17 Oktober 2008, 12:30
Auf der Stelle durch einen Kopfschuss umgebracht
 
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Islamistische Terroristen machen die Strassen der Metropole Mosul im Irak unsicher und kontrollieren die Identitätskarten von Passanten. Einige Christen wurden auf der Stelle durch einen Kopfschuss umgebracht

Irak (kath.net)
Christen zahlen gegenwärtig in der irakischen Stadt Mosul einen hohen Preis für Ihren Glauben. Islamistische Terroristen machen die Strassen der Metropole unsicher und kontrollieren die Identitätskarten von Passanten. Steht dort unter Religionszugehörigkeit "Christ", dann wird der Kartenbesitzer auf der Stelle durch einen Kopfschuss umgebracht. Dies berichtet "Open Doors" am Freitag. Vor fünf Jahren wohnten etwa 300'000 Christen in Mosul, vor einem Monat waren es nur noch 30'000.

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Allein in den letzten Wochen haben weitere 1'600 christliche Familien (rund 10'000 Personen) die Stadt verlassen. Es ist zu befürchten, dass auch der Rest der christlichen Minderheit fliehen wird, wenn diese brutale Gewalt gegen Christen nicht aufhört.

Mindestens elf der ermordeten Christen (alle männlich) sind Open Doors namentlich bekannt: Bashar Nafia, ermordet am 28. Sept.; Evan Enwiya Adam (15) am 4. Okt.. Er spielte mit seinen muslimischen Freunden. Die Mörder isolierten ihn von seinen Freunden und töteten ihn vor seinem Haus. Hazim Thoma Yousif, ermordet am 4. Okt. in seinem Textilladen; Ziyad Kamal, behindert und im Rollstuhl, ermordet am 7. Okt. in seinem Ersatzteilladen; Amjad Hadi Petros und sein Sohn Husam, am 7. Okt. ermordet. Husam war Bauarbeiter und wurde auf der Arbeit umgebracht. Khalid Jarjis, Apotheker, ebenfalls am 7. Okt. ermordet auf dem Weg zur Arbeit; Rayan Nafia, Fahrrad-Mechaniker, am 8. Okt.; Jalal Mousa, am 9. Okt. in der Nähe seines Hauses; und Wartkes Alton und sein Neffe Ara in ihrem Aufnahmestudio am 12. Okt.. Ara starb im Spital an seinen Verletzungen.

Einer der Kontakte in der Region Mosul schreibt: "Liebe Geschwister in Christus, diese E-Mail ist ein Gebetsaufruf für die Menschen im Irak, für die Stadt Mosul und für die dort noch lebenden Christen. In den vergangenen fünf Tagen wurden zwischen 25 und 40 Christen auf offener Strasse ermordet. Vorher wurden Menschen entführt, bedroht und mussten sich durch Lösegeldzahlung freikaufen, aber jetzt werden sie ohne Vorwarnung umgebracht. Die Regierung und die amerikanischen Streitkräfte haben nichts dagegen unternommen. Die Medien berichteten erst darüber, als christliche Flüchtlinge in umliegende Dörfer und Städte strömten. Aber auch dort kämpfen sie ums Überleben. Familien übernachten im Auto, bereit, jederzeit loszufahren. Überall herrscht Angst. Wir bitten dringend um eure Gebete".

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