13 Juni 2008, 08:23
Haben katholisch geprägte Länder die besseren Fußballer?
 
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Fußball-EM: Katholisch geprägte Länder in der Mehrheit - Schweden ist die einzige protestantische Hochburg im Feld der 16 Mannschaften

Wien (kath.net)
Haben katholisch geprägte Länder die besseren Fußballer? Diesen Eindruck legt ein Blick auf das Teilnehmerfeld der Endrunde der Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich nahe. In sieben der 16 teilnehmenden Länder sind Katholiken klar in der Mehrheit: in Polen (95 Prozent der Bevölkerung), Spanien (92 Prozent), Italien (90 Prozent), Portugal (90 Prozent), Kroatien (77 Prozent), Österreich (69 Prozent) und Frankreich (51 Prozent). Ihnen steht nur eine protestantische Hochburg gegenüber: Schweden. Von den 8,8 Millionen Einwohnern des nordeuropäischen Landes sind 80 Prozent Lutheraner. Im Gastgeberland Schweiz, dessen Nationalmannschaft als erste ausgeschieden ist, in Deutschland und den Niederlanden ist der Anteil der Katholiken inzwischen höher als der der Protestanten.

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In der Heimat der Reformatoren Ulrich Zwingli (1484-1531) und Johannes Calvin (1509-1564) sind 42 Prozent der Bevölkerung katholisch und 33 Prozent evangelisch-reformiert. 4,4 Prozent der Einwohner gehören Freikirchen an. Zu der Entwicklung haben katholische Zuwanderer aus Italien, Spanien, Portugal und Kroatien maßgeblich beigetragen.

Im Land der Reformation Martin Luthers (1483-1546) bilden die Konfessionslosen inzwischen die stärkste Gruppe mit rund 33 Prozent, gefolgt von Katholiken (31,2 Prozent) und den Mitgliedern der Landeskirchen (30,5 Prozent). Noch deutlicher sind die Abstände in den Niederlanden: Hier sind 38 Prozent der Bevölkerung konfessionslos, 33 Prozent Katholiken und 21 Prozent Protestanten.

Tschechien: Christen klar in der Minderheit

Das am stärksten entkirchlichte Teilnehmerland der EM ist Tschechien. Hier bezeichnen sich nur 32 Prozent der 10,2 Millionen Einwohner als christlich. Die mit Abstand größte Kirche ist die römisch-katholische mit 2,7 Millionen Mitgliedern (26,5 Prozent der Bevölkerung). Orthodox geprägt sind Griechenland (98 Prozent), Rumänien (80 Prozent) und traditionell auch Russland, wo die russisch-orthodoxe Kirche mit 35 Millionen Mitgliedern mit Abstand die größte ist.

Das einzige islamisch dominierte Land bei der EM ist die Türkei, wo von den 72 Millionen Einwohnern 98 Prozent Muslime sind. Die etwa 120.000 Christen haben angesichts vieler Benachteiligungen einen schweren Stand. In Europa leben 224,5 Millionen Katholiken, 57,8 Millionen Protestanten, 39 Millionen Orthodoxe, 15,7 Millionen Moslems und 1,6 Millionen Juden.







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