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Junger franziskanischer Orden zieht in das alte Kapuzinerkloster in Kitzbühel ein

Kitzbühel (kath.net/edp)
"Das ist die Regel und das Leben der Minderen Brüder: das Heilige Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu beobachten durch ein Leben in Gehorsam, ohne Eigentum und in Keuschheit." Diese Beobachtung und Verkündigung des Evangeliums war in den vergangenen Jahrhunderten das große Anliegen der Kapuziner auch in ihrem Kloster in Kitzbühel. Nun zwingt sie der Nachwuchsmangel, diese Niederlassung aufzugeben.

"Die Frage nach dem, was wohl Gott von uns (in Kitzbühel) in Zukunft will, hat uns viele Schritte der Überlegung tun lassen. Die Notwendigkeit, ein klösterliches Zentrum beizubehalten, hat uns mit dem Anliegen von Erzbischof Dr. Georg Eder zusammengeführt", sagte der Provinzial der Kapuziner, Br. Markus Präg, beim Gottesdienst am 19. März in Kitzbühel, anläßlich der Übergabe des Klosters. Die Kapuziner sehen im Ersuchen der Franziskaner der Immakulata, ihnen das Kloster für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen, "eine Weisung Gottes".

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Ordensfrauen

Generalvikar Dr. Johann Reißmeier konnte diese junge in Italien entstandene Gemeinschaft dazu gewinnen, im Kapuzinerkloster Kitzbühel ihre erste Niederlassung im deutschen Sprachraum einzurichten. Ab sofort wohnen dort zwei Patres und zwei Brüder. Reißmeier dankte den Kapuzinern, ihr Kloster dafür zur Verfügung zu stellen. Denn es sei sicherlich ein "Fingerzeig Gottes", dass als Nachfolger der Kapuziner wieder eine nach den Grundsätzen und Regeln des heiligen Franziskus lebende Gemeinschaft im Kloster leben und wirken wird. Er freue sich, dass damit das Kloster sozusagen "in der Familie" bleibe. Der Festtag des hl. Josef ­ Landsfeiertag in Tirol ­ sei für diesen Wechsel ein würdiger Tag.

Die Franziskaner der Immakulata haben mittlerweile mehr als 20 Klöster in vielen Ländern der Welt. Überall leben sie in völliger Bescheidenheit nur von dem, was ihnen die Gläubigen spenden. Sie engagieren sich in vielen apostolischen Einsätzen (Presse, Katechese, Radio und Fernsehen, Liturgie, Gruppenarbeit, pfarrliche und caritative Einsätze usw.). "Die ,Franziskaner der Immakulata haben mich beim Besuch ihrer Klöster zutiefst beeindruckt. In ihrem Bemühen zu den Wurzeln franziskanischen Lebens zurückzukehren, stehen sie auf dem Boden des Konzils. Überhaupt ist die Gründung dieser neuen Ordensfamilie eine Frucht der Reformbemühungen der Konzilsväter", sagt Generalvikar Dr. Johann Reißmeier.

Die Franziskaner der Immakulata ­
Eine wachsende Gemeinschaft

Ein Leben mit Maria, ein Leben des Gebetes, ein Leben in Armut, ein Leben in Buße, ein Leben des Apostolates (nach dem Vorbild des hl. P. Maximilian Kolbe) ­ das sind die fünf Lebensschwerpunkte der Franziskaner der Immakulata. Der Orden ist von P. Stefano Maria Manelli und P. Gabriele Maria Pellettieri, die schon Mitglieder der Minderbrüder (Konventualen) waren, gegründet worden. Vom Anliegen, zu den Quellen des franziskanischen Lebens zurückzukehren, haben sie in dem kleinen Dorf Frigento, in der Region Campania in Italien, 1970 die Erfahrung des Lebens in Gebet, Buße und Apostolat begonnen, das auf der anerkannten Regel des hl. Franziskus und auf den "Marianischen Grundzügen³, die von P. Manelli verfasst wurden, aufbaut.

Inzwischen wurde die stark gewachsene Gemeinschaft der Brüder auf Beschluss von Papst Johannes Paul II. auch als kanonische Institution errichtet. Am 1. Jänner 1998, dem Fest der Gottesmutter Maria, folgte schließlich die Anerkennung als Institut päpstlichen Rechts. Seit 9. November 1998 ist auch die Gemeinschaft der Schwestern vom Heiligen Vater anerkannt. Obwohl bewusst noch nie eine "Berufungs"-Kampagne gestartet wurde, gibt es mittlerweile fast 500 Brüder und Schwestern.

Foto: (c) FFI

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