25 Januar 2007, 09:56
Von der Leyen: Prostitution kein Beruf wie jeder andere
 
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Bundesfamilienministerin Leyen: Ausstieg bleibt das Ziel – Kritische Bilanz des seit 2002 geltenden Prostitutionsgesetzes

Berlin (kath.net/idea)
Prostitution ist laut Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kein Beruf wie jeder andere. „Der Ausstieg aus der Prostitution ist unser wichtigstes Ziel“, erklärte die Politikerin am 24. Januar. Anlass war der vom Bundeskabinett beschlossene Bericht zu den Auswirkungen des 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetzes. Die Ministerin zog eine kritische Bilanz: „Das Gesetz konnte die soziale Absicherung der Prostituierten nicht wirklich verbessern.“ Der Ausstieg aus der Prostitution sei zwar rechtlich jederzeit möglich, werde aber kaum genutzt. Es gebe auch keinen Nachweis, dass sich die Begleitkriminalität verringert habe. Das Gesetz basiere auf der Annahme, dass sich Prostituierte freiwillig ihren Lebensunterhalt verdienten. Die Ministerin: „Das ist für mich ein Schönreden der Situation.“ Viele Frauen suchten einen Ausweg, „weil sie gezwungenermaßen unter menschenunwürdigen und gesundheitsschädigenden Bedingungen arbeiten müssen.“

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Nach Ansicht der Ministerin muss auch künftig eine Arbeitsvermittlung rund um die Prostitution ausgeschlossen bleiben. Diese Tätigkeit dürfe rechtlich nicht als zumutbare Option zur Sicherung des Lebensunterhalts gelten. Die Zahl der Prostituierten in Deutschland wird auf rund 400.000 geschätzt. Bis zu 1,5 Millionen Freier nehmen täglich ihre Dienste in Anspruch.

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