06 Juli 2009, 10:46
Italien: Wenn Baptisten Katholiken heiraten
 
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In Italien können konfessionsverschiedene Ehen zwischen Baptisten und Katholiken künftig einfacher den kirchlichen Segen erhalten

Rom (kath.net/idea)
In Italien können konfessionsverschiedene Ehen zwischen Baptisten und Katholiken künftig einfacher den kirchlichen Segen erhalten. Das sieht eine verbindliche Vereinbarung zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Bund der Baptistengemeinden in Italien vor, die am 30. Juni in Rom offiziell unterzeichnet wurde.

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Das Papier trägt den Titel „Gemeinsames Dokument für eine pastorale Betrachtungsweise der Ehe zwischen Katholiken und Baptisten in Italien“. Das Papier ist nach Angaben der Präsidentin der italienischen Baptisten, Anna Maffei (Rom), überfällig. Denn die Baptisten bilden im Land nur eine kleine Minderheit von 6.400 Mitgliedern in 116 Ortsgemeinden.

87 Prozent der mehr als 60 Millionen Italiener sind katholisch. Nur in seltenen Ausnahmefällen gebe es Eheschließungen, bei denen beide Partner Baptisten seien, so Maffei. Konfessionsverschiedene Ehen seien dagegen die Regel.

Maffei zeigte sich zufrieden mit der Erklärung: „Wir bieten unserer Gemeinschaft und den Pastoren einen praktischen Ratgeber an, so dass die bleibenden konfessionellen Unterschiede zwischen den Ehepartnern nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung erfahren werden.“

Ein Schritt auf der „ökumenischen Reise“

Kardinal Angelo Bagnasco, der Präsident der (katholischen) Bischofskonferenz in Italien, der das Dokument unterzeichnete, sprach von einem gemeinsamen Schritt beider Kirchen auf ihrer „ökumenischen Reise auf einem teilweise heiklem Feld“. Das Dokument könne einen Weg zu weiteren Entwicklungen bahnen, erklärte er weiter. In dem Dokument werden auch biblische Aspekte der Ehe aufgeführt, die Baptisten und Katholiken gemeinsam vertreten. Dazu gehört etwa die Schöpfung des Mannes und der Frau durch Gott in ihrer Unterschiedlichkeit und Ergänzungsbedürftigkeit, die Ehe als Beispiel für die Liebe Gottes zu seinen Nachfolgern sowie die Unauflösbarkeit der Ehe. Die Erklärung bildet den vorläufigen Abschluss von theologischen Gesprächen über Fragen konfessionsverschiedener Ehen zwischen beiden Kirchen, die im Oktober 2007 begonnen worden waren.

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