
Paris (www.kath.net) Religiöse Zeichen wie muslimische Kopftücher, große christliche Kreuze oder jüdische Kippas sollen an Frankreichs öffentlichen Schulen verboten werden. Diese Ansicht vertritt eine von Staatspräsident Jacques Chirac eingesetzte 20-köpfige Expertenkommission, wie französische Medien berichten. Die Kommission plädierte für ein Gesetz, um die weltanschauliche Unabhängigkeit („laicité“) des Staates durchzusetzen. Zum höchsten jüdischen Festtag Jom Kippur und zum muslimischen Opferfest Aid-el-Kebir soll an den staatlichen Schulen schulfrei sein.
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Die von Bernard Stasi geleitete Kommission will nur noch „diskrete“ religiöse Zeichen - etwa kleine Kreuze und Davidsterne - an den Schulen tolerieren. Seit fünf Monaten suchen die Fachleute nach einer Lösung für das heftig debattierte Problem. Auslöser war unter anderem, dass viele Mädchen in der Schule muslimische Kopftücher tragen. Die Schulen gingen unterschiedlich damit um. Einige akzeptierten es, andere verwiesen die Mädchen von der Schule.
Alleinige Entscheidungshilfe ist ein Regierungs-Dekret aus dem Jahr 1989. Es schreibt vor, Schüler sollten durch ihre Kleidung keine „Verbreitung religiösen Glaubens“ betreiben. Wie dies konkret ausgelegt wird, obliegt den Schulleitungen. Die Frage müsse grundsätzlich gelöst werden, ist die jüngste Auffassung der französischen Regierung.
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