18 November 2007, 14:18
Er sah aus wie Don Camillo
 
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Ein Missbrauchsopfer erzählt seine Geschichte und singt trotzdem ein hohes Lied auf den Zölibat. Ein Essay des Vatikan-Magazins.

Rom (www.kath.net)
Es hätte eine Anklage werden können. Aber es wurde eine Liebeserklärung. Ein Missbrauchsopfer berichtet. Und macht sich Gedanken über das sinkende Ansehen des Priesterberufs, der einst hoch geachtet war. Auch den Vatikan beschäftigt jetzt ein Skandal, in dem es um sexuelle Verfehlungen von Klerikern geht. Die ganze Weltkirche leidet unter diesem Phänomen. Unser Autor berichtet von einem Fall, dem seinigen. Seine Anklage ist hart – aber sein Fazit ist klar: Ein hohes Lied des Zölibats.

Er sah aus wie Don Camillo , manchmal auch wie Pius XII. Die Leute mochten ihn; sie gingen für ihn durchs Feuer. Ein Pfarrer, ein Geistlicher, ein Priester zu sein – das war einmal der angesehenste Beruf der Welt. Längst ist der Pfarrer im Mittelfeld der Rankings versackt.

Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Hochschullehrer haben ihn an Ansehen überholt. Es liegt nicht an übler Nachrede, nicht Überforderung, nicht an schlechter Ausbildung und schon gar nicht der viel gescholtenen Säkularisierung.

Es liegt an Nachrichten aus Wien, St. Pölten, Boston, St. Louis, Regensburg und neuerdings wieder Rom, die das Wort Priester zu einem Synonym der Schande gemacht haben. Die ehemals hohe Reputation der Gottesmänner wurde auf eine skandalöse Weise verspielt.

Vor vierzehn Tagen verließ ich mit einem jungen Familienvater den Gottesdienst; er raunte mir zu: „Gott sei Dank sind meine Kinder keine Ministranten, bevor sie so einem in die Finger fallen.“

So weit ist es gekommen mit den Priestern. Man verachtet sie, verdächtigt sie, meidet sie, warnt vor ihnen – und manchmal leider zu Recht. Dennoch weigere ich mich, in den Chor derer einzustimmen, die immer lauter rufen: „Hört doch endlich auf. Lasst es mit dem Zölibat. Es ist doch mit Händen zu greifen, wohin das führt!“

Ich habe ganz andere Gedanken: Ich glaube nicht, dass es sich die Kirche leisten kann, auf die Lebensform Jesu zu verzichten. Ich halte es für puren Unglauben zu behaupten, Jesu Einladung in die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen sei nur mal so eine Idee, deren reale Durchführbarkeit modernen Menschen praktisch, sexualtechnisch und überhaupt nicht zugemutet werden könne.

Ich hätte Angst vor einer Kirche, in der Funktionäre die Priester ersetzen, in der diplomierte Gottesspezialisten mit tariflicher Absicherung am Altar stehen, einer Kirche, deren zentrale Protagonisten nur noch auf Wissen und nicht mehr auf Hingabe abgecheckt wurden.

Mir schaudert vor einer Kirche, die, statt auf Apostel, auf Beamte gebaut ist. Und ich sage das auch in Hinsicht auf die ökumenischen Implikationen einer solchen Aussage, weil es glücklicherweise einen Dietrich Bonhoeffer und andere gab und gibt. Ich habe Verbrecher im Priesterrock erlebt, aber auch die bedeutendsten, verehrungswürdigsten und größten Menschen, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe.

Ich halte dafür, dass das eine vom anderen unterschieden werden kann. Obwohl ich eine sehr eigene Geschichte habe, ziehe ich heute – es war nicht immer so – den Hut vor Männern, die aus freien Stücken und Liebe zu Gott Priester werden. Jetzt noch, in dieser Stunde der Kirche! Sie wählen, um es mit Charles de Foucauld zu sagen, den „letzten Platz“. Sie ziehen, wie einst Mutter Teresa, das Kleid der Toilettenputzerinnen an. Sie begeben sich zu den Verachtetsten der Verachteten.

Der Beruf des Priesters stinkt. Ihn trotzdem wählen? Ja, denn das ist eine der Paradoxien der Erlösung, denen die Gnosis nie Verständnis entgegenbrachte: Gott selbst hat sich mit dem Gestank der Sünde identifiziert.

In seiner Passion ging er an den Ort, an dem ihn sein eigener Vater nicht mehr anschauen mochte. Heute Priester werden, das ist ein Weg in die Passion. Unfassbar – es gibt junge Leute, die sagen Ja dazu! Das finde ich großartig. Hoffentlich schenkt uns Gott viele solcher moderner Helden.

