22 Februar 2006, 15:58
Ehe zwischen Mann und Frau ist keine ,religiöse Phantasie’
 
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Bischof Mixa kritisierte Forderungen der CSU nach einer Öffnung "für neue Lebenswirklichkeiten" sprich: homosexuelle Partnerschaften.

Augsburg (www.kath.net) Ehe und Familie müssen von Gesellschaft und Politik geschützt und unterstützt werden. Das forderte der Augsburger Bischof Walter Mixa. Angesichts aktueller Forderungen von Mitgliedern des CSU-Parteivorstandes nach einer Ausweitung des Familienbegriffes und einer „Öffnung der Partei für neue Lebenswirklichkeiten“ warnte der Bischof davor, im Bereich der Familienpolitik vor gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zu kapitulieren.

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Das christliche Verständnis von Ehe und Familie als einer auf Dauer gerichteten Verbindung von Mann und Frau mit ihren Kindern, auf das sich auch das Grundgesetz beziehe, dürfe nicht relativiert und mit beliebigen anderen Lebensformen auf eine Stufe gestellt werden.

Wer im Zusammenhang mit dem vom Grundgesetz geschützten Begriff von Ehe und Familie von einem „moralisierenden und starren Weltbild“ spreche, habe immer noch nicht begriffen, dass die zunehmende Kinderlosigkeit als das größte gesellschaftliche Problem Deutschlands nicht durch die Anerkennung und weitere rechtliche Förderung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, sondern nur durch eine aktive Unterstützung junger Eheleute und Familien mit Kindern gelöst werde.

Mixa begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Initiative einer Gruppe junger CSU-Bundestagsabgeordneter zwischen 27 und 35 Jahren unter Führung von Dorothee Bär MdB (27), mit der die Parteiführung aufgefordert wird, „das traditionelle Familienbild als unverrückbares politisches Leitbild aufrecht zu erhalten“.

„Die Ehe von Mann und Frau und der Wille zu gemeinsamen Kindern ist keine religiöse Phantasie, sondern ein Grundbedürfnis der menschlichen Natur“, sagte Mixa. Mit der Anerkennung eines Adoptionsrechtes für homosexuelle Lebensgemeinschaften würde sich die CSU von der Mehrheit ihrer katholischen Stammwähler entfernen und oberflächlichen modischen Trends nachgehen, betonte der Bischof von Augsburg.

Mixa erinnerte die Verantwortlichen der Bayerischen Regierungspartei an ein Wort des verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Parteivorsitzenden Franz Josef Strauß, der gesagt habe: „Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, kann morgen schon Witwer sein.“ Die Initiative der jüngeren CSU-Bundestagsabgeordneten zur Stärkung des traditionellen Familienbegriffes mache deutlich, dass die Besinnung auf ein christliches Verständnis von Ehe und Familie, wie es auch dem Grundgesetz zu Grunde liege, zukunftsfähig sei.

Gerade junge Menschen sehnten sich in ihren persönlichen Beziehungen nach Verlässlichkeit und Dauerhaftigkeit. Die Politik müsse mit klaren gesellschaftlichen Zielvorgaben zum Ehe- und Familienbild die junge Generation ermutigen, das Ideal von Ehe und Familie auch tatsächlich zu wagen und zu leben. „Gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder zeitlich befristete Wohngemeinschaften können nach christlichem Menschenbild niemals Ehen und Familien oder der geeignete Rahmen für das Aufwachsen von Kindern sein“, sagte Mixa.

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