03 Januar 2008, 13:18
Abtreibungen verzögern die Ankunft des Messias
 
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Das Chefrabbinat in Jerusalem veröffentlichte am 24. Dezember ein Schreiben, in der auf eine jüdische Legende verwiesen wird: Der Messias kommt erst dann, wenn alle jüdischen Kinder, die geboren werden sollten, auch wirklich das Licht der Welt erblicken

Jerusalem (www.kath.net)
Das Chefrabbinat in Jerusalem hat am 24. Dezember in einer Entscheidung festgestellt, dass Abtreibung eine "schwere Sünde" ist und dass Abtreibung die Ankunft des Messias verzögert. Das Rabbinat gab auch bekannt, dass man ein Spezial-Komitee einrichten werde, dass sich bemühen soll, die Zahl der Abtreibungen in Israel zu reduzieren. Dies wird von Chefrabbiner Shlomo Amar und Yona Metzger unterstützt. In Israel werden jedes Jahr etwa 50.000 Abtreibungen durchgeführt. "Die meisten dieser Abtreibung sind nicht notwendig und gemäß der Halacha (= gesetzlichen Teils der Überlieferung des Judentums) strikt verboten, weil diese ausgeführt werden, obwohl keine Gefahr für das Leben der Mutter besteht", schreiben die Rabbiner in ihrer Entscheidung.

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Das Rabbinat stützt sich in seiner Aussage, dass Abtreibungen die Ankunft des Messias verzögern, auf eine jüdische Legende, in der erzählt wird, dass der Messias solange nicht kommen werde, solange nicht alle Kinder, die jüdischen Müttern "geboren werden", auch wirklich auf die Welt kommen. Die Rabbiner verweisen auch auf Genesis 9,6 "Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht" und betonen damit auch die Würde des ungeborenen Menschen. Gemäß der Misnah, der mündlichen Überlieferung der Schriften, ist Abtreibung im Judentum nur dann erlaubt, wenn Gefahr für das Leben der Mutter besteht.

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