Und hoffentlich, hoffentlich werden all diejenigen abgeschreckt und vertrieben, die vor Jahren aus welchen Gründen auch immer ins Priesteramt gekommen sind und zurzeit die Kirche von innen heraus zerstören. Es ist so viel Unglaubliches passiert.

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Fast möchte man sagen: Wir können nur noch Heilige gebrauchen! Nun, wo die Dinge Gott sei Dank nicht mehr unter dem Teppich bleiben, kommen sie wieder aus den Löchern, die wackeren Streiter eines besseren Christentums. Der Zölibat ist ein alter Zopf, sagen die Ewigmodernen; er ist ein einziger Krampf, sagen die Pragmatiker; er ist ein Residuum der Weltflucht, sagen die Historiker; er ist ein typischer Beweis für katholischen Hass auf die Lust, sagen die Hedonisten; er ist eine krankmachende, perverse, unerfüllbare Forderung, sagen die Psychologen; es ist ohnehin alles egal, sagen die Postmodernen; er ist die scheußliche Fratze der Männerherrschaft, sagen die Feministinnen.

Bevor die Gendermainstreamer den Zölibat noch als eigenes Geschlecht definieren, sollten wir die Sache stoppen. Oh, es ist nicht zu bestreiten, dass all die Kritiker Recht haben. Der Zölibat ist kompletter Irrsinn. Allerdings nur für zehn, vielleicht zwanzig Prozent der derzeitigen Priester.

Für den Rest ist es das, was er für gute Priester immer war: Liebe und der Weg zu Gott. Dass zehn bis zwanzig Prozent der Priester nämlich keine Priester sind, obwohl sie so tun, sich so kleiden, ihre Gehälter empfangen und ihre Würdigungen kassieren, merkt man langsam – und zwar nicht nur in Wien, St. Pölten, Boston, St. Louis, Regensburg und Rom.

Man spürt es in den Gemeinden, wo die Seele überkocht, weil es viel zu viele Kleriker gibt, die Wasser predigen und Wein trinken, Priester, die eine oder mehrere erotische Beziehung laufen haben, Geistliche, die in bürgerlichem Wohlleben ersaufen, Pfarrer, die ihren Passionen nachgehen und Gott einen guten Mann sein lassen. „Wenn das die Leute wüssten“, hörte ich letzthin einen Priester (einen von den wirklichen) sagen.

Keine Sorge, sie wissen es!

Die Leute sind doch nicht blöd; sie wissen beispielsweise längst, dass ein überproportional hoher Anteil an Priestern homosexuell ist und der Kreuzgang einiger Priesterseminare eher einem Kontakthof als einem geweihten Ort ähnelt.

Zwischenstopp: Mir geht es nicht darum, Schwulenhatz zu betreiben. Ich verurteile niemanden mit homosexuellen Neigungen. Ich bin mit homosexuellen Menschen befreundet. Und ja – ich kenne auch Priester, die homosexuell empfinden, keinen Hehl daraus machen und einfach hinreißend sind, weil sie eine tiefe, echte Berufung von Gott her empfangen haben und sie in eheloser Keuschheit leben.

Wo immer der auffällige Überhang homosexueller Männer im Priesteramt herkommen mag – einige sprechen gar von dreißig bis fünfzig Prozent, Genaues weiß niemand –, so ganz bestimmt nicht aus den unerforschlichen Ratschlüssen Gottes.

Man müsste einen Namen für die finden, die keine Berufung haben, keine Liebe zu Gott und kein Interesse an Kirche, die bloß Unterschlupf, Auskommen und bürgerliche Fassade im geistlichen Amt finden.

Sollte man sie „Okkupanten“ nennen – diese fünfte Kolonne Gottes? Wenn Eltern heute Angst haben, ihr Sohn könnte Priester werden, sollten Kleriker jedenfalls sehr vorsichtig sein, ihnen mangelnde Frömmigkeit zu unterstellen. Denn es hat sich ja herumgesprochen, dass es sich auch bei Gays herumgesprochen hat, welch ein Zugewinn an Sozialprestige und bürgerlichem Status mit dem Priesteramt verbunden ist.

Werde Priester – und du hast ein sorgenfreies, angesehenes Leben! Du kannst Mann unter lauter Männern sein. Du sitzt am Joystick der Gemeinde. Du musst dir von keiner Frau etwas sagen lassen. Keiner fragt dich, warum du keine Frau hast und warum dich die Welt der Frauen nicht im Geringsten und ihre Meinung schon gar nicht interessiert.

Wenn Frauen sich daher heute über die Männerkirche empören, sind es nicht immer verhornte Feministinnen. Es sind Prophetinnen unter ihnen, die mit göttlichem Recht reden, weil sie den Machismo, die Anmaßung und die Aggressivität einer schwul timbrierten Klerikerkirche nicht mehr ertragen.

