13 Juni 2005, 13:58
Erzbischof will von kanadischem Premier Erklärung zur Homo-‚Ehe’
 
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Paul Martin möge erklären, weshalb seine Regierung so großes Interesse an der Gesetzesreform und ihrer überstürzten Umsetzung hat.

Ottawa (zenit Der Vorsitzende der kanadischen Bischofskonferenz, Erzbischof Brendan O’Brien von St. John, hat den Premierminister seines Landes, Paul Martin, schriftlich gebeten, öffentlich zur geplanten Legalisierung der „Ehe“ für Homosexuelle Stellung zu nehmen. Konkret soll der kanadische Premier erklären, weshalb seine Regierung so großes Interesse an der Gesetzesreform und ihrer überstürzten Umsetzung habe.

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In dem Brief, der vom Montag datiert ist, schreibt der Erzbischof: „Die kanadische Regierung möchte den Gesetzesentwurf C-38 noch vor Endes dieses Monats vom Parlament absegnen lassen.“ Nach dieser Feststellung betont er, dass dieses Vorhaben in weiten Teilen der kanadischen Bevölkerung auf Ablehnung stoße. Zumindest aber sei das Volk über dieses Thema sehr geteilter Meinung.

Deshalb sei „jetzt nicht der Augenblick, um vorschnell eine Gesetzesänderung durchzudrücken, die so ungeheure gesellschaftliche und legale Konsequenzen mit sich bringt. Zusammen mit Millionen von anderen Kanadiern, die allen Glaubensrichtungen angehören oder auch gar keinen Glauben haben, sind die katholischen Bischöfe nach wie vor sehr besorgt angesichts der schwerwiegenden gesellschaftlichen Auswirkungen des Gesetzesentwurfes ,C-38’.“

Zur Sorge Anlass gebe vor allem die mit dem Gesetz verbundene Umdefinierung der Ehe und die gravierende Änderung ihrer Bedeutung. Außerdem befürchten die katholischen Bischöfe, dass man „die grundlegenden Rechte auf Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit“ einschränken würde. Schon jetzt gebe es diesbezüglich Probleme und Schwierigkeiten, kritisiert Erzbischof O’Brien.

„Im Auftrag meiner Mitbrüder im Bischofsamt und in meinem eigenen Namen bitte ich Sie respektvoll um eine Erklärung darüber, warum sich Ihre Regierung dazu entschlossen hat, diese Gesetzgebung derart schnell voranzutreiben“, schrieb der Erzbischof.

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