02 September 2005, 12:54
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Der jüngste Ordensgründer der Geschichte über seinen Werdegang und aktuelle Fragen der Kirche: Interview mit P. Marcial Maciel LC.

Wien (www.kath.net, pb) Im Alter von 83 Jahren hat der Gründer der Kongregation der „Legionäre Christi“ erstmals einem ausführlichen Interview zugestimmt, das nun als Buch vorliegt. P. Marcial Maciel LC spricht im Interview mit Jesús Colina, dem Leiter der Agentur Zenit, über seine Berufung, die Entstehung und das Charisma der Kongregation, die er 1941 gründete und der heute über 600 Priester, 2.500 Seminaristen und 65.000 Laienmitglieder angehören.

P. Maciel, der jüngste Ordensgründer der Kirchengeschichte, sammelte bereits im Alter von 21 Jahren eine kleine Gemeinschaft um sich. Fünf Jahre später – 1946 – erhielt die Kongregation das päpstliche „Nihil Obstat“. In dem Buch präsentiert der Ordensgründer unter anderem seine Sicht von der Kirche und Antworten auf aktuelle Fragen wie Säkularisierung.

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Auf die Frage, welche derzeit die dringlichsten Probleme in der Kirche sind, meinte P. Maciel, es seien nicht unbedingt jene, die von außen kommen wie Angriffe, Verfolgungen und Intrigen, sondern die inneren Schwierigkeiten. „Die Schismen, Spaltungen und die verschiedenen Trennungen unter den Christen haben die größten Verheerungen am mystischen Leib Christi angerichtet. Darum müssen wir diese Einheit im Glauben, die an verschiedenen Enden zu zerbrechen droht, mit allen Mitteln schützen.“

Sie sei in Gefahr, „wenn man beispielsweise die Autorität des Lehramtes der Kirche nicht akzeptiert, wenn man von der Lehre der Kirche in Fragen der Liturgie, der Disziplin, der Sexualmoral oder des Dogmas abweicht“. Wichtig sei, dafür zu sorgen, dass die Kirche in uns „treue Kinder findet, die sie lieben, wie sie ist und nicht wie wir sie gern in unserer persönlichen Idealisierung oder Vorstellung hätten“.

„Die Legion Christi als christliche Spiritualität dreht sich um die Person Christi. (...) Christ zu sein bedeutet, Jesus Christus zu kennen, zu lieben, ihm zu folgen und ihn nachzuahmen“, beschreibt er das Charisma seines Ordens. Maciel beantwortet auch heikle Fragen, etwa jene, dass es scheine, dass die Legionäre in ihrer Ausbildung alle in dieselbe Form gepresst würden und „wie geklont daraus hervorgehen“.

Diese Ähnlichkeit sei „auf die Art der Ausbildung zurückzuführen“, antwortet der Gründer. Zwischen den Legionären bestehe eine Ähnlichkeit „wie auch zwischen den Mitgliedern der anderen Kongregationen oder Apostolatsbewegungen“. Auf die Frage, wie er sich angesichts der Angriffe und Verleumdungen gegen ihn verhalten habe, meinte P. Maciel: „Meine Grundhaltung ist, immer zu versuchen, bis in die letzte Konsequenz das Gebot der Nächstenliebe zu leben, das Christus uns hinterlassen hat.“ Er habe „für jene gebetet, die gegen mich vorgingen“.

Das Buch „Christus ist mein Leben“ wurde erstmals in Mexiko 2003 publiziert, danach auf Englisch, Italienisch, Französisch und Portugiesisch übersetzt. „Für Pater Maciel ist das Christentum keine Idee, kein philosophisches oder moralisches System, und es besteht auch nicht aus abstrakten Prinzipien“, beschreibt Autor Jésus Colina seine Erkenntnisse aus dem Interview. P. Maciel habe erkannt, „dass Christus für ihn die Person ist, die er in seinen frühen Jugendjahren entdeckt und die ihn nie wieder losgelassen hat“.

Christus ist mein Leben. Jésus Colina spricht mit Marcial Maciel LC. Edizioni ART, 288 Seiten, 24 Abbildungen. Ca. 13 Euro.

Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Buchhandlung Immanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: buch@kath.net

Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net







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