20 August 2008, 10:56
Indien: ‚Pater Thomas ist ein Märtyrer‘
 
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Der brutale Mord zeigt ein wachsendes Klima der Missgunst gegen die Christen im Land, sagt der Erzbischof von Hyderabad.

New Delhi (kath.net) „Pater Thomas ist ein Märtyrer.“ Das sagte der indische Erzbischof von Hyderabad, Marampudi Joji, als er von der brutalen Ermordung des Karmelitenpaters Thomas Pandippallyil hörte, der in der Nacht auf Samstag schwer gefoltert, verwundet und getötet worden war. Das meldet AsiaNews.

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Auf seinem Motorrad war der Priester unterwegs in ein Dorf gewesen, wo er die Sonntagsmesse halten sollte, nachdem er mit den Schwestern des Lingapetta-Konvents in Burgida Eucharistie gefeiert hatte. Als man ihn fand, war er am ganzen Körper schwerst verwundet, die Augen waren ausgestochen.

„Die indische Kirche ist geschockt und in tiefer Trauer über diesen barbarischen Mord, - das Ergebnis eines wachsenden Klimas der Intoleranz und Gewalt gegen Christen in diesem Land“, sagte der Erzbischof, der die katholische Gemeinde nahe des Tatortes sofort besucht hat. Er beschreibt die Menschen als „traumatisiert“.

Den Vorwurf, Christen würden Proselytismus betreiben und andere zur Konversion zwingen, lässt er nicht gelten: Es gebe nur fünf katholische Familien in dem Pfarrgebiet, wo der 38-jährige Pater ermordet worden ist.

Das Verbrechen gebe die Atmosphäre des „Neides auf die katholische Kirche“ wieder, deren einziges Vergehen sei, den Menschen der unterentwickelten ländlichen Regionen zu helfen und jenen, die „Opfer von Gewalt und Unterdrückung“ sind, erklärt Erzbischof Joji. „Priester und Ordensfrauen waren über Jahrzehnte im Dienst der Unglücklichsten in Indien, und das macht sie zu Angriffszielen böser Kräfte, die nicht wollen, dass die Ausgegrenzten und Verarmten gestärkt werden.“

„Pater Thomas hat sein Leben für die Armen und Ausgegrenzten gegeben", betont der Ezbischof. "Aber er ist nicht umsonst gestorben. Sein Leib und sein Blut bereichern die Kirche in Indien, vor allem die Kirche in Andhra Pradesh.“

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