30 Oktober 2006, 07:38
Israel: Libanonkrieg wegen Homo-Parade?
 
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Ultraorthodoxe Rabbiner sehen Ursache in moralischem Verfall und glauben, dass die Ankündigung einer Homosexuellen-Parade in Jerusalem den letzten Anstoß zum jüngsten Libanonkrieg gegeben hat.

Jerusalem (www.kath.net/idea)
Die Ankündigung einer Homosexuellen-Parade in Jerusalem hat den letzten Anstoß zum jüngsten Libanonkrieg gegeben. Davon seien Tausende von ultraorthodoxen Juden in Israel überzeugt, berichtet der Israel-Korrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten), Johannes Gerloff. Bei einer Demonstration Mitte Oktober hätten Rabbiner darauf hingewiesen, dass der Krieg genau an dem Tag ausbrach, als die Homosexuellen-Organisationen ihre Absicht kundtaten. Ein anderer Rabbiner habe den moralischen Verfall für den Misserfolg des Feldzugs gegen die radikal islamische Hisbollah verantwortlich gemacht.

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Die Rabbiner befürchteten neue Kämpfe, wenn Schwule und Lesben wie geplant am 10. November ihre Parade abhalten, so Gerloff. Bei der Demonstration appellierten mehrere Redner an die Juden in aller Welt, sie beim Engagement gegen die Homo-Parade und für die Bewahrung der Heiligkeit Jerusalems zu unterstützen. Sie verglichen den angekündigten Umzug mit der Unmoral und Gottlosigkeit in den Städten Sodom und Gomorra, die Gott laut 1. Mose 18-22 durch Feuer und Schwefel vernichtete. Flugblätter mit der Überschrift „Tod den Sodomiten", die Anfang Juli in orthodoxen Jerusalemer Stadtteilen kursierten, versprachen jedem eine Belohnung von umgerechnet 3.700 Euro, der „den Tod von einem der Sodom-und-Gomorra-Leute verursacht“.

Bei einer Schwulen-Parade vor einem Jahr hatte ein ultraorthodoxer Jude drei Teilnehmer mit einem Messer angegriffen. Er wurde zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen den Homosexuellen-Aufmarsch in Jerusalem protestieren auch christliche und islamische Gruppen. Bibelgläubige Menschen seien überzeugt, dass Homosexualität in Gottes Augen ein Gräuel sei, betonten die Internationale Christliche Botschaft in Jerusalem, die Bewegung „Christliche Freunde von Israel“ und die Gruppe „Brücken für Frieden“. Moslems wiesen darauf hin, dass Jerusalem für sie ebenfalls eine heilige Stadt sei. Ihre Entweihung werde noch größere Proteste hervorrufen, als es die Mohammed-Karikaturen Anfang dieses Jahres taten.

Foto: (c) KATH.NET

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