Es mag gute theologische Gründe dafür geben, das Amt der Repräsentation Christi Männern vorzubehalten, ja es könnte dies ein großes, prophetisches Zeichen des Widerstands gegen die postmoderne Dekonstruktion und Egalisierung der Geschlechter sein. Aber die differenzierte theologische Zuweisung eines bestimmten Dienstes an ein Geschlecht, nämlich das männliche, gleitet in schlimmsten Obskurantismus ab, wenn man nicht im selben Atemzug das andere Geschlecht, die Frauen, nach vorne und zwar ganz nach vorne in die Kirche holt – wo sie übrigens schon einmal waren, am Ostermorgen, als Petrus und die anderen Männer noch schliefen.

Eine Frauen verachtende Männerkirche ist die Kirche Satans, nicht die Kirche Jesu Christi. Die Liebe rettet die Kirche, nicht das Amt. Näheres bei Hans Urs von Balthasar – oder gleich bei Hildegard von Bingen, Katharina von Siena, Teresa von Avila, Therese von Lisieux, Teresa von Kalkutta.

Wir Männer humpeln immer nur hinterher, wo den Frauen oft schon längst die Lichter aufgegangen sind. Unter den zehn bis zwanzig Prozent Priesterdarstellern sind es nicht nur die parasitären Homosexuellen-Netzwerke, die den Stand untergraben und ihn zum Letzten machen.

Es sind auch die schmierigen Gesellen, die ihre Finger nicht einmal in der Sakristei bei sich behalten können; es sind die Alkoholiker, die Internet-Junkies, die Vielfraße, die kaum überspielen können, dass sie für alles eine Berufung haben, bloß nicht für das Priesteramt. Wo kommen sie bloß her, all diese unglücklichen, maskenhaften, verzweifelten Figuren, die der Gemeinde Christi das Evangelium der Freude verkündigen sollen?

Irgendjemand hat sie wohl eingefangen und in die Kutte gesteckt. Aber aus dem Priesterkragen schaut kein frohes Gesicht, nicht selten freilich Geilheit und Überdruss. Ja, wo kommen sie her? Ich habe meine Meinung dazu: Es ist nicht nur in St. Pölten der Wahnsinn gewesen, der sich da fortzeugte.

Krumme Priestergestalten „machen“ krumme Priester. Immer und überall. Aus dem Folgenden wird man sehen, warum mir keine Spezies Kleriker mehr Bauchgrimmen bereitet, als jene gut bekannten Ministrantenkönige und „Priestermacher“, die sich noch immer in der Kirche tummeln – virile Gesellen, die kleine Jungs keilen, als wäre das Priesteramt eine Art göttliche Burschenschaft, in die hinein es nur ausgesuchte dreadnoughts schaffen, niemals aber Weicheier.

Mir geht das Messer in der Tasche auf, wenn ich sehe, wie kleine Jungs zum Priesteramt gedrückt, geschoben, hingeschwätzt und hingetätschelt werden.

Ich halte das aus guten (sehr persönlich hinterfütterten) Gründen für ein Verbrechen. Dabei weiß ich sehr wohl, dass es Berufungen in jungen, ja jüngsten Jahren gibt, die man erkennen, fördern und unterstützen muss. Therese von Lisieux vor Papst Leo XIII. ist das schönste Beispiel.

Bloß gibt es keine via directa aus dem Domchor ins Domkapitel, so gerne es der Bischof und seine Haushälterin auch sähen. Der Weg vom Domchor ins Domkapitel, so er sich denn wirklich ereignet, geht einmal um die ganze Welt. Er hat eine analoge Wahrscheinlichkeit wie der Weg aus dem Robinson-Club ins Kloster.

Jede echte Berufung ist ein Staunen erregendes Wunder, das man begleiten, entdecken, aber niemals machen kann. Es gibt keinen Weg zum Priestertum als letzte persönliche Freiheit. Der Zölibat ist Freiheit und Liebe oder er ist widerlicher Dreck, der die Menschen zerstört und obendrein die Kirche kaputtmacht.

Eine Priesterberufung ist eine Liebesgeschichte mit Gott, in der es wie in jeder echten Liebesgeschichte um alles oder nichts geht. Es ist wie beim Werben um eine schöne, kluge Frau, die dir zwei Dinge signalisiert: 1. Du kannst mich haben; 2. Es kostet dich dein Leben.

Das muss man wollen, muss es in letzter Freiheit wollen, weil man total hingerissen ist und nicht anders kann. Liebe ist immer ein radikales Sichverschenken. Ein Priester muss leuchten und glühen vor Hingabe an Gott.

