21 Dezember 2006, 12:07
,Bischöfe sind keine weisungsgebundenen Staatsbeamten’
 
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Das Bistum Regensburg veröffentlichte eine Klarstellung zu Behauptungen des Bürgermeisters von Schierling, Otto Gascher.

Regensburg (www.kath.net) Das Bistum Regensburg nimmt Stellung zu einer Wortmeldung des Bürgermeisters von Schierling, Otto Gascher, im Bayerischen Rundfunk. Gascher meinte im Zusammenhang mit der Debatte um die Wahl der Kirchenverwaltung in der Pfarre St. Peter und Paul wörtlich: „Wir dürfen doch nicht zulassen, dass der Bischof in Schierling entscheidet, wer gewählt werden darf und wer nicht gewählt werden darf.“

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Auch der Bischof werde vom Freistaat Bayern bezahlt. „Wo kommen wir denn hin in Bayern, wenn jemand sich einen eigenen Bereich aneignet und Recht und Gesetz und Verfassung nicht achtet, aber vom Freistaat Bayern bezahlt wird. Jeder andere Beamte würde entlassen werden.“ Das Bistum Regensburg betonte am Donnerstag, weltliche Instanzen hätten „keinerlei Einwirkungsrechte auf innerkirchliche Belange der Pfarrei“. Im offenem Widerspruch zur Verfassung des Freistaates Bayern greife Gascher „das garantierte Selbstbestimmungsrecht der Kirche an“, ist zu lesen.

Das Bistum hält weiteres fest: „Die bayerischen Bischöfe werden für ihren geistlichen Dienst keineswegs vom Staat entlohnt, sie sind auch nicht Angestellte und Beamte des Staates. Im Konkordat hat sich vielmehr der Staat verpflichtet - gleichsam als Gegenleistung zum Einzug der Kirchengüter bei der Säkularisation - für die Sustentation (Aufwand für die Amtsführung) der Bischöfe und der Domkapitel wie auch für die Baulast an den enteigneten kirchlichen Gebäuden aufzukommen.“

Das Bistum wehrt sich außerdem gegen die Behauptung Gaschers, der Bischof von Regensburg habe sich seine bischöflichen Befugnisse widerrechtlich angeeignet und sollte deswegen wie „jeder andere Beamte“ von Staatswegen aus dem Bischofsamt entlassen werden.

„Der Eid auf die Verfassung ist im Konkordat vorgesehen und bedeutet, dass die Kirche die legitime staatliche Autorität anerkennt“, ist in der Stellungnahme zu lesen. „Das macht die Kirche nicht zu einer staatlichen Behörde und die Bischöfe nicht zu weisungsgebundenen Staatsbeamten. Der Bischof leitet die Kirche gemäß der sakramentalen Verfassung der Kirche und der weltweiten Ordnung des Kirchenrechtes.“

In der Pfarrei St. Peter und Paul gelte wie in jeder anderen Pfarre Bayerns nicht die bayerische Kommunalwahlordnung, sondern die kirchliche Wahlordnung für die pfarrlichen Gremien.

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