27 Oktober 2008, 07:33
Ein Jesus aus Schokolade
 
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Der Duisburger Frank Oynhausen will eine Jesusfigur aus Schokolade auf den Markt bringen und Jesus damit mehr in den Mittelpunkt rücken

Duisburg (kath.net/idea)
Bekommen die Weihnachtsmänner und Osterhasen aus Schokolade bald Konkurrenz? Der Duisburger Frank Oynhausen will demnächst den „Goldjesus“ – eine Jesusfigur aus Schokolade – auf den Markt bringen. Wie der Erfinder gegenüber idea sagte, wünsche er sich, dass mit dem neuen Produkt Jesus wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird – gerade an Weihnachten oder Ostern, aber auch an anderen Gelegenheiten.

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Seine Erfindung stellt er vom 24. bis 26. Oktober beim 1. Paderborner Schoko-Festival aus. Ältere Besucher seien hinsichtlich seiner Kreation zwar etwas zurückhaltend, besonders bei jungen Leuten käme der Schoko-Jesus aber gut an. Derzeit spricht er mit Schokoherstellern über die weitere Vermarktung der Idee. Gut möglich, dass die 100 Gramm schwere Figur bereits zum Osterfest in den Regalen steht.

In Paderborn ist der essbare Jesus zunächst ohne Bekleidung zu sehen: Ein bayerischer Hersteller von Schoko-Verpackungsfolie hatte nach einer ersten Zusage wegen moralisch-ethischer Bedenken einen Rückzieher gemacht. Die Idee sei ihm im letzten Jahr gekommen, als er bei einem Spaziergang mit einem Professor über die Bedeutung christlicher Werte sprach, sagte Oynhausen.

Öffentlich werde derzeit ein Verfall dieser Werte beklagt. Mit seinem neuen Produkt will er diesem etwas entgegen setzen. Er möchte, „dass die Menschen begreifen, dass Jesus nicht ein Gutmütiger im weißen Gewand war, sondern ein leidenschaftlicher und kämpferischer Mensch, der den einzelnen Menschen höher achtete als die Buchstaben des Gesetzes und Partei für Schwache und Unterdrückte ergriffen hat. Jesus war eine revolutionäre Person und zwar revolutionärer als irgendwer sonst im 20. Jahrhundert.“ Sollte seine Idee die Geschmäcker treffen, plant er schon eine Fortsetzung: Auch die zwölf Jünger würde er gerne als Schokoladenvariante auf den Markt bringen.

Foto: (c) idea/privat

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