22 Dezember 2001, :
Polemik gegen Familien-Politik der katholischen Kirche
 
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Von anti-kirchlichen Gruppen geförderte ,Catholics for a Free Choice' starten weltweite Kampagne
Offensichtliche Verbindungen zum "Kirchenvolksbegehren"

Wien (www.kath.net )
Die in USA gegründete Organisation "Catholics for a Free Choice" (CFFC) startet erneut eine Kampagne gegen die Familien-Politik der katholischen Kirche. In einer neuen Werbekampagne klagt CFFC die Bischöfe an, dass durch das Nicht-Erlauben von Kondomen die Kirche Mitschuld am Tod von Menschen trägt. Mit dem Slogan "Banning Condom Kills" wirbt die Gruppe in großen Zeitungen.

In einer Stellungnahme hat nun Cathy Cleaver, die Sprecherin des Pro-Life-Büros der US-Bischofskonferenz, die Behauptungen von CFFC als "irreführende Anschuldigung" bezeichnet. "CFFC beschuldigt die Bischöfe, dass sie den Menschen den Zugang zum Kondom verwehrt, aber die Bischöfe selbst sind in ,Sache des Zugangs' nicht involviert." Cleaver verwies in ihrer Reaktion auch auf vergangene Studien, die Zweifel über die Wirksamkeit von Kondomen für die Reduzierung von AIDS-Fällen beinhalten, und betonte: "Wie die Bischöfe sagten, ist die richtige Annäherung, dass man die Mensch lehrt, außerhalb der Ehe keusch zu leben." Die Bischöfe lehrten "katholische Lehre, nicht öffentliche Politik", so die Sprecherin.

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Auch in Europa hat die Organisation ihre Propaganda gegen die Familien-Politik der Kirche gestartet. Bei einem Besuch in der Schweiz meinte Frances Kissling, die Präsidentin von CFFC, in Bezug auf die Abtreibungsdebatte in der Schweiz gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung, dass die Entscheidung "allein bei Frau liegt"; sie begründete dies mit "katholischer Theologie". Bei einem Besuch im Europäischen Parlament machte sie zum wiederholten Mal Stimmung gegen die Mitgliedschaft des Vatikans in der UNO. In der eher fehlgeschlagenen Kampagne "See Change" hatte die Organisation bereits vor einiger Zeit versucht, verschiedenste Länder zu überzeugen, dass dem Vatikan die Mitgliedschaft entzogen werden müsse.

Bei ihrem Engagement in Europa hat die CFFC einen Bündnispartner gefunden. Offensichtlich gibt es enge Verbindungen zwischen dem "Kirchenvolksbegehren" mit seinem Repräsentationsverein "Wir sind Kirche" und dem CFFC. Dies bestätigte Christian Weisner von "Wir sind Kirche" gegenüber KATH.NET. Wörtlich meint er: "CFFC gehört wie 'Wir sind Kirche' zu den mehr als 300 Gruppen aus aller Welt, die zuletzt Anfang Oktober 2001 die Kirchenvolks-Synode ("Schattensynode") vorbereitet und erfolgreich durchgeführt haben." Den personalen Beweis für die enge Verbindung zwischen "Kirchenvolksbegehren" und CFFC bringt auch Elfriede Harth; sie ist engste Mitarbeiterin und Repräsentantin des "Kirchenvolksbegehren" und seit einiger Zeit auch Europa-Repräsentantin von "Catholics for a Free Choice".

Wer ist CFFC wirklich?

Wie KATH.NET erfahren konnte, war eines der ersten Zentren von CFFC in den USA in New York im Zentrum von "Planned Parenthood". Diese einflussreiche Organisation zählt zu den weltweit führenden anti-kirchlichen Organisationen in Bezug auf die Familienpolitik. CFFC wird von sehr dubiosen Vereinigungen wie zum Beispiel der "Ford Foundation", der "Gund Foundation", der "Packard Foundation", der "Scherman Foundation", der "Playboy Foundation" oder von "Planned Parenthood" unterstützt.

Offensichtlich gibt es bei CFFC auch Einfluss von satanistischem Gedankengut. In der eigenen Zeitung "Conscience" werden im Frühling 1994 poetische Texte veröffentlicht, wie zum Beispiel "Songs for the Angels" von Thomas Marron, in dem Luzifer und anderen gefallenen Engel gepriesen werden. Die Hölle sei "smoldering and beautiful as heaven" (glühend und schön wie der Himmel) und "für Luzifer tanzen alle Engel", heißt es im Text.

Wie KATH.NET von Informanten aus den USA erfahren konnte, steht CFFC am Rande der Exkommunikation. Ein US-Bischof hat dies bereits in seiner Diözese durchgeführt, andere hätten bereits Überlegungen in diese Richtung angestellt. Nichts desto trotz haben sich im Jahre 2000 die US-Bischöfe zum wiederholten Mal klar von CFFC distanziert. In einer Stellungnahme heißt es wörtlich:

"Seit einigen Jahren unterstützt eine Gruppe mit dem Namen ,Catholics for a Free Choice' die Abtreibung und behauptet, als authentische katholische Stimme zu sprechen. Diese Behauptung ist falsch. Faktisch besteht die Aktivität dieser Gruppe in der Verwerfung und Verzerrung der katholischen Lehre über den Respekt und dem Schutz des wehrlosen ungeborenen menschlichen Lebens. Bei vielerlei Gelegenheiten hat die Bischofskonferenz der USA erklärt, dass CFFC keine katholische Organisation ist und dass sie nicht für die katholische Kirche spricht, sondern faktisch die gegenteilige Position unterstützt. CFFC ist ein Arm der Abtreibungs-Lobby in den USA und weltweit. Sie wird von einer Reihe von mächtigen und reichen Privat-Stiftungen finanziert, um Abtreibung als eine Methode der Geburtenkontrolle zu fördern."

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