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Kurt Krenn: Momentant nicht grad lustig in der Kirche

19. März 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
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Nach Wochen des medialen Schweigens meldet sich der Altbischof von St. Pölten in einem Interview zurück: "Wir haben in der Kirche Österreichs jedenfalls eine ganze Reihe von Diözesen mit Riesenproblemen"


St. Pölten (www.kath.net)
Kurt Krenn, der Altbischof von St. Pölten, hat sich in einem NEWS-Interview nach einigen Wochen des medialen Schweigens zu Wort gemeldet und erneut Kritik an seiner Absetzung als Bischof von St. Pölten geübt. Man habe ihn als Bischof abserviert, einfach loswerden wollen. Krenn meinte wörtlich: "Diese ganze Sache, das war in Wirklichkeit nie mein Problem. Noch was: Wir haben in der Kirche Österreichs jedenfalls eine ganze Reihe von Diözesen mit Riesenproblemen. Aber grad in St. Pölten, die sicher nicht die mit den größten Problemen war, hat man halt zugeschlagen."
Zu der Frage, ob Papst Johannes Paul dies angeordnet hatte, meinte Krenn wörtlich: "Ich weiß, man sagt, es wäre der Papst gewesen. Aber ich weiß auch, dass der Papst nicht alles allein tut oder alles wissen kann. Drum sag ich gar nix mehr zu der ganzen Sache, sondern nur: Es ist der Wille Gottes, der sich mir zeigte. Außerdem, ich weiß nicht ganz sicher, wer das größte Interesse an meinem Abgang hatte. Der Papst jedenfalls sicher nicht!". Der Altbischof von St. Pölten meinte zu der Frage, was er denn künftig tun werde, kryptisch: "Für mich weiß ich's schon, aber ich will noch nichts öffentlich thematisieren. Es wird was sein, was mit dem Weg und den Problemen der Kirche zusammenhängt. Weil ich mich nicht zufriedengebe mit dem, was passiert." Er betonte auch, dass es momentant "nicht grad lustig in der Kirche" ist. "Es geht um deren Zustand und um eine bestimmten Art und Weise ihres Inneren. Es wird zu wenig für den lieben Gott getan. Es gibt viele unbewältigte Dinge, auch in der Ortskirche." Auch zu der Frage, ob Kardinal Christoph Schönborn papsttauglich sei, nahm Krenn Stellung und betonte:"Das ist eine unchristliche Frage, die ich nicht kommentieren, die ich nicht beantworten will."



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