
Oslo (www.kath.net) „Die Passion Christi“ kann das Leben verändern. Das bestätigt der Fall eines gesuchten norwegischen Mörders und Neo-Nazis, von dem die Zeitung „Dagbladet“ berichtet. Johnny Olsen stellte sich am Samstag der Polizei und bekannte, er sei für zwei Bombenanschläge in den 90er Jahren im linksautonomen Kulturzentrum „Blitz“ in Oslo verantwortlich.
Der 41-jährige Mann erklärte, der Film „The Passion of the Christ“ habe ihm klar gemacht, dass er sich stellen müsse. Olsen habe sich seit zehn Jahren mit dem Thema Schuld, Leiden und Vergebung beschäftigt, sagte sein Anwalt Fridtjof Feydt. „Es war ein langer Prozess, aber der Jesus-Film hat den Unterschied gemacht. Nun zeigt er echte Reue und ist bereit zur Wiedergutmachung.“
Werbung
Olsen sagte gegenüber dem „Dagbladet“, es ist wichtig, dass zwei von den am meisten gesuchten Morden in Norwegen aufgeklärt seien. „Das ist mein Weg, mehr Frieden in der Welt zu schaffen.“ Der Mann ermordete 1981 zwei Jugendliche und wurde zu einer 18-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach zwölf Jahren wurde er auf Bewährung frei gelassen. In der Folge war er immer wieder in weitere Gewalttaten verwickelt. Die Polizei verdächtigte ihn, für die Bombenanschläge auf das „Blitz“ Mitte der 90er Jahre verantwortlich zu sein, konnte ihn jedoch nicht mit dem Verbrechen in Verbindung bringen.
Olsen ist bereits der dritte Fall eines Kriminellen, der seine Schuld bekennen wollte, nachdem er „The Passion of the Christ“ gesehen hatte. In den USA haben sich in den letzten Wochen ein Bankräuber und ein Mörder der Polizei gestellt. Beide gaben an, dass Mel Gibsons Verfilmung der letzten zwölf Stunden im Leben Jesu der Auslöser dafür war, ihre Schuld zu bekennen.
www.kath.net/passion.php
Nach dem Filmbesuch - Die Reaktionen - Teil I
Foto: (c) ICON
|