12 Oktober 2009, 10:57
Naturwissenschaften brauchen die Theologie als 'Lesehilfe'
 
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Kardinal Schönborn eröffnet am Samstag die ITI-Hochschule am neuen Standort in Schloss Trumau

Trumau (kath.net)
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstag in der Pfarrkirche Trumau die Neueröffnung des ITI (Internationales Theologisches Institut) vorgenommen. Zu der Messe kamen etwa 500 Leute. In seiner Predigt betont der Kardinal die zwei wichtige Säulen des ITI: Das Studium der Theologie und Philosophie von den Quellen her und die Brücke zwischen Ost- und West der einen universalen Kirche. "Gott spricht aber nicht nur durch die Worte der Bibel sondern auch durch die Natur und die ganze Schöpfung. Somit ist die Zusammenarbeit der Theologie mit den Naturwissenschaften essentiell. Leider sind die Naturwissenschaften oft einseitig durch die materialistische Sichtweise geprägt und benötigen dann die Theologie als „Lesehilfe“", erklärte der Kardinal. Als schönstes Lebenszeichen der ITI-Hochschule bezeichnet der Kardinal die vielen Kinder am Campus. "Das Wort Gottes wächst am besten in den Familien, in denen der Glaube weitergegeben wird.", betonte der Kardinal Schönborn dazu in seiner Predigt.

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Beim Festakt anwesen waren neben Lokalpolitiker auch Abt Gregor Henckel Donnermarck von Stift Heiligenkreuz. Auch für das Stift ist dieser Tag ein Tag großer Freude. "So wird aus den mittelalterlichen Gebäuden, die Jahrhunderte zur leiblichen Versorgung des Stiftes dienten, jetzt ein geistiges Zentrum: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", verkündet der Abt voll Freude. Auch Rektor Präsident Larry Hogan vom ITI ist sehr dankbar für diesen Moment und den Beginn am neuen Standort.

Ein Studium am ITI gilt als sehr intensiv und ist der klare Gegensatz zum Massenstudium an einer normalen Uni. Bei allen Lehrveranstaltungen sind nie mehr als 13 Studenten und werden von einem Professor betreut. So ist jeder Student gefordert und das Studium erreicht die notwendige Tiefe für einen gründlichen Theologieabschluss. Der Magister der Theologie ist ein 5 jähriges Studium und staatlich anerkannt. Ein Lizenziat oder ein Doktorat kann mit kirchlicher voller Anerkennung erworben werden. Ein Masterstudium bei einem bereits vorliegenden akademischen Abschluss wird mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie angeboten. Kardinal Schönborn ist jetzt im 15. Jahr als Großkanzler des ITI tätig und kann auch auf 170 Absolventen zurückblicken.









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