
Vatikan (www.kath.net / zenit) Eine Fotoausstellung im „Braccio di Carlo Magno“, dem linken Flügel der Bernini-Kollonaden nebem dem Petersplatz, wirft eine neue Perspektive auf die Pietà von Michelangelo. Die Austellung, die am Donnerstag eröffnet wurde, enthält eine Sammlung von Fotografien des österreichischen Fotographen Robert Hupka, der 2001 gestorben ist. Die Fotos entstanden 1964, als die Pietà bei der Weltaustellung in New York zur Schau gestellt wurde.
Hupka machte Farbfotos, Schwarz-Weiss-Fotos und Luftbildaufnahmen. Er fotographierte die Skulptur, die in einem New Yorker Pavillon untergebracht war, zu jeder Tages- und Nachtzeit und aus allen möglichen Blickwinkeln mit einer Linse von 35 und 400 Millimeter. ”Als ich anfing, konnte ich ich nicht aufhören, bis das Schiff, welches die Statue nach Italien zurückbringen sollte, vor meinen Augen verschwand”, heisst es im Katalog zur jetzigen Ausstellung. ”Das ist eine Erfahrung, die nicht mit Worten beschrieben werden kann: Ich stand vor dem Geheimnis einer wahren Größe,” sagte der Autor.
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Nach Angaben der Organisatoren der Ausstellung war die Pietà für den Fotographen wie eine Skulptur, die niemand jemals wieder sehen würde, als ob nur Michelangelo sie bis dahin gesehen hätte. Michelangelo Buonarroti war erst 25 Jahre alt, als er die Pietà aus einem einzigen Carrara-Marmor-Block formte.
1972 schlug ein geisteskranker Mann 15 Mal auf die Figur ein und entstellte so das Gesicht. Nach der Restaurierung wurde sie hinter kugelsicheres Glas gestellt, um sie vor weiteren Angriffen zu schützen. Die Ausstellung, die vom Arstella Verlag organisiert wird, ist bis Juli geöffnet.
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