Wenn das nicht in ihm ist, soll er/darf er/ kann er gar nicht erst anfangen. Wie konnten Kirchenstrategen auf die Idee verfallen, dieses Amt als Beruf zu verkaufen, mit tollen Aufstiegsmöglichkeiten, freilich einigen unschönen, aber marginalen Einstellungsbedingungen: keine Weiber, sonst aber alles?

Nach dieser Vorrede will ich nun meine Geschichte erzählen. Ich erzähle sie nicht, weil ich selbst auf die Idee gekommen wäre, sie jemals anderen Menschen mitzuteilen als jenen, denen ich durch Freundschaft oder über das Sakrament der Beichte verbunden bin.

Ich erzähle sie, weil ich von Priestern gebeten wurde, sie zu erzählen, sie jetzt zu erzählen. Es ist eine Geschichte von sexuellem Missbrauch durch einen Priester. Ich war das Opfer. Vor zwanzig Jahren hätte man mir ebenso gut prophezeien können, dass ich eines Tages den Fortsetzungsband zur Kriminalgeschichte des Christentums schreiben würde. Ich weiß nicht, wem im Himmel oder auf der Erde ich es verdanke, dass ich heute eher eine Liebesgeschichte des Christentums schreiben könnte.

Vielleicht ist es ein Wunder. Wunder gibt es ja in der Kirche, manchmal die kuriosesten. Mein Name tut nichts zur Sache. Ich erzähle meine Geschichte anonym, weil ich das Andenken meiner Eltern nicht beflecken möchte. Die Namen der Orte und Personen sind erfunden. Die Zeit stimmt. Für meinen Missbraucher – wahrscheinlich ist er tot; ich finde ihn im Namensverzeichnis der fraglichen Diözese nicht mehr – bete ich häufig.

Ich habe ihm verziehen und hoffe auf Gottes Barmherzigkeit. Er war ein Verbrecher, aber er war auch ein Opfer. In seinem komplexen Psychogramm sehe ich das Fratzenhafte der Gier, aber ich sehe auch Züge von Großzügigkeit, Hingabe und Mut.

Die Geschichte spielt zu Beginn der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in einer Kleinstadt in der Mitte Deutschlands. Eines Tages gab mich meine Mutter an den Pforten des Pfarrhauses ab. Ich mochte damals 15 oder 16 Jahre alt gewesen sein, ein aufgeschossener Schlacks, kaum richtig in der Pubertät, ein im Grunde braver, wenig selbstsicherer Junge.

Meine Lage war nicht rosig. Schulisch war ich mehr oder weniger gescheitert. Zuhause lebte ich in einem ins Gewalttätige ausufernden Dauerkonflikt mit meinem Vater, der sich wohl unbewusst daran rächte, dass meine Mutter ihr ältestes Kind mehr liebte als ihren Mann.

Der Stadtpfarrer kannte den Konflikt und bot meiner Mutter an, mich, einen seiner Oberministranten, im Pfarrhaus wohnen zu lassen. Überglücklich willigte ich in dieses Arrangement ein. Meine Mutter ahnte nicht, dass sie mich an der Pforte der Hölle abgab.

Der Mann, der mein Schicksal wurde, war vom Phänotyp her kein Dunkelmann. Wer ihn nicht näher kannte, musste ihn für eine strahlende Gestalt halten. Nach einem mittelmäßigen, frömmlerischen Priester, der keinerlei Eros hatte, kam er – ein moderner Mann mit Managementqualitäten, ein „Herr“ mit Charme, Witz und Manieren.

Er schaffte es innerhalb weniger Jahre, die Jugend und die Frauengemeinschaft zu begeistern, die Kirche zu renovieren, ein prächtiges Gemeindehaus zu bauen, eine Orgel anzuschaffen, ein Orchester zu gründen. Er war groß gewachsen, hatte eine stark männliche Ausstrahlung und eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Frauen.

Meine Mutter war ihm in einer schwärmerischen Liebe ergeben, die ganz gewiss das Maß an Liebe überstieg, das sie meinem schwierigen Vater nach bitteren Ehejahren noch geben mochte.

Des Pfarrers Metier war die Liturgie. Ich glaube, es gab in der ganzen Diözese keine prächtigeren Gottesdienste als in M. An den Festtagen zogen dreißig und mehr Ministranten ein, mit Fahnen, einem Heer von Kerzenträgern, umweht von wahren Weihrauchorgien.

Die „Choreographie“ stimmte bis aufs I-Tüpfelchen, und wehe der Organist oder der Chorleiter hatten einen blackout – dann lernten sie die cholerische Seite des Stadtpfarrers kennen.

Und hier beginnt es mit den dunklen Seiten des Mannes: Alle, die in seiner Nähe lebten, zitterten vor ihm; sie fürchten seine Unbeherrschtheit, seine Rasereien, seine Ausfälligkeiten. Aus der Ferne mochte er strahlen, bei Licht besehen war er ein Despot.

