Malta (CWNews.com/kath.net)
Die Bischöfe Maltas erklärten, dass sie sich in die politische Debatte um
den EU-Beitritt Maltas nicht einmischen würden. Diese Stellungnahme erfolgte,
nachdem sich Irlands Bischöfe positiv zum Vertrag von Nizza geäußert hatten,
über den letzte Woche in Irland abgestimmt wurde. Trotz der Zustimmung der
irischen Bischöfe zum Vertrag von Nizza sprechen sich viele
Pro-Life-Organisationen und katholische Gruppierungen Irlands dagegen aus. Sie fürchten um die
Souveränität ihres Landes insbesondere im Hinblick auf die anti-religiöse und
lebensfeindliche Politik der EU.
Ein Sprecher teilte mit, die Bischöfe von Malta hätten keinerlei Absichten sich festzulegen, ob der mehrheitlich katholische Inselstaat sich um die Aufnahme in die EU bemühen sollte. Die Kirche könne nur dann zu politischen Themen Stellung nehmen, so der Sprecher weiter, "wenn die grundlegenden Rechte der Menschen oder die Rettung von Seelen" dies erforderten.
Der maltesische Premierminister Eddie Fenech Adami sprach sich gegenüber der "Malta Times" für eine aktivere Teilnahme der Kirche an der EU-Debatte aus. Die Kirche könne nicht nur ein Zuseher bei dieser laufenden Auseinandersetzung sein. Er zitierte den Papst als Beispiel, der sich für die EU-Mitgliedschaft seines Vaterlandes Polen einsetze. "Die Menschen erwarten sich, aufgeklärt zu werden in dieser wichtigen und historischen Zeit. Die Kirche kann zweifellos helfen und sollte nicht unbeteiligt sein. Sie kann kein Zuseher in diesem Prozess sein."
Papst Johannes Paul II, der im Mai dieses Jahres Malta besuchte, hat sich zu diesem Thema kaum geäußert. Er meinte lediglich, Malta könne mit "Weisheit und Einsicht" etwas in dieser historischen Ära der Entwicklung Europas und des Mittelmehrraumes beitragen.
Tweet



Tippfehler melden
Druckversion


Anderswo...
Top Artikel der letzten 7 Tage

