19 November 2008, 09:18
Papst: Laienapostolat immer dringlicher
 
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20 Jahre "Christifideles laici" von Johannes Paul II.: Eine neue Generation katholischer Politiker soll moralische Strenge, kulturelle Urteilsfähigkeit, professionelle Kompetenz und Leidenschaft für den Dienst am Gemeinwohl mitbringen, sagte Benedikt XVI.

Rom (kath.net/Zenit) Das apostolische Wirken der Laien in der Kirche und in der Welt sei heute immer dringlicher. Besonders wichtig sei dabei ein vermehrter Einsatz junger Katholiken im Bereich der Politik.

Mit diesen Worten wandte sich am vergangenen Samstagvormittag Papst Benedikt XVI. an die 23. Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Laien. Das Thema der Tagung lautete: „20 Jahre nach Christifideles laici: Erinnerung, Entwicklung, neue Herausforderungen und Aufgaben".

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Das nachsynodale apostolische Schreiben „Christifideles laici" von Johannes Paul II. sei eine organische Bestandsaufnahme der Lehren des II. Vatikanischen Konzils über die Laien, sagte Benedikt XVI. in seiner Ansprache an die Tagungsteilnehmer.

Dabei gehe es um deren Würde als Getaufte, ihre Berufung zur Heiligkeit, ihre Zugehörigkeit zur kirchlichen Gemeinschaft, ihre Teilhabe am Aufbau der Gemeinschaft sowie an der Sendung der Kirche, um ihr Zeugnis in allen gesellschaftlichen Bereichen und um ihren Einsatz im Dienst an der Person für deren ganzheitliches Wachstum und für das Gemeinwohl der Gesellschaft.

Das Schreiben biete eine Orientierung und Vertiefung für den Einsatz der Laien in der Kirche angesichts der sozialen Veränderungen dieser Jahre. Es erkenne eine „neue Phase des Zusammenschlusses der Laien" und gebe jene Kriterien der Kirchlichkeit an, die notwendig seien, einerseits für die Einschätzung seitens der Hirten und andererseits für das Wachstum der Laienvereinigungen und neuen kirchlichen Bewegungen und Gemeinschaften.

Heute sei dieses apostolische Wirken noch dringlicher. Die neuen Generationen „sind nicht nur die bevorzugten Adressaten dieser Weitergabe und dieses gemeinsamen Teilens, sondern auch Subjekte, die in ihrem Herzen Vorschläge der Wahrheit und des Glücks erwarten, um davon ein christliches Zeugnis geben zu können“.

Benedikt XVI. betonte in besonderer Weise die Wichtigkeit der Würde der Frau und deren Teilnahme am Leben der Kirche und der Gesellschaft. „Mann und Frau, die gleich an Würde sind, sind dazu berufen, sich gegenseitig in Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu bereichern, dies nicht nur in Ehe und Familie, sondern auch in der Gesellschaft in all ihren Dimensionen".

Zum Schluss ermahnte der Papst die Mitglieder des Dikasteriums, sorgfältig die Ausbildung, das Zeugnis und die Zusammenarbeit der Laien in den unterschiedlichsten Situationen zu verfolgen, in denen die wahre Lebensqualität der Gesellschaft auf dem Spiel stehe.

Besonders betonte der Heilige Vater die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Ausbildung nach dem Evangelium und der pastoralen Begeleitung einer „neuen Generation von Katholiken, die sich in der Politik engagieren". Deren Wirken solle mit ihrem Glauben übereinstimmen. Sie sollen „moralische Strenge, kulturelle Urteilsfähigkeit, professionelle Kompetenz und Leidenschaft für den Dienst am Gemeinwohl" mitbringen.

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