Ich bezog ein Zimmer in einem kultivierten Haus. Ich kam aus der Armut und den bedrückenden Verhältnissen eines Arbeiterhaushalts und fand mich wieder in einem Ambiente aus schönen Möbeln, neuesten Büchern, erlesenen Weinen.

Ich lernte mit der Serviette essen, Konversation zu führen und nach der Haushälterin zu winken. Es war wie im Traum. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Der Despot war überaus nett zu mir und ich wusste nicht, womit ich es verdient hatte. Er kleidet mich von Kopf bis Fuß neu ein, überhäufte mich mit Geschenken, ließ mich an seinen Überlegungen teilhaben, lud mich am Abend ein, das Stundengebet mit ihm zu sprechen.

Ich ging aufrecht und wie mit Flügeln. Ich fühlte mich erhoben, wie von einer Aura der Großzügigkeit umgeben. Ob ich mir nicht vorstellen könne, Priester zu werden? Priester? Du meine Güte – ich war gerade von der Schule geflogen. Mein Ego passte in eine Westentasche. Wie groß der Mann von mir dachte! Für einen Moment meinte ich, endlich der geliebte, angenommene, respektierte Sohn zu sein, der ich bei meinem leiblichen, gewalttätigen Vater nicht sein durfte.

Ich wusste nicht, dass es der letzte glückliche Moment meiner Jugend sein sollte. Das Einzige, was mir ein eher unbewusstes Unbehagen verursachte, waren die körperlichen Annäherungen des Priesters. Warum musste er bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Arm um mich legen? Warum musste man sich am Abend mit einer Umarmung verabschieden?

Es war unangenehm, mehr jedoch nicht. Es wäre mir auch unangenehm gewesen, wenn mein eigener Vater mich in den Arm genommen hätte. Eines Sommerabends, nicht lange nach meinem Einzug, ereignete sich das Vorkommnis, nach dem in meinem Leben nichts mehr war wie vorher. Der Pfarrer und ich hatten körperlich gearbeitet. Vielleicht hatten wir irgendwelche Kisten nach oben unters Dach geschleppt.

Jedenfalls saßen wir beide müde und schwitzend nebeneinander auf dem Bett meines Zimmers, das sich ebenfalls unterm Dachgeschoss befand. Ich weiß noch, dass wir beide Bierflaschen in Händen hielt, solche mit Bügelverschluss. Wir tranken, lachten, bis die Stimmung plötzlich überkippte – in etwas, das mir Angst machte: eine Art von Schmusigkeit und körperlichem Nähesuchen.

Das Bett war eindeutig der falsche Platz zum Ausruhen. Mir stellten sich die Nackenhaare auf. Was machte der Mann mit seiner Hand, die über meine Oberschenkel nach oben glitt? Ich presste die Beine zusammen, klammerte mich an meine Bierflasche, versuchte, von ihm abzurücken.

Ich rieche heute noch seinen Bieratem, spüre den massigen Körper, fühle, wie er mich gepackt hielt, während er mir mit der Zunge gierig den Hals abschleckte und mit seiner Pranke in den Schritt fuhr, mein Glied suchend. All das weiß ich noch. Was ich nicht mehr weiß: Wie ich mich von ihm befreite, wie er aus dem Zimmer kam.

Woran ich mich wieder erinnere: Wie ich den Riegel hinter ihm in die Tür schob und dastand – zitternd. Daran erinnere ich mich noch sehr gut, dass ich über einen ganz langen Zeitraum nichts tat, als mich den Konvulsionen meines Körpers zu überlassen.

Jahre später haben sie mich gefragt: „Warum bist du nicht zu deinen Eltern gegangen, nicht zu irgendeinem Erwachsenen, nicht zur Polizei?“ Ich sagte ihnen, was ich auch heute sage: „Ich wusste nicht, was das war. Ich hatte keinen Namen dafür.“ Ob es sinnvoll ist, dass heute schon Kindergartenkinder wissen, was ein Päderast ist, mag dahingestellt sein.

Ich wusste es als Halbwüchsiger nicht. Und wenn ich es gewusst hätte, so wäre es außerhalb meines Vorstellungshorizonts gewesen, dass ein Priester so etwas macht/tut/ist. Tatsache ist: Ich war über nahezu zehn Jahre nicht imstande, meine eigene Geschichte anzuschauen oder auch nur Worte dafür zu finden.

Ich wollte sie nicht wahrhaben. Ich spaltete sie von mir ab. Ich wurde zwei Menschen. Von der Stunde an, in der ein Mensch mit Gewalt in meine Intimität eindrang, befand ich mich in einem Gefängnis, zu dem ich selbst den Schlüssel nicht kannte.

