10 Juni 2005, 10:20
Schweizer Bischöfe gegen das Partnerschaftsgesetz
 
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Im Prinzip hätten Nationalrat und Volk für eine "Ehe" unter Homosexuellen gestimmt, sagte der Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz.

Einsiedeln / Bern (www.kath.net) Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat vom 6. bis 8. Juni 2005 ihre 268. Ordentliche Versammlung in der Benediktiner-Abtei in Einsiedeln gehalten. Nach Abschluss der Vollversammlung gab es auch das erste Statement zum am Sonntag per Volksabstimmung beschlossenen Partnerschaftsgesetz für Homosexuelle. Die Bischöfe sind dagegen - wie schon vor der Abstimmung.

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Der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Agnell Rickenmann, erklärte gegenüber Radio Vatikan: „Dass Menschen beispielsweise ein Erbrecht regeln können, ein Besuchsrecht bei Krankheit usw. - diese verschiedenen rechtlichen Situationen könnte man beispielsweise in einem Vertrag regeln und dieser Vertrag wäre dann von zwei gleichgeschlechtlichen Menschen zu unterschreiben. Das würde aber nicht bedeuten, was es jetzt tut, dass man dann aufs Standesamt geht und gleich einer wirklichen Ehe einander dann auch das Ja-Wort gibt. Wo ich einfach sagen muss, ja Entschuldigung, es ist nicht dasselbe...“

Im Prinzip hätten Nationalrat und Volk für eine „Ehe“ unter Homosexuellen gestimmt. Wenn Adoption, künstliche Fortpflanzung und Namensrecht jetzt noch ausgeschlossen sind, sei das nur eine „Salamitaktik“, meint Rickenmann. In ein paar Jahren gebe es dazu das nächste Referendum.

Die Schweizer Bischöfe – alle wurden von Johannes Paul II. eingesetzt – nahmen auch zum Tod von Johannes Paul II. und zur Wahl Benedikts XVI. Stellung: „Die Schweizer Bischöfe, die alle durch Johannes Paul II. in ihr Amt berufen wurden, gedachten dankbar Johannes Paul II., den sie vor genau einem Jahr in unserem Land begrüßen durften. Mit Freude erinnern sie sich auch an den offenen Dialog, den sie mit Kardinal Joseph Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation, anlässlich ihres Ad-Limina Besuches im letzten Februar führen konnten.“

Die Bischöfe äußerten sich außerdem dankbar über die verschiedenen Initiativen zum Jahr der Priesterberufungen und zum Jahr der Eucharistie. „Die Bischöfe ermutigen die Verantwortlichen für die Gestaltung des Jahres der Priesterberufungen und laden alle Gläubigen und Seelsorgenden ein, dieses Anliegen weiterhin aktiv zu unterzustützen.“ Das Jahr der Priesterberufungen werde am 1. Adventssonntag 2005 übergehen in das Jahr der kirchlichen Berufungen.

Die SBK gab auch eine Änderung bezüglich der Zulassung von Priestern aus Drittstaaten bekannt. „In der Verordnung des Bundesrates über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO) unter „Regelung für verschiedene religiöse Gemeinschaften“ wird festgehalten, dass mit Rücksicht auf den Priestermangel in der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz jährlich eine gewisse Anzahl Bewilligungen für Priester aus Drittstaaten erteilt werden. Damit kommen die Behörden der Personalsituation der katholischen Kirche in der Schweiz entgegen.“

Außerdem teilten die Bischöfe mit, dass sich über 1.200 Jugendliche für den Weltjugendtag in Köln angemeldet hätten. Acht Schweizer Bischöfe werden voraussichtlich die Jugendlichen zwischen dem 15. und 21. August nach Deutschland begleiten.

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