23 Oktober 2009, 13:20
Dieter Falk: 'Ich verstehe die 10 Gebote als eine Richtschnur'
 
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Kath.Net-Exklusiv-Interview mit Erfolgs-Produzent Dieter Falk über das Bibel-Musical "Die Zehn Gebote" – Vorstellung der CD am Freitag auf Radio kathTube ab 20.00 Uhr

Düsseldorf (kath.net)
Anlässlich der "Kulturhauptstadt Ruhr.2010" hat Erfolgs-Produzent Dieter Falk ein Familien-Musical zu der bekannten biblischen Geschichte über Moses und die 10 Gebote komponiert. Die Texte für das biblische Musical schrieb ECHO-Preisträger Michael Kunze, aus dessen Feder deutsche Übersetzungen von Musical-Erfolgen wie 'Mama Mia' oder 'König der Löwen' - aber auch Eigenkompositionen wie 'Elisabeth' und 'Mozart' stammen. Die Ur-Aufführung findet am 17. Januar 2010 in der Westfalenhalle in Dortmund statt. Mit dabei ist ein 2.500-köpfiger Megachor, ein komplettes Sinfonieorchester sowie bekannte Darsteller wie Otto Sander, Bahar Kizil (Mitglied der Band "Monrose"), Yosefin "Yoyo" Buohler (Finalistin bei Das Supertalent) und Michael Eisenburger. Ein schillerndes Spektakel rund um Zwietracht, Liebe und die Befreiungsaktion für ein ganzes Volk.

Kath.Net sprach mit Dieter Falk über das Bibel-Musical. Der Musikproduzent war sechs Mal für den ECHO nominiert und bekam über 50 Platin- und Goldene Schallplatten für über 15 Millionen verkaufte Tonträger, davon nationale Nr.1 und TopTenHits mit PUR, MONROSE, MARQUE "One to make her happy", "Electronic Lady", PE WERNER "Kribbeln im Bauch" & MARSHALL & ALEXANDER. 2006 und 2007 war er Jurymitglied (neben Nina Hagen, Detlev D.Soost & Jane Comerford) in der Pro7 Castingshow "Popstars". Außerdem hatte er Internationale Erfolge u.a. mit MARQUE, SANDY REED "Sweet Love", ROGER CHAPMAN & FRANCINE JORDI etc...

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KATH.NET: Herzlichen Dank für die Bereitschaft, uns ein Interview über ihr neues CD- bzw Bühnenprojekt, "Die 10 Gebote- der Weg in die Freiheit" zu geben. Können Sie unseren Lesern kurz beschreiben, was sie erwartet, wenn sie sich die CD kaufen (seit 21. September im Handel) bzw. das Bühnenstück sehen?

Dieter Falk: Es handelt sich hier um ein Musical, ein szenisches Werk- nicht, was ich normalerweise tue, nämlich normale Pop- CDs mit 12-14 Liedern produzieren, sondern ein zusammenhängendes größeres Werk. Für mich war das auch Neuland nach 25 Jahren als Popmusikproduzent so ein großes Werk zu schreiben, zusammen mit Michael Kunze der das als Musical-Autor (aus seiner Feder stammen u. A. Erfolgsmusicals wie „Elisabeth“ und „Mozart“, Anm. d. Redaktion) täglich macht.
Es sind daraus 19 Titel geworden, natürlich auch längere Stücke in szenischer Abfolge, quer durch den Popmusik-Gemüsegarten von Gospel bis Klassik-Pop mit verschiedenen Hauptprotagonisten- also das große Musik-Kino!

KATH.NET: Haben Sie daraus einen Anspieltipp oder ein Lieblingsstück?

Dieter Falk: Das ist ganz schwer bei einem Stück dieser Art - wenn Sie aber zwei oder drei Sachen anspielen wollen würde ich die ersten und die letzten eineinhalb Minuten nehmen, um den Bogen zu spannen. Es gibt so viele verschiedene Highlights, zum Beispiel der Schauspieler Otto Sander als Stimme Gottes

KATH.NET: Die Uraufführung des Bühnenstückes im Rahmen der „Kulturhaupstadt Ruhr“ wird am 17.01. 2010 in der Dortmunder Westfalenhalle stattfinden- mit über 2.600 Darstellern, darunter ein riesiger Chor, ein Sinfonieorchester und zahlreiche bekannte Solisten wie Bahar Kizil von der Band Monrose. Ist auch eine Tournee damit geplant?

Dieter Falk: Es wird zuerst einige große Aufführungen geben in großen Arenen. Der Witz an der ganzen Geschichte ist, dass diese Chöre- es sind ja zweieinhalb tausend Leute, die nur aus Nordrheinwestfalen kommen, aus einem Bundesland- ein halbes Jahr dafür üben. Deswegen wird das dann nur einmal groß aufgeführt, ein halbes Jahr später dann in Hannover, dann wieder in einem anderen Bundesland. Bis es auf eine ständige Bühne kommt, so wie man es vom Musical kennt, wird es wohl noch ein bis zwei Jahre dauern, aber dann wird es auch auf Tournee und auch stationär stattfinden. Wenn man so will, ist das jetzt der Kick-Off, der Start der ganzen Aktion.

KATH.NET: Wie sind Sie auf das Thema "Die 10 Gebote" gekommen?

