02 Mai 2007, 12:05
Vatikan: Papst stärkt Bagnasco den Rücken
 
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Er ermutigte den Erzbischof, "weiterhin die menschlichen und religiösen Werte zu verteidigen, ohne die echte, freie und stabile Demokratien nicht möglich" seien.

Vatikan (www.kath.net / RV) Papst Benedikt XVI. ist besorgt wegen der Drohungen gegen Erzbischof Angelo Bagnasco. Am Montagvormittag rief er den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz an, um ihm seine Anteilnahme zu versichern.

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Das bestätigte Vatikansprecher P. Federico Lombardi laut Bericht von Radio Vatikan. Außerdem ermutigte der Papst den Genueser Oberhirten in einem Telegramm, mit der Unterstützung des gesamten christlichen Volkes „weiterhin die menschlichen und religiösen Werte zu verteidigen, ohne die echte, freie und stabile Demokratien nicht möglich“ seien.

Die Angriffe gegen den Erzbischof „stören die friedliche Koexistenz zwischen zivilem und kirchlichem Leben“, heißt es in dem von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Schreiben.

In der Kurie von Genua war am Freitag ein an Bagnasco adressierter Brief mit einer Pistolenkugel und einem Foto eingegangen, das den Erzbischof unter einem Hakenkreuz zeigte. Der Oberhirte steht seit einem Monat unter Polizeischutz, nachdem ein Graffito mit Morddrohungen auf dem Eingangsportal des Doms von Genua entdeckt worden war.

Von solchen Drohungen, „von welcher Seite auch immer sie kommen“, dürfe man sich nicht einschüchtern lassen, erklärte Vatikansprecher P. Lombardi. Vielmehr sollten sie Anlass sein, einen gelassenen Dialog zwischen Kirche, Politik und Zivilgesellschaft zu führen, wie das auch Staatspräsident Giorgio Napolitano angemahnt habe.

Der Druck auf Bagnasco ist vor allem wegen des am 12. Mai in Rom geplanten Familientags gewachsen. Die von katholischen Organisationen geplante Kundgebung ist ein Protest gegen das Gesetzesvorhaben der Regierung bezüglich der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Bagnasco unterstützt die Demonstration aktiv.

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