27 Januar 2009, 12:40
L'Osservatore Romano spricht vom 'falschen Drehbuch'
 
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Laut "Radio Vatikan" sind viele im Umfeld des Papstes bestürzt über die neue Antisemitismus-Debatte - L'Osservatore Romano: Aufhebung der Exkommunikation nur eine Etappe auf dem Weg zur kirchlichen Einheit

Vatikan (kath.net/RV/OR)
Im Umfeld des Papstes sind laut "Radio Vatikan" viele bestürzt über die neue Antisemitismus-Debatte. Benedikt XVI. hatte am vergangenen Samstag die Exkommunikation gegen vier traditionalistische Bischöfe aufgehoben; darunter ist auch der Brite Richard Williamson, der den Holocaust leugnet.

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Die aktuelle Ausgabe der Vatikanzeitung „L`Osservatore Romano“ widerspricht vehement dem Eindruck, der Papst rehabilitiere einen Leugner des Völkermords an den Juden.

Benedikt habe mit seiner Geste gegenüber der abgespaltenen „Priesterbruderschaft Pius X.“ keineswegs das Zweite Vatikanische Konzil verraten, so die Vatikanzeitung in einem Kommentar, der zum Holocaust-Gedenktag an diesem Dienstag erschien. Die Medien erweckten den falschen Eindruck, dass Benedikt das Gespräch mit dem Judentum oder die Ökumene in Frage stelle.

Allerdings sei – so gibt die Vatikanzeitung zu – die Aufhebung der vier Exkommunikationen tatsächlich „nach einem falschen Drehbuch abgelaufen“.

Dieser Vermerk im Osservatore ist laut "Radio Vatikan" der erste Hinweis darauf, dass man im Vatikan das zeitliche Zusammenfallen zwischen der Geste des Papstes und dem Skandal um Bischof Williamson bedauert.

Mit Verve bekennt sich die offizielle Zeitung des Vatikans zum Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen und erteilt besonders dem Antisemitismus eine Absage. Was Holocaust-Leugner verbreiteten, sei „schwerwiegend und bedauerlich“.

Im übrigen sei die Aufhebung der Exkommunikationen ja nur eine Etappe auf dem Weg zur kirchlichen Einheit mit den Anhängern des schismatischen Erzbischofs Marcel Lefebvre.


Kath.Net -Vatikan: Exkommunikation der 'Pius-Bischöfe' aufgehoben

Das Schreiben im Wortlaut

Diskussion im Forum

KathTube/Radio Horeb: Interview mit Dr. Christoph Ohly vom Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Universität München:



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