Amsterdam(kath.net/Kipa)
Wegen ihrer Weigerung, zwei
homosexuelle Männer zu verheiraten, soll eine niederländische
Standesbeamtin entlassen werden. Nach niederländischen
Zeitungsberichten vom Freitag hatte die Standesbeamtin in
Leeuwarden Gewissenskonflikte gegen die standesamtliche
Eheschliessung für Homosexuelle geltend gemacht.
Die Gemeinde suche deshalb derzeit nach juristischen Möglichkeiten, den bis 2004 laufenden Vertrag mit der Standesbeamtin zu kündigen, berichteten die Zeitungen. - Das in den Niederlanden zum 1. April in Kraft getretene Gesetz zur Homosexuellen-Ehe stellt gleichgeschlechtliche Ehepaare praktisch anderen Ehen gleich.
Ein Gemeindesprecher betonte, es sei die Pflicht aller städtischen Bediensteten, sich an die geltenden Gesetze zu halten, auch an die Regelung der Homosexuellen-Ehe. "Wer damit nicht klar kommt, muss das Feld räumen", zitierten die Blätter den Sprecher. Die Standesbeamtin hatte sich nach den Zeitungsberichten geweigert, den Leiter des örtlichen Homosexuellen-Verbandes zu trauen. Noch im Herbst hatten niederländische Regierungssprecher erklärt, Standesbeamten würden keine Nachteile entstehen, wenn sie die Eheschliessung von Homosexuellen verweigerten. Die Stadtverwaltung Amsterdam hatte dagegen später erklärt, in solchen Fällen würden Standesbeamte versetzt.
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