13 August 2008, 09:27
‚Ich bereue es keinen Moment‘
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
Eine 16-jährige Britin wurde nach einer brutalen Vergewaltigung schwanger. "Praktisch jeder" riet ihr zur Abtreibung. Elizabeth aber bekam ihre Tochter.

London (kath.net)
„Jedes Mal, wenn ich Phoebe anschaue, weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich wollte nie das Leben meines Babys beenden nur auf Grund dessen, wie sie entstanden ist“, sagte sie der Daily Mail vergangenes Wochenende, wie LifeSiteNews.com berichtet.

„Dass Phoebe überhaupt lebt, ist fast unglaublich“, erzählt die heute 19-Jährige, die regelmäßig in die Kirche geht, von dem Druck, unter dem sie damals gestanden hat. Einzig ihre Mutter Sarah habe damals eine Alternative zur Abtreibung vorgeschlagen.

Werbung
syrien2


„Jeder, außer Mum, dachte, ich sollte abtreiben. Mein Vater hat sogar einen Termin in der Klinik vereinbart, und sie haben mir einen kleinen Klecks am Bildschirm gezeigt, ich nehme an, um mich zu überzeugen, dass das nur eine Zellmasse sei und die ganze Sache schnell vorbei sein würde.“

Keine ihre Schulfreundinnen habe sie verstanden, dass jemand in ihrem Alter lieber ein Baby als eine Abtreibung wollte. Und die wenigen, denen sie von der Vergewaltigung erzählte, waren „sogar noch entsetzter. Aber ich tat es. Und ich bereue es keinen Moment.“

Mutter Sarah (53) spricht mit Freude von einer „starken Verbindung“ zwischen ihr und ihrer Enkelin, die schon vor der Geburt begonnen habe. „Sie sieht aus wie ich in ihrem Alter, und ich habe das starke Gefühl, dass sie dazu gedacht war, Teil unserer Familie zu werden.“

Die Familie war gegen Elizabeths Entscheidung, die Leute im Dorf zeigten sogar offen ihre Verachtung. Trotzdem sei es „überraschend leicht“ gewesen, während der Schwangerschaft ihre ungeborene Tochter zu lieben. „Während der schrecklichen Situation hat mich das Wissen, Mutter zu werden, nach vorne schauen und mich auf etwas anderes konzentrieren lassen. Ich denke, ich habe versucht, über das Geschehene hinaus zu sehen, auf das Leben, das geschaffen wurde.“

Die meisten Staaten erlauben die Abtreibung nach einer Vergewaltigung. US-Dozent Scott Klusendorf gibt zu bedenken: „Wie soll eine zivilisierte Gesellschaft unschuldige Menschen behandeln, die sie an ein schmerzvolles Ereignis erinnern? Dürfen wir sie töten, damit wir uns besser fühlen? Oder anders: Gibt es irgendeinen anderen Fall, wo jemand ein Opfer wurde und dann einfach eine andere völlig unschuldige Person zum Opfer machen darf?“

Rebecca Kiessling aus Michigan entstand aus einer Vergewaltigung. Als sie sich mit dem Thema Abtreibung befasste und die Argumente hörte, fühlte sie sich persönlich verurteilt: „Als ob ich die Stimmen all derer gehört hätte, die sagen – in sehr verständnisvollem Ton –: 'Naja, außer bei Vergewaltigung…' oder mit Überzeugung: 'Besonders bei Vergewaltigung!' All diese Leute kennen mich nicht, aber beurteilen mein Leben, und verwerfen es ganz schnell, nur aufgrund dessen, wie ich entstanden bin. Ich hatte das Gefühl, ich müsste nun meine eigene Existenz rechtfertigen.“

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

"Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu missbrauchen!" (157)

AfD-Abgeordneter auf offener Straße zusammengetreten (95)

Kardinal Marx gegen Begriff "christliches Abendland" (58)

Europäischer Gerichtshof zum deutschen „Homeschooling“-Verbot (44)

Nackte 'Pieta' und Lesbenbild im Pfarrhof des Wiener Stephansdoms (34)

Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“ (31)

Ex-Vatikandiplomat fordert McCarrick zu öffentlicher Reue auf (27)

Strebt die Mehrheit der deutschen Diakone ein Schisma an? (27)

Kardinal Wuerl wusste seit 2004 von Missbrauchsfällen durch McCarrick (25)

Geld regiert die Kirchenwelt (22)

'Wir haben keine Meinungsfreiheit in Deutschland!' (20)

Marx verleugnet zum wiederholten Mal das Christentum (19)

Polen: 38 Prozent der Katholiken nehmen an Sonntagmesse teil (18)

Päpstliche Visitation der Diözese Gurk-Klagenfurt wird ausgeweitet (17)

Überfall auf Wiener Kirche: Immer mehr spricht für Racheakt (16)