
Kaufering (kath.net/idea) Wie konnte Karl Marx bei der ZDF-Abstimmung „Unsere Besten“ auf Platz drei hinter Konrad Adenauer und Martin Luther kommen, obwohl er Haß und Gewalt predigte? Dieser Frage geht der Politikwissenschaftler Prof. Konrad Löw in der katholischen Zeitschrift „Der Fels“ (Kaufering) nach. An der ZDF-Abstimmung im Herbst hatten sich 3,3 Millionen Fernsehzuschauer beteiligt. Über eine halbe Million stimmten für Marx. Die Teilnehmer aus den neuen Bundesländern wählten Marx auf Platz eins. Löw führt dieses Ergebnis darauf zurück, daß in Deutschland der Mythos eines „ganz von Menschlichkeit bestimmten“ Mannes aufgebaut wurde. Alle Marx-Texte, die sein wahres Wesen zeigten, würden ausgeblendet. Nach den Worten Löws war Marx ein Antisemit, ein Hasser der slawischen Völker und ein Vorkämpfer des Totalitarismus. So heiße es in dem von Karl Marx und Friedrich Engels 1848 veröffentlichten Kommunistischen Manifest: „Sie (die Kommunisten/d. Red.) erklären offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung.“ Mit dem Umwerfen aller Verhältnisse habe Marx den Staat ganz allgemein gemeint, jede Religion, die bürgerliche Gesellschaft, das Judentum, die Rechtsordnung, insbesondere das Privateigentum, sowie Ehe und Familie.
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Bekennende Marxisten für den Tod von 85 Millionen Menschen verantwortlich
Löw fragt: „Muß nicht die Umsetzung dieses überaus radikalen Programms zwangsläufig Berge von Leichen und Ströme von Blut produzieren?“ Nach Angaben des Politologen haben bekennende Marxisten wie der sowjetische Diktator Josef Stalin den Tod von 85 Millionen Menschen zu verantworten. Löw nennt es eine „Ironie der Geschichte“, daß Marx dort am tiefsten verehrt werde, wo die Menschen noch heute unter den Folgen seiner Lehre litten: im Gebiet der ehemaligen DDR. Dort sei er als ‚der größte Sohn des deutschen Volkes’ gefeiert worden. Diese Verklärung hätten die Menschen so verinnerlicht. „daß sie immer noch daran glauben“. |