13 Mai 2009, 12:26
‚Wir sind sehr glücklich, dass der Papst hier ist’
 
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Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, betont die guten Beziehungen und nimmt den Papst gegen Kritik an der Yad Vashem-Rede in Schutz.

Jerusalem (kath.net/Zenit) „Das ist ein historisches Ereignis. Wir sind sehr glücklich, dass der Papst hier ist." Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, betonte gegenüber Journalisten die guten Beziehungen zum Heiligen Stuhl.

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Positiv sei die Anwesenheit Benedikts gerade im Hinblick auf Israels Bedeutung als „Ziel christlicher Pilger". Vor allem die Ansprache Papst Benedikts bei seiner Ankunft in Tel Aviv (Foto), würdigte Lewy. „Erstens gab es eine klare Zurückweisung jeder Form von Holocaustleugnung, und zweitens beschrieb sich der Papst als Pilger in einer Reihe von Pilgern und versicherte, es werde auch künftig Pilger geben."

Gegen die Kritik an der Rede in Yad Vashem nahm der Botschafter den Papst in Schutz. „Vielleicht waren nach der Ansprache in Tel Aviv die Erwartungen zu hoch geschraubt. Ich möchte aber vor allem betonen, dass die Rede in Yad Vashem nicht politisch, sondern religiös gemeint war. Der Papst ist ein religiöser Mensch, und ich finde, man sollte ab jetzt besonders auf den religiösen Inhalt seiner Botschaften achten." Außerdem sollte man daran denken, dass dieser Besuch „sehr, sehr kompliziert" sei. Und: „Die Medien haben ihre eigenen Regeln, wenn es darum geht, wie sie eine Stimmung der Öffentlichkeit vermitteln."

Nach seiner Ankunft in Tel Aviv am Montagvormittag hatte der Papst bei seiner Begrüßung am Flughafen Ben Gurion unter anderem gesagt: "Auf tragische Weise haben jüdische Menschen die schrecklichen Folgen von Ideologien erfahren, welche die grundlegende Würde jeder menschlichen Person leugnen.

Es ist recht und angemessen, daß ich während meines Aufenthalts in Israel die Gelegenheit haben werde, der sechs Millionen jüdischen Opfer der Schoah zu gedenken und zu beten, daß die Menschheit nie wieder Zeuge eines Verbrechens dieses Ausmaßes sein werde.

Leider zeigt der Antisemitismus in vielen Teilen der Welt weiterhin seine häßliche Fratze. Das ist völlig inakzeptabel. Jede Anstrengung muß unternommen werden, um den Antisemitismus zu bekämpfen, wo immer er angetroffen wird, und um Respekt und Achtung vor den Menschen jedes Volkes, jedes Stammes, jeder Sprache und Nation auf der Erde zu fördern."

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