29 Juni 2005, 11:30
Papst: Kirche besteht aus Sündern, aber ist durch Christus geheiligt
 
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Am Hochfest Peter und Paul predigte Benedikt XVI. über die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Vatikan (www.kath.net) Über das Wesen des Katholizismus sprach Papst Benedikt XVI. zum Fest der Heiligen und römischen Stadtpatrone Petrus und Paulus. Bei einer Eucharistiefeier am Mittwochvormittag im Petersdom überreichte er 32 Metropolitan-Erzbischöfen und dem Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, das Pallium als Zeichen ihrer Metropolitenwürde. Ein weiterer Erzbischof wird das Pallium an seinem Metropolitanssitz erhalten, teilte der Vatikan mit.

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„Die Katholizität drückt nicht nur eine horizontale Dimension aus, die gemeinsame Versammlung von zahlreichen Menschen; es drückt auch eine vertikale Dimension aus“, sagte Benedikt XVI. in seiner Homilie: „Nur indem wir den Blick auf Gott richten, nur indem wir uns für ihn öffnen, können wir wirklich eins werden.“

„Katholizität bedeutet Universalität – Vielfalt, die zur Einheit wird; Einheit, die dennoch Vielfalt bleibt“, erinnerte der Papst. Diese Einheit bedeute, dass die Menschen fähig sind, „über sich selbst hinauszuwachsen“, um auf Gott zu schauen. Die Einheit der Menschen sei möglich, weil Gott sich uns offenbart habe, „weil die wesentliche Wahrheit über unser Leben, über unser ‚Woher?’ und ‚Wohin’?’ sichtbar geworden ist, als Er sich uns gezeigt hat und uns in Jesus Christus sein Antlitz, sich selbst, schauen ließ.“

Diese Wahrheit führe uns zur Einheit. „Katholizität und Einheit gehören zusammen“, betonte Benedikt XVI. Die Einheit beinhalte „den Glauben, den die Apostel uns von Christus überliefert haben“. Charakteristikum der Kirche sei auch, dass sie „apostolisch“ sei. „Die Kirche ist apostolisch, weil sie den Glauben der Apostel bezeugt und versucht, ihn zu leben“, sagte der Papst.

Die Kirche sei auch „heilig“, sagte Benedikt XVI. „Die Kirche ist nicht von sich aus heilig; sie besteht vielmehr aus Sündern – wir wissen das und wir sehen es alle. Sie wird jedoch stets von Neuem durch die reinigende Liebe Christi geheiligt. Gott hat nicht nur gesprochen: Er hat uns sehr realistisch geliebt – bis hin zum Tod des eigenen Sohnes.“

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