20 Juli 2005, 08:59
Weltjugendtag: Evangelischer Vertreter gegen Beteiligung
 
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"Auslandsbischof" Rolf Koppe: "Für evangelische Christen nicht geeignet"

Hannover (kath.net/idea)
Gegen eine Beteiligung von Protestanten am katholischen Weltjugendtag in Köln hat sich der "Auslandsbischof" der EKD, Rolf Koppe (Hannover), gewandt. Die Veranstaltung vom 18. bis 21. August sei „vom Charakter her nicht zur Teilnahme für evangelische Christen geeignet“, sagte er gegenüber idea. Ziel des Weltjugendtags ist, daß sich junge Menschen „mit ihrem Papst auf die Quellen des Glaubens besinnen“. Dazu werden rund 800.000 Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahren und 600 Bischöfe erwartet. Prominentester Gast wird Papst Benedikt XVI. sein. Laut Koppe kommt es voraussichtlich auch zu einer Begegnung des Papstes mit Vertretern der evangelischen Kirche. Die Vorgeschichte dazu sei jedoch laut Koppe „unwürdig“. Bei früheren Papstbesuchen in Deutschland seien solche Begegnungen selbstverständlich gewesen. „Warum es jetzt sehr schwierig ist, eine Einladung auszusprechen, ist vielen schleierhaft“, sagte Koppe.

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Aus römischer Sicht hat Deutschland einen geringen Stellenwert

Auch im Blick auf mögliche Ergebnisse der Begegnung äußerte sich Koppe zurückhaltend. Schon 1994 habe Josef Kardinal Ratzinger, der heutige Papst, durchblicken lassen, daß Deutschland im Horizont der römisch-katholischen Weltkirche einen geringen Stellenwert habe. Laut Koppe wäre es wünschenswert, daß Rom die evangelische Kirche nicht nur als Gemeinschaft, sondern als Kirche anerkennt. Der Papst wisse auch, daß die gegenseitige Einladung zum Abendmahl „zumindest bei bestimmten Gelegenheiten“ an oberster Stelle auf der ökumenischen Tagesordnung stehe. Bedenken gegen die Frauenordination läßt Koppe nicht gelten: „Wenn die römisch-katholische Kirche denken sollte, daß sie gemeinsam mit den orthodoxen Kirchen Front dagegen machen könnte, irrt sie sich.“

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