen Freitag und den kolportierten Gerüchten im Zusammenhang mit einem Fax an den Bischof von Mostar gegenüber kath.net als „haltlos“ zurückgewiesen. Die italienische Website hatte am Wochenende einen Versuch gestartet, einen Zusammenhang zwischen dem Treffen von Papst Benedikt und Kardinal Schönborn und einem Fax des Wiener Kardinals an den Bischof von Mostar vom vergangenen Freitag herzustellen.

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In einem Fax aus Rom hat der Wiener Kardinal an Ratko Perić, den Bischof von Mostar, unter anderem folgendes geschrieben: „Exzellenz! Lieber Mitbruder in Christo. Ihr Schreiben vom 2. Januar dieses Jahres habe ich erhalten. Es tut mir leid, wenn Sie den Eindruck haben, meine Wallfahrt nach Medjugorje habe dem Frieden geschadet. Sie können sicher sein, daß das nicht meine Absicht ist.“ Der Bischof von Mostar hatte das persönliche Fax ohne Rücksprache mit dem Wiener Kardinal sofort auf der offiziellen Diözesanwebsite veröffentlichten lassen.

„Papanews“ hat daraufhin einen Zusammenhang zwischen dem Papstbesuch des Wiener Kardinals und dem Fax am Freitagnachmittag konstruiert und ohne jegliche Informationsgrundlage behauptet, der Kardinal habe aufgrund seiner Reise nach Medjugorje beim Gespräch einen „Ordnungsruf“ des Papstes erhalten.

Wie kath.net aus gut informierten römischen Kirchenkreisen erfahren konnte, wissen über den Inhalt der Gespräche jedoch nur zwei Personen Bescheid: Papst Benedikt und Kardinal Schönborn.

Benedikt XVI. hat sich bislang nicht zum Phänomen Medjugorje geäußert. Offensichtlich hat er jedoch keine Berührungsängste zu Kardinälen und Bischöfen, die in Medjugorje waren und darüber positiv denken. Ganz im Gegenteil: Diesen Montag wurde mit Andre-Mutien Leonard ein neuer Erzbischof von Brüssel ernannt. Auch Leonard war bereits mehrfach in Medjugorje - wie mehr als 1000 andere Bischöfe auch.



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