Dieter Falk: Ganz banal, ich habe als Kind diesen Kinofilm öfter geguckt, diesen alten schrulligen Hollywoodschinken mit Charlton Heston als Mose, in meiner Kindheit war das einer der Hollywood- Blockbuster, er wird auch heute noch jede Ostern im Fernsehen wiederholt. Das war für mich als Kind ein einschneidendes Erlebnis, deswegen war das Thema bei mir auch präsent. Auf der anderen Seite fand ich das immer eine Mega-Story, sie hat alles, was eine spannende Geschichte haben muss: Es gibt eine Liebesgeschichte, eine Verfolgungsjagd, dann die Geschichte von den Plagen, und auch, wie Moses sich vor dem Pharao verhält. Überhaupt ist die Figur Moses sehr spannend, er ist ein sehr kantiger Typ, eigentlich Mörder- er hat ja immerhin einen Aufseher umgebracht- und wird trotzdem zum Retter seines Volkes.

KATH.NET: Heute scheinen viele Menschen das Wort „Gebot“ als etwa sehr Einschränkendes und Sperriges zu verstehen- was bedeutet für sie in diesem Zusammenhang der Zusatz: "Der Weg in die Freiheit"?

Dieter Falk: Naja, diese 10 Gebote sind ja keine Pflicht, ich verstehe sie als eine Richtschnur, aber wir haben die Freiheit, danach zu leben oder nicht, wir werden dann schon selbst merken, ob es gut für uns ist, wenn wir nicht danach leben. Das ist für mich auch die Freiheit - wir haben sie von Gott bekommen, und ob wir sie anwenden oder nicht, dazu zwingt er uns ja nicht. Wir haben die eigene Entscheidungshoheit mit den 10 Geboten in dieser oder jener Art umzugehen. Das ist der Weg in die Freiheit, natürlich auch doppeldeutig gemeint - für das Volk Israel war es ja der Weg in die Freiheit aus der Sklaverei in Ägypten, und für uns heute der Weg in die Entscheidungsfreiheit- so würde ich das nennen.

KATH.NET: Sehen Sie in der Aufführung eines solchen Pop-Oratoriums heute neben dem Unterhaltungsfaktor auch eine Chance, den Menschen biblische Inhalte näherzubringen und sie eventuell auch für den Glauben zu begeistern?

Dieter Falk: Für mich ist es beides- ich will in erster Linie einmal unterhalten, ganz einfach . Wer mich ein bisschen kennt weiß, dass ich kommerzielle Musik mache, jemand, der auch Leute unterhalten möchte, ob nun im Fernsehen oder bei CD-Produktionen. Auf der anderen Seite, und das ist schon wichtig- komme ich aus einem christlichen Elternhaus und bin vielleicht auch ein Beispiel für gute kirchliche Jugendarbeit. Ich bin mit einer guten kirchlichen Jugendarbeit groß geworden, musikalisch und gruppensozialisationsmäßig habe ich einfach Glück gehabt, wir hatten einen guten Pfarrer, eine gute Jugendgruppe, insofern sind diese kirchlichen und biblischen Inhalte mir nicht fremd. Meine Frau und ich versuchen unsere Kinder auch danach zu erziehen, aber wir sind alles andere als Holzhammermissionare. Ich möchte also eine Story erzählen zusammen mit Michael Kunze und den ganzen Mitwirkenden, und natürlich auch eine Message weitergeben, aber die ist nicht mit Zeigefinger oder mit dem Holzhammer gemeint.

KATH.NET: Empfinden Sie als einer der erfolgreichsten Produzenten Deutschlands es als schwer, diesen angesprochenen persönlichen Glauben heute im Musik- Business zu leben?

Dieter Falk: In meinem Beruf, wenn sie mich jetzt persönlich fragen, finde ich das nicht schwieriger als in anderen Berufen auch. Wenn man auf die 10 Gebote schaut gibt es aber vielleicht eines, das uns vielleicht am meisten betrifft, nämlich „du sollst nicht falsch Zeugnis reden“ was ja nichts anderes heißt als du sollst nicht lügen, du sollst die Wahrheit sagen. Darum geht es auch wenn ich zum Beispiel mit Verkaufszahlen von CDs hantiere die ich produziert habe, und mich dann an der eigenen Nase packe wenn ich merke wie "großzügig ich aufgerundet habe".

Also dieser Umgang mit Zahlen, mit Aussagen, ich glaube der Umgang mit Wahrheit allgemein ist eines der am schwierigsten zu befolgenden Gebote, dasjenige, mit dem die meisten Leute Probleme haben. Ich denke, wir haben hier die Möglichkeit, das Thema selbst wieder in den Mittelpunkt zu stellen und jeder soll sich selbst seine Gedanken darüber machen, was er davon hält. Ich persönlich, in meinem Beruf- und als Popmusikproduzent ist vielleicht ein bisschen mehr Glitzer drin als in anderen Berufen- aber ich glaube, die Herausforderung für mich als Christ in diesem Beruf ist keine andere als für einen Manager eine Stahlwerks oder der Kassiererin im Supermarkt .

KATH.NET: Herzlichen Dank für das Interview.

Das Interview wurde von Linda Noé durchgeführt

Hören Sie die ersten Auszüge des Musicals von der der CD "Die 10 Gebote" am Freitag auf Radio KathTube

Karten für das Musical unter
www.die10gebote.de


Klarer Bestelltipp:
CD Die 10 Gebote
Der Weg in die Freiheit
Ein Musical von Michael Kunze & Dieter Falk.
EURO 15,30

Die CD kann im Kathshop via E-mail unter office@kathshop.at bestellt werden. Hinzu kommen die Versandkosten!

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