30 November 2008, 10:54
Katholische Glaubenswelt
 
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Wahrheit und Gestalt – Buch mit einem Interview mit Papst Benedikt XVI.

Linz (www.kath.net)
Als Theologe von Weltrang bietet Leo Kardinal Scheffczyk in dem vorliegenden Werk einen fundierten, umfassenden und zuverlässigen Leitfaden für jeden, der der Eigenart des katholischen Christentums gründlich auf die Spur gehen will. Das kompakte Buch, das hier in durchgesehener Neuauflage vorgelegt wird, nimmt im Denken Scheffczyk eine Schlüsselstellung ein und darf zweifellos als ein Vermächtnis des Theologen angesehen werden.

Er geht darin von der Konkretheit des Katholischen aus, um so das Wesen des Christentums zu ermitteln. Die argumentative Vorgehensweise offenbart eine Meisterschaft in einem Dialog, der an inhaltlichem Profil orientiert ist, und lenkt – nicht ohne Selbstkritik an der Erscheinungsweise der eigenen Konfession – den Blick auf jene Unterscheidungen, die gerade im heutigen Kontext für eine solche Profilierung nötig sind.

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Es handelt sich um ein in seiner Art bislang einzigartiges Buch, das unabdingbar ist für jeden, der das typisch Katholische im pluralistischen Kontext des Gegenwartsbewusstseins ernsthaft konfrontieren will.

Mit diesem Werk wird ein großartiges Zeugnis für das Katholische wieder zugänglich gemacht, das an seiner Aktualität und Relevanz nicht eingebüßt hat. Fast möchte man behaupten, der Pontifikat Benedikts XVI. habe ihm neuerlich Bedeutung verschafft: Denn der Papst schätzte Kardinal Scheffczyk als Freund und herausragenden Theologen, mit dem er sich in theologischer Geschwisterlichkeit verbunden fühlte. In den Grundmaximen ihrer Theologie standen sich beide sehr nahe.

Wenn Benedikt XVI. von einer „Diktatur des Relativismus“ spricht, die „nichts als endgültig“ anerkenne und deren „letzter Maßstab nur das eigene Ich und dessen Wünsche“ sei, versteht auch Scheffczyk Pluralismus und Liberalismus als große Herausforderung des Glaubens, worin sich die Objektivität der katholischen Wahrheit zu bewähren hat und sich zugleich bewähren kann.

In diesem Denken steht Scheffczyk im geistigen Kraftfeld gemeinsam mit Männern wie Joseph Ratzinger oder auch John Henry Newman.

Leo Scheffczyk selbst schrieb über dieses Buch: „In einer Situation, die vorwiegend nach einer allgemeinen ‚Christlichkeit’ fragt und einem vagen Christianismus zuneigt, möchte das Buch eine konkrete Gesamtschau des Katholischen vermitteln. Unter ‚Gestalt’ soll die lebendige Einheit von Geist und Form, von Lehre und Leben, von Gehalt und Struktur katholischen Glaubens gefasst werden, die den Tendenzen eines Pluralismus der Beliebigkeit das Bild einer sinnhaften Einheit entgegenhält.

In ihr sind Dynamik und Ordnung, Spannung und Harmonie, Geheimnis und Lebensnähe zu einem Ganzen zusammengeschlossen, das auch etwas von der lang nicht mehr bedachten ‚Schönheit’ der katholischen Glaubenswelt erahnen lässt, die auch auf den modernen Menschen noch werbend wirken kann.“

Kardinal Leo Scheffczyk (1920 – 2005)

Priesterweihe 1947, Professor für Dogmatik von 1959 bis 1965 in Tübingen und von 1956 bis zu seiner Emeritierung 1985 in München, von 1970 bis 1985 Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, von 1983 bis 2001 Berater beim Päpstlichen Rat für die Familie, 2001 Erhebung zum Kardinal durch Papst Johannes Paul II.



Katholische Glaubenswelt – Wahrheit und Gestalt
Mit einem Interview mit Papst Benedikt XVI.
und einer Einleitung von Johannes Nebel
292 Seiten, Franz. Broschur
€ 29,90/sFr 49,90
Verlag Ferdinand Schöningh



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