Über Jahre und Jahre war ich wie in einem verschlossenen Kassiber unterwegs. An mich kam niemand heran. Der Übergriff war wie ein Brandzeichen in meiner Seele, das mich bis zum Jüngsten Tag mit meinem Missbraucher verbinden sollte.

Was er mit mir gemacht hatte, wurde für mich Stigma der Absonderung. Mein mir selbst fernes Geheimnis katapultierte mich hinaus aus der Gemeinschaft der Menschen. Ich war eingeschlossen in einem Gehäuse aus letzter Einsamkeit und namenloser Angst. Ich weiß nicht, warum ich nicht die Kraft hatte zu fliehen. Ich weiß nicht, warum ich wie ein gefangenes Tier in diesem Haus blieb, warum ich Dankbarkeit heuchelte, den Sohn spielte, den zum Priesteramt prädestinierten Zögling und Vertrauten von Herrn Pfarrer, dem man mit Ehrfurcht und Hochachtung begegnete …

Den Rest möchte ich in aller Kürze erzählen: Ich wurde tatsächlich Priester, freilich nicht in der Diözese, der mein Missbraucher angehörte. Ich weiß noch, wie ich das Seminar betrat, das ich mir vorher nicht einmal angeschaut hatte, so egal war es mir. Wie ich da kniete und nicht wusste, warum. Ich war „ihm“ entkommen und war trotzdem gefangen, zuletzt in mir.

Irgendwann dachte ich: Wenn ich schon nicht weg kann, ist das vielleicht Gottes Wille. Also – sei gehorsam, mach es! Während der ganzen Seminarzeit war ich unfähig, einen anderen Menschen auf meinem Zimmer zu ertragen. Ich wurde blass; es bereitete mir Magenkrämpfe. Von meiner Spaltung wusste niemand; niemand ahnte etwas von meinen verrückten erotischen Wünschen, von meinen Fluchtträumen, vom Doppelleben in meinem Inneren.

Ich las kluge Bücher. Im Grunde wollte ich nur Sex, Sex, Sex. Würde die Geschichte heute spielen, einer wie ich in meiner damaligen Verfassung würde wohl in ein „Second Life“ abtauchen, sich in pornographischen Welten tummeln und darin mit Haut und Haaren versinken, versacken und verkommen.

Gott sei Dank gab es diesen Horror damals noch nicht. Mein Doppelleben flog nach meiner Diakonatsweihe auf. Auf einer Wallfahrt verliebte ich mich in ein eigenwillig schönes Mädchen. Wie es der „Zufall“ wollte, war sie aus demselben abgelegenen Dorf, in das man inzwischen meinen Missbraucher versetzt hatte.

Ich möchte die zerrissenen Briefe nicht sehen, die ich Susanne schrieb. Die Briefe, die sie schrieb, waren eine einzige Provokation für mich: Sie forderte mich darin mit steigender Intensität auf, mich endlich um Pfarrer X. (meinen Missbraucher) zu kümmern, er habe niemand, sei völlig einsam, verkomme im Alkohol.

Er rede gut von mir, ich sei der einzige Mensch, der ihm vielleicht helfen könne. Und dann kam der Brief von Susanne, in dem der Satz stand: „Wenn du nicht endlich was für ihn tust, bist du ein Schwein!“ Mein Antwortbrief, der Versuch einer verzweifelten Exkulpierung vor einem Mädchen, das mein Herz berührt hatte, war mein Outing.

Wahrscheinlich staunte niemand mehr über das, was da plötzlich als mein „Warum“ auf dem Papier stand, als ich selbst. Es war die Wahrheit, wenn auch noch nicht die ganze. Dazu brauchte es noch Jahre und die Hilfe anderer Menschen. Man hätte mich nicht weihen dürfen. Man tat es. Die Verantwortlichen wussten nicht genug von mir. Ich selbst kannte meine eigene Geschichte kaum.

Am Tag meiner Primiz litt ich unter einem solchen Asthmaschub, dass ich unfähig war, die Messe zu lesen. Man brachte mich zum Arzt und verpasste mir eine Cortisonspritze, mit deren Hilfe ich einigermaßen in der Lage war, in festlicher Gemeinde zum Altar zu schreiten.

Es ging noch zwei Jahre bis zum völligen Zusammenbruch – Ende eines„Priesterlebens.“ Über die Begleitung meiner Mitbrüder kann ich mich nicht beklagen. Die Kirche hat mich in den Laienstand zurückversetzt. Ich habe eine wunderbare Frau geheiratet (übrigens nicht Susanne), wir haben eine ganze Reihe toller Kinder, die mit beiden Beinen im Leben stehen.

