
USA (www.kath.net)
Ein US-Richter in Florida hat am Freitag das Leben der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo aus Florida erneut um drei Wochen "verlängert". Terri liegt
seit Jahren im Wachkoma. Ihr Mann Michael möchte erreichen, dass bei der schwer
hirngeschädigte Frau die künstliche Ernährung abgestellt wird. Dies würde
den sicheren Tod für Terri Schiavo bedeuten. Die Eltern der Frau sind strikt
gegen die Abschaltung der Geräte und führen seit Jahren eine erbitterten
juristischen Kampf gegen den Schwiegersohn um das Leben der Tochter. In einem öffentlichten Brief teilte der Vater von Terri mit, dass seine Tochter weder gehirntod sei noch im Koma liege.
Unterstützung bekommen die Eltern jetzt von Jeb Bush, dem Governor von
Florida. "Ich möchte alle zur Verfügung stehenden Mittel prüfen, Terri
Schiavo am Leben zu erhalten", betonte Bush laut US-Medienberichten. Auch
der bekannte Pro-Life-Aktivist Randall Terry hat der Familie Schindler, den
Eltern von Terri, Unterstützung zugesagt und organisiert vor dem Pflegeheim
der Patientin Kundgebungen. Mit Protestbriefen und verschiedenen Aktionen
möchte er das Leben von Terri retten.
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Diese Woche hat auch Kardinal Renato Martino, der Präsident des Päpstlichen Rates
Gerechtigkeit und Frieden, Stellung genommen.
Im Interview mit "Radio Vatikan" betonte er: "Wenn es Herrn Schiavo
tatsächlich gelingt, auf legalem Weg den Tod seiner Frau zu erwirken, dann
wäre das nicht nur an sich schrecklich, sondern auch ein großer Schritt hin
zur Legaliserung der Euthanasie in den USA. Denn Richterentscheide spielen
in den Vereinigten Staaten für die künftige Gesetzgebung eine große Rolle.
Un da möchte ich noch einmal daran erinnern, was der Heilige Vater jüngst
der Päpstlichen Akademie für das Leben gegenüber betont hat: Unter Qualität
des Lebens darf man nicht wirtschaftlichen Nutzen, Schönheit oder Gesundheit
verstehen, sondern die Würde des menschlichen Wesens, das Gott nach seinem
Abbild geschaffen hat. Niemand kann darüber richten als Gott selbst."
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