13 März 2008, 07:55
'Gefährlichster Ort in Österreich ist die Gebärmutter'
 
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FPÖ-Abgeordneter Klement: Mehr Tote durch Abtreibung zu beklagen als durch die gesamten Kriegshandlungen des Zweiten Weltkrieges - FPÖ-Bildungssprecher kritisiert linke Familienpolitik: "Ich bin verheiratet und habe alle drei Kinder mit derselben Frau"

Wien (www.kath.net)
Der FPÖ-Abgeordnete Karlheinz Klement hat am Dienstag bei der Nationalratsitzung im österreichischen Parlament klare Worte zur Abtreibung gefunden. Klement sagte bei einer Diskussion wörtlich: "Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir mehr Tote durch Abtreibung beklagen müssen als durch die gesamten Kriegshandlungen des Zweiten Weltkrieges". Außerdem meinte er, dass die Lebensrechtsbefürworter, die davon sprechen, dass der gefährlichste Ort in Österreich die Gebärmutter ist, leider auch recht haben, weil die Überlebensrate in einer Gebärmutter bei 50 Prozent liege. Die SPÖ-Abgeordnete Melitta Trunk bezeichnete diese Aussagen als "unfassbare verbale Entgleisung" und behauptet, dass diese Aussagen "einen direkten inhaltlichen Vergleich zu den Taten des Nationalsozialismus herstellen".

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Die FPÖ selbst übte am Dienstag im Parlament Kritik am Familienbild der Linken. FPÖ-Bildungssprecher Martin Graf kritisierte die falsche Familienpolitik mit Quotenzwang. Er selbst leide an den zur Diskussion gestellten Rollenklischees, betonte Graf zu Beginn seiner Rede zur heutigen Aktuellen Stunde. "Ich bin verheiratet und habe drei Kinder und alle mit derselben Frau. Als Mammut", betonte er in Richtung seiner Vorrednerin Eva Glawischnig, "sehe ich mich deshalb aber nicht."

Es komme auf die Familie an, führte Graf weiter aus. Dieses Wort aber werde kaum mehr ausgesprochen. Es gehe in der Debatte nur um Väter und Mütter, nicht aber um die Gemeinschaft. Genau hier aber müsse angesetzt werden, so Graf. "Nur wer den Familien ein Einkommen gibt, mit dem sie auskommen, unterstützt sie." Die finanzielle Absicherung sei notwendig, um sich Kinder leisten zu können.







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