Sie sind übrigens Ministranten. Die Verwüstungen meiner Seele waren tief greifend, der Rückweg ins Leben steinig, schwer und von mancherlei Abstürzen begleitet. Den Glauben habe ich nicht verloren.

Gott war das einzige, was mich in meiner Einsamkeit aufrecht hielt. Ohne ihn wäre ich verzweifelt. An die Kirche musste ich mich mühsam, geradezu millimeterweise heranrobben. Gute Theologie hat mir geholfen, Hans Urs von Balthasar, RomanoGuardini, Josef Ratzinger.

Schließlich entdeckte ich in den letzten zehn Jahren eine neue Dynamik in mir, eine Sehnsucht nach Hingabe, nach Gott, nach der vollen Gestalt des Glaubens, nach vielem, was ich in mir emotional so zugerichtet und entstellt und belastet vorfand. Das „Vaterunser“ lernte ich neu beten, gegen die Vätererfahrungen, die ich gemacht hatte.

Mit meinen Eltern musste ich mich versöhnen. Mit dem Vater, der nichts verstand und wohl im Himmel erst meine wahre Geschichte sah; mit meiner Mutter, die mehr unter der Last unserer gemeinsamen Geschichte litt als ich selbst. Bis zu ihrem Tod, den ich im Nachhinein als „heiligmäßig“ empfinde, gelang es mir nicht, die Vertrautheit meiner Kinderjahre herzustellen.

Es blieb eine Mauer, die ich nicht übersteigen konnte. Das größte Geschenk der letzten Jahre ist der Rosenkranz, den mir ein Freund ans Herz legte. Ich gebe ihn nie mehr her und lege ihn all seinen Verächtern ans Herz. Etwas Besseres gibt es nicht. Seit ein paar Jahren weiß ich, dass ich nicht Priester war, dass ich vielmehr Priester bin. Der „character indelibilis“ ist keine Theologenerfindung.

Was das bedeutet, weiß ich noch nicht. Eines Tages werde ich mit einem guten Priester über diesen Punkt sprechen. Was mir wehtut? Wenn ich wieder einmal „indiziert“ werde, wenn wieder einmal einer von den ganz Frommen hinter vorgehaltener Hand vor dem„Ex-Priester“ warnt.

Da sind Fragen, die ich mir im Rückblick stelle: Es muss Leute gegeben haben, die von den pädophilen Neigungen meines Missbrauchers wussten. Er muss auch anderen an die Hose gegangen sein. Da war der Kaplan, der dem Pfarrer über Nacht entzogen wurde, kurz bevor er sich an mir verging. Da war die Dienststelle, die den Pfarrer plötzlich in das hinterste Dorf einer weit entfernten Diözese versetzte (es handelte sich um einige menschenverlassene Dörfer, in der gleich eine ganze Reihe aussortierter Priester der Diözese lebten; bei einigen war es der Alkohol, bei anderen stelle ich nur Vermutungen an).

Was war mit meinen Kollegen unter den Oberministranten, die sich über Nacht zurückzogen und sich nach kurzer Zeit in Kirchenhasser verwandelten? Was war mit dem Priester, der mit meinem Missbraucher befreundet war, dessen Nähe ich suchte, der mich aber kühl zurückwies?

Warum wurde ich, als ich um Laisierung ersuchte, nie mit meinem Missbraucher konfrontiert? Warum hat mich überhaupt niemand etwas mündlich gefragt? Warum fühlte mir niemand auf den Zahn? Meine Anschuldigungen waren doch ungeheuerlich genug. Ich habe Namen genannt. Wollte es niemand genau wissen, niemand mich der Lüge überführen?

Wenn ich nach all den Leiden und in Liebe etwas sagen darf, so meine ich: 1. Das Falscheste, was die Kirche heute tun könnte, wäre am Priesteramt in der klassischen Gestalt zu zweifeln und den grundsätzlichen Link zwischen Zölibat und Priestertum zu schwächen. Im Kern sind die Zusammenhänge von stupender Einfachheit, wie übrigens bei allen großen Dingen:

Der Priester repräsentiert Jesus. Punkt. Gewiss, Jesus mochte Frauen; er schätzte die Ehe. Dennoch lebte er das große mystische, Welt überwindende Zeichen eheloser Liebe zu Gott. Wer Jesus für die Gemeinde darstellt und in seinem Auftrag und an seiner Stelle agiert, soll seine Form der Liebe leben. Er soll allen gehören können, weil er nur dem Einen gehört.

2. Wir haben nicht zu wenige Priester, wir haben zu viele. Wahrscheinlich haben wir zu wenig Gläubige. Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester (und Ordensleute), wie wir echte Gläubige haben.

