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28 Januar 2008, 13:17
Englands neue Heldin: Lorraine Allard

Eine 33-jährige Britin lehnte während der Schwangerschaft zu ihrem vierten Kind eine Chemotherapie ab, um das Leben des Kindes zu retten - Am 18. November 2007 wurde Liam geboren, genau zwei Monate später, am 18. Januar 2008, starb die Mutter
London (www.kath.net)
Englands neue Heldin heißt Lorraine Allard und darf wohl in einem Atemzug mit der heiligen Gianna Beretta Molla genannt werden. 2007 wurde die 33-jährige Lorraine Allard schwanger.

Im vierten Schwangerschaftsmonat erfuhr sie, dass sie an Leberkrebs litt. Die Ärzte stellten sie vor die Wahl: Abtreibung und sofortiger Beginn einer Chemotherapie oder Verzicht auf die Chemotherapie bis zur Geburt des Kindes.

Lorraine entschied sich für eine Frühgeburt durch einen Kaiserschnitt. "Wenn ich sterben muss, dann soll mein Baby leben", sagte sie ihrem Ehemann laut einem Bericht von "FoxNews".

Das Baby Liam kam am 18. November 2007 auf die Welt, unmittelbar danach begann die Behandlung. Allerdings war klar, dass es inzwischen zu spät war.

Genau zwei Monate nach der Geburt von Liam starb die Mutter. Sie hinterlässt neben dem neugeborenen Liam ihre drei Töchter Leah, Amy und Courtney. Ihr Ehemann Martyn Allard sagte gegenüber britischen Medien: "Lorraine war trotz der Schmerzen auch am Ende sehr positiv eingestellt. Sie hatte die Stärke für uns alle. Ich kann nicht genau beschreiben, wie mutig sie war. Am Ende, als wir alle wussten, dass die Behandlung nicht gut verlief, war sie noch immer voller Freude, dass sie Liam das Leben schenken konnte."

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Foto: (c) kath.net/Archiv