13 November 2009, 07:34
Xavier Naidoo kann mit Religion nichts anfangen
 
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Popsänger findet es befremdlich, wenn seine Texte im Religionsunterricht verwendet werden: "Ich kommen aus der katholischen Kirche, aber gerade die finde ich mit am erschreckendsten"

Köln (kath.net/KNA)
Xavier Naidoo (38), deutscher Popstar mit vielen religiös angehauchten Texten, sieht sich selbst nicht als religiösen Menschen. «Da ich überhaupt nicht religiös bin, fühlt sich der Begriff Religion wirklich furchtbar an», sagte der Mannheimer am Donnerstag dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Er glaube an Gott: «Und das ist meine Kraft und daher singe ich da öfter drüber. Die Leute schließen meistens von Gott auf Religion oder erkennen Gott nur über Religion.»

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Er finde es befremdlich, wenn seine Texte im Religionsunterricht verwendet würden oder wenn «Pfarrer meine Songs dazu benutzen, um Gott einzuinterpretieren». Da werde immer gleich ein Bezug zur Religion hergestellt; in Wirklichkeit gehe es ihm aber nur um seinen Glauben und seinen persönlichen Weg zu Gott, sagte der Mitbegründer der Band «Söhne Mannheims». «Ich achte und respektiere Religionen, aber ich habe einen anderen Weg zu Gott gefunden».

Obwohl er Gott in seinen Liedern thematisiert, sieht Naidoo sich nicht als Prediger. In seinen Texten verarbeite er Dinge, die ihm «auf der Seele brennen»; das sei «seine eigene Therapie». Dabei spiele keine Rolle, was er bei seinen Hörern auslöse. Kritik übte Naidoo an der katholischen Kirche. «Ich kommen aus der katholischen Kirche, aber gerade die finde ich mit am erschreckendsten», sagte er.

Diskussion im Forum über Xavier Naidoo


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