16 Mai 2008, 07:08
Albert Einstein war gar nicht so religiös
 
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Ein wenig bekannter Brief zeigt kritische Einstellung zur Bibel

Berlin (kath.net/idea)
Der jüdische Physiker Albert Einstein (1879-1955) stand der biblischen Gottesvorstellung sehr kritisch gegenüber. Das geht aus einem wenig bekannten Brief hervor, den der Nobelpreisträger ein Jahr vor seinem Tod an den jüdischen Religionsphilosophen Erich Gutkind (1877-1965) schrieb. Der Brief, der sich seit über 50 Jahren in Privatbesitz befindet, soll demnächst in London versteigert werden. Nach Angaben des Auktionshauses sind Einsteins Formulierungen so eindeutig, dass sie alle Spekulationen um eine mögliche Religiosität ein für allemal beenden. Der Erfinder der Relativitätstheorie distanziere sich unmissverständlich von der biblischen Vorstellung eines persönlichen Gottes.

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„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden“, heißt es in dem Brief, aus dem die Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ Auszüge veröffentlichte. Laut Einstein könne keine noch so feinsinnige Auslegung etwas daran ändern, dass der Glaube an einen persönlichen Gott nur „kindlicher Aberglaube“ sei. Auch über das Judentum äußere sich Einstein negativ: „Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Inkarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gern gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Qualität als alle anderen Völker.

So weit meine Erfahrung reicht, ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppierungen, wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Ansonsten kann ich nichts ,Auserwähltes’ an ihm wahrnehmen.“ So zitiert der Tagesspiegel aus Einsteins Brief. Bisher galt Einstein als religiös. Als Beleg dienten eine Bemerkung vom Dezember 1926, wonach „der Alte nicht würfelt“, sowie der Ausspruch: „Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht!“

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