07 Juli 2009, 20:19
Die Seherin von Fatima - Meine Gespräche mit Schwester Lucia
 
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Ein packendes Interview-Buch mit Kardinal Bertone, Kardinalstaatssekretär, über Fatima, seine Gespräche mit der Seherin Lucia, die Bedeutung der Zahl 13, warum Pilger nach Medjugorje fahren dürfen und viel mehr - BESTELLTIPP!

Fatima (kath.net)
Im Mai 1917 haben drei Hirtenkinder auf einem Feld bei Fatima Marienerscheinungen gehabt. Lucia, die später ihr Gelübde als Nonne ablegte, war die letzte Überlebende der drei Seherkinder. Zwei der Geheimnisse, die den Kindern in Fatima übermittelt wurden, wurden bereits in den 40er Jahren bekannt gemacht. Bevor Bertone auf Wunsch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 das dritte Geheimnis veröffentlichte, traf er sich mit Schwester Lucia. Das vorliegende Buch ist Zeugnis dieser Gespräche und versammelt Eindrücke und Kommentare zu den Begegnungen mit der letzten Seherin von Fatima. Ein spannendes Buch mit Fragen über Fatima, über die Zahl 13 und auch über Medjugorje.

Angesprochen auf die Behauptung, dass beim Buch von Lucia verzerrend eingegriffen wurde, betont Bertone: „Es gab keine tiefgreifende Redaktion, die den Inhalt verzerrt hätte. Wer das behauptet, sagt die Unwahrheit. Es bestand keine Notwendigkeit zur Korrektur oder Zensus. Durch Schwester Lucias Buch zieht sich, wenn auch zurückhaltend, die These von Maria als „Miterlöserin“ der Menschheit. Was die „Miterlösung“ angeht, haben sowohl die Kongregation für die Glaubenslehre als auch die Internationale Marianische Akademie Kritik angemeldet, gerade auch in Hinblick auf den ökumenischen Dialog. Dennoch war Schwester Lucias Buch von großem Wert, schließlich war es das theologische Destillat einer Frau, die intensiv über die Geheimnisse des christlichen Glaubens meditiert hatte. Selbst der Bischof von Leira-Fatima, der sich weigerte, für die Veröffentlichung zu bürgen, ließt sich insoweit einbeziehen, dass er das Vorwort verfasste.“

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Zu den Spekulationen um das „3. Fatima-Geheimnis“ erklärt der Kardinal, dass bei diesem Geheimnis nie zwei Umschläge gab, wie kolportiert wird sonder immer nur einen einzigen. Man habe dafür auch die Bestätigung von Schwester Lucia. „Ist es das ‚Dritte Geheimnis‘ und ist das der einzige Text?‘ – ‚Ja, das ist das ‚Dritte Geheimnis‘ und ich habe nie etwas anderes geschrieben.‘ Die verbisssensten Fatimisten – ich denke hier an die, die zum Dunstkreis der Zeitschrift Fatima Crusader von Pater Nicholas Gruner gehören – werden enttäuscht sein.“, so Bertone.

Über die Zahl 13, die im Zusammenhang mit Fatima eine große Rolle spielt, sagte der Kurienkardinal dann:: „Die 13 ist für so manchen Papst eine Schicksalszahl. Pius IX, der Papst des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis, wurde am 13. Mai 1792 geboren. Pius XII., der Papst des Dogmas der Himmelfahrt Marias, wurde am 13. Mai 1917 von Papst Benedikt XV. zum Bischof geweiht, dem Tag, an dem die Muttergottes Lucia, Jacinta und Francisco zum ersten Mal erscheint; Papst Pacelli beschloss auch, den Abschluss des heiligen Jahres 1950 in Fatima zu begehen… Wer aber den ganzen, unglaublichen Ereignissen seinen Stempel aufdrückte, war Papst Wojtyla. Und wieder taucht die Zahl 13 auf. Am 13. Mai 1981 geschieht das Attentat. Am 13. Mai 2000 erfolgt die Seligsprechung der Hirtenkinder. Einen Monat später, am 13. Juni, wird Ali Agca an die Türkei ausgeliefert. Lucia stirbt am 13. Februar 2005. Johannes Paul II. am 2. April 2005 (die Quersumme des Datums ist die 13) um 21.37 (wieder die 13), am 13. Mai 2005 kündigt Papst Benedikt XVI. in der Lateranbasilika den Beginn des Kanonisierungsprozesses für seinen Vorgänger an.“

Auch zum bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje nimmt Bertone in den Buch Stellung. Er erinnert an die Erklärung der Glaubenskongregation aus dem Jahre 1998 aufgrund der Anfrage des französischen Bischofs Gilbert Aubry und betont, dass der Heilige Stuhl im Zusammenhang mit angeblichen übernatürlichen Phänomenen nicht in erster Instanz urteilt und im Allgemeinen keine eigene Position bezieht. Er verweist auch auf am 10. April 1991 getroffene Feststellung der damaligen jugoslawischen Bischofskonferenz von Zadar, in der festgestellt wurde, dass nicht bestätigt werden kann, dass es in Medjugorje „übernatürliche Erscheinungen“ gibt. Angesprochen auf den Ortsbischof, Ratko Peric, meint Bertone, der sich ablehnend zu Medjugorje äußert, meint Bertone, dass seine Erklärung als „persönliche Überzeugung des Bischofs von Mostars“ angesehen werden könne, die er zum Ausdruck bringe und zu der durchaus berechtigt sei. Bertone betont: Die Erklärungen des Bischofs von Mostar geben eine persönliche Meinung wieder, sie sind kein endgültiges und offizielles Urteil der Kirche. Vielmehr wird wiederum auf die Erklärung der Bischöfe des ehemaligen Jugoslawiens vom 10. April 1991 in Zadar verwiesen, die Spielraum für weitere Untersuchungen lässt. Die Überprüfung muss daher vorankommen. Einstweilen sind private Pilgerreisen mit seelsorgerischer Begleitung der Gläubigen erlaubt. Letztlich dürfen sich alle katholischen Pilger nach Medjugorje, einen Ort der Marienverehrung, begeben, wo man sich in allen Formen der Andacht ausdrücken darf."

Kath.Net-Lesetipp für den Sommer!

Kardinal Tarcisio Bertone
Guiseppe de Carli
Die Seherin von Fatima
Meine Gespräche mit Schwester Lucia
Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
EURO 9,20

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