Das ist ein mystisches Gesetz in der Kirche. Gott lässt seine Kinder nicht alleine, niemals! Mit überreicher Hand sät er Berufungen über uns aus. Sie sind da, in ausreichender Menge. Er berührt die Herzen von Menschen, die auf einem ganz anderen Trip sind. Er zieht an sich. Er ruft.

Wir meinen bloß, wir müssten mehr Priester haben, weil wir an der Fiktion einer machtvollen Kirche festhalten, die es längst nicht mehr gibt. Es ist so viel Kirche in der Welt, so viel Kirche in den Herzen ist. Wir irren, wenn wir das, was die Kirche ist, zuerst an einer Jahrtausende alten Geschichte, an der Menge ihres Grundbesitzes, an den riesigen Bauten, an den Kristallisationen der Kunst, am mächtigen Kirchensteueraufkommen und den weit reichenden Verbindungen festmachen.

In Wahrheit sind wir ganz klein. Wir sind ein paar Leute, die sich für das Evangelium frikassieren lassen. Das genügt. Wir sind ganz und gar nicht ohne Hoffnung; im lebendigen Glauben an Gott ist man niemals ohne Hoffnung. Venceremos! Wir werden siegen!

Nicht weil wir so gut sind. Wenn uns etwas gelingt gegen den mainstream der Gottesvergessenheit, so ist es Gott selbst, der durch uns seine Sache betreibt … Wenn wir nur leer genug sind, dass er sein Leben in uns führen kann, wenn wir nur fein genug sind, dass er uns als seine Werkzeuge gebrauchen kann.

3.Wo die Priester der Zukunft herkommen? Sie kommen aus kollektiver Hingabe. Wo sich die ereignet, dort wachsen Berufungen wie Maiglöckchen im Januar. Wo Gruppen von Christen – Männer und Frauen, Kinder und alte Menschen – den Glauben verbindlich leben und tendenziell bereit sind, überall hinzugehen, alles zu machen, unbegrenzt bereit zu sein – dort geschehen die herrlichsten von allen Wundern, die der Nachfolge. Berufungen (übrigens auch solche zur Familie oder zu bestimmten Charismen) werden dort entdeckt, wo Feuer ist.

Dort gibt es durchbetete Nächte. Dort wird gefastet. Dort wird geteilt. Dort ist Hingabe. Dort ist Erleuchtung. Dort ereignen sich Wunder.

Lieber Heiliger Vater, gestatten Sie, dass ich mich danach direkt an Sie wende. In aller Demut möchte ich Sie hier an jene Stelle aus der Apostelgeschichte erinnern, von der ich weiß, wie kostbar sie Ihnen ist, denn Sie haben sie am Beginn Ihres Pontifikates verlesen lassen: „Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat. Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen“ (Apg 20,28-29).

„Betet für mich, dass ich nicht furchtsam vor den Wölfen fliehe!“ haben Sie uns danach in Ihrer ersten Predigt am 24.April 2005 zugerufen. Das tun wir: Wir beten für Sie! Die reißenden Wölfe sind aber dennoch schon längst in die katholische Kirche eingedrungen. Nicht wenige von ihnen tragen Priesterkragen.

Das Zeugnis für unseren Herrn, welches das Angesicht der Erde verändern soll, wird überall in der Welt beschmutzt von kinderschänderischen Priestern und verkommenen Klerikern und denen, die ihr schändliches Tun noch decken. Führen Sie die überfällige Scheidung der Geister herbei! Jagen Sie die Missbraucher aus dem Amt – und diejenigen, die ihre Taten schönreden, gleich hinterher.

Gewiss gibt es eine notwendige Solidarität des Hirten zu den Mithirten. Doch um wie vieles wichtiger ist die Solidarität des Hirten zu Schafen, zu den Kleinen, den Wehrlosen, den Opfern, von den es bei Matthäus heißt: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.“ (Mt 9,42).

Im Namen dieser Kleinen bitte ich Sie: Räumen Sie auf! Haben Sie keine Angst vor dem Skandal. Er wird nur größer durch falsches Schweigen. Nicht die Wahrheit erschüttert die Kirche, sondern die Lüge. Die Wahrheit wird uns frei machen.

Ich bitte Sie auch im Namen der vielen Priester, Seminaristen und Ordensleute, die in Mithaftung genommen werden für die Schandtaten der Frevler. Lassen Sie deren Ehre nicht zu Schanden werden und ihre Arbeit mit Füßen treten. Zuletzt bitte ich Sie für die nächste Generation Christen, die zu Ihnen aufschaut. Unter ihnen sind viele, die ihr Leben geben möchten für die Reevangelisierung Europas. Sie brauchen Priester, die sie lieben können: Menschen, für die sie durchs Feuer gehen, weil sie ihnen die Gegenwart Christi verkörpern.

Vatican-Magazin: Bestellmöglichkeiten der Zeitschrift unter www.vatican-magazin.de
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