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30. Juli 2010, 12:29
Kanadische traditionelle Anglikaner stimmten für Einheit mit Rom














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  THEMA 'Anglikaner'

Zur Umsetzung des Plans müsse sich die Gruppe, deren Mitgliederzahl mit 5.000 angegeben wird, mit der Glaubenskongregation in Verbindung setzen, hieß es am Freitag in Rom.

Rom (kath.net/KNA) Die Anglican Catholic Church of Canada hat für die Einheit mit der katholischen Kirche plädiert. Die Provinzial- und Diözesansynode hätten bei Treffen in Surrey in British Columbia mit großer Mehrheit für die Einheit mit Rom gemäß der Vatikan-Konstitution «Anglicanorum coetibus» gestimmt, meldete die Vatikanzeitung «Osservatore Romano».

Zur Umsetzung des Plans müsse sich die Gruppe, deren Mitgliederzahl mit 5.000 angegeben wird, mit der Glaubenskongregation in Verbindung setzen, hieß es am Freitag in Rom.

Die Anglican Catholic Church of Canada gehört zur Traditionellen Anglikanischen Gemeinschaft (TAC). Diese zählt zum konservativen Flügel der anglikanischen Kirche. Sie lehnen etwa die Weihe von Frauen ab. Innerhalb der anglikanischen Kirche gibt es seit Jahren Diskussionen um die Frauenordination.

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Mit der Konstitution «Anglicanorum coetibus» hatte Papst Benedikt XVI. im November 2009 die Möglichkeit für anglikanische Christen geschaffen, mit eigenen Kirchenstrukturen und unter Wahrung ihrer liturgischen Tradition in die katholische Kirche zu wechseln. Vorgesehen sind Personalordinariate - analog den Militärordinariaten -, in denen wie bei den Ostkirchen auch verheiratete Geistliche zu Priestern geweiht werden können.

Zahlen über Übertritte auf Grundlage der neuen Normen liegen bislang nicht vor. Bereits in der Vergangenheit hatten immer wieder einzelne anglikanische Geistliche und Laien den Übertritt zur katholischen Kirche vollzogen, über den jeweils einzeln entschieden wurde.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

   

Lesermeinung

 SCHLEGL am 1.8.2010
Anglikaner zurück nach Rom
Schon die Entstehung der anglikanischen Hochkirche war problematisch! Es waren keine Anliegen der so genannten "Reformation", welche die Kirche von England Rom entfremdeten. Es war die Gewaltherrschaft des englischen Königs Heinrich VIII. Um seine rechtmäßige Gattin Katharina von Aragon loszuwerden, war ihm jedes Mittel recht. Er hatte nämlich ein ehebrecherisches Verhältnis mit der Hofdame Anna Boleyn begonnen, die von ihm ein Kind erwartete (die spätere Königin Elisabeth I). Der Papst, der zunächst dem englischen König noch den Titel "defensor fidei -Verteidiger des Glaubens" gegeben hatte, weil Heinrich VIII Martin Luther scharf kritisiert hatte , lehnte eine Annullierung der Ehe ab. Der Erzbischof von Rochester, John Fisher, der Katharina von Aragon Asyl gewährte, wurde dafür in den Tower geworfen und enthauptet. Anna Boleyn soll sogar noch mehr Gemeinheit besessen haben, als Salome, auf deren Wunsch Johannes der Täufer enthauptet wurde. Anna Boleyn soll sogar das Haupt des Erzbischofs geohrfeigt haben! Die weiteren Frauenaffären von Heinrich VIII und deren brutales Ende, sind ja ebenso bekannt, wie die Hinrichtung des papsttreuen Lordkanzlers Thomas Morus (verfilmt unter dem Titel "Ein Mann zu jeder Jahreszeit"). In den so genannten "Suprematsakten" von 1546, machte sich der englische König zum Haupt der englischen Kirche, direkt unter Gott. Alle die katholisch bleiben wollten, besonders Geistliche waren schwersten Verfolgungen ausgesetzt .Thomas Cranmer, der neue anglikanische Erzbischof von Canterbury, vertrat ein am Schweizer Kirchereformator Calvin ausgerichtetes Sakramentenverständnis, für ihn waren die Sakramente nur Symbole. Daher musste Papst Leo XIII (1878-1903) entscheiden, dass alle Weihen der Amerikaner ungültig seien (es fehlt also die apostolische Sukzession). Das orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel, hat sich 1920 dieser Position angeschlossen. Schon im 19. Jahrhundert gab es die so genannte "Oxford Bewegung", die zur Hinwendung zahlreicher prominenter Persönlichkeiten zur katholischen Kirche führte. Die wohl berühmteste Persönlichkeit war der anglikanische Geistliche John Henry Newman, der katholischer Priester und später sogar Kardinal wurde und den Papst Benedikt XVI jetzt seligsprechen wird. Bis zur so genannten Lambeth Konferenz (1920) vertrat die anglikanische Kirche in Sachen Ehescheidung und Empfängnisverhütung die katholische Position. Das hat sich jetzt grundsätzlich geändert. Die Weihe von Frauen zu anglikanische "Priesterinnen", die geplante Weihe von "Bischöfinnen", sowie die Akzeptierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, brachte jetzt das Fass einigermaßen traditionell gesinnter Anglikaner zum Überlaufen. Daher das Angebot Roms diesen Menschen einen eigenen Zugang zur katholischen Kirche zu eröffnen, nämlich als Personaldiözese für die katholischen Anglikaner (deren Geistliche müssten wieder geweiht werden und dürften eine vor der Weihe geschlossene Ehe fortsetzen). Vielleicht könnten bei uns Gruppierungen wie "Wir sind Kirche" bei solchen Vorgängen ein wenig nachdenklich werden und erkennen, dass es gerade nicht der Beifall der Massen und der Zeitgeist sind, den Menschen suchen. Hier hat sich der Papst wirklich als Garant der Rechtgläubigkeit und der Einheit erwiesen. Msgr. Franz Schlegl
 
 Blaise Pascal am 31.7.2010
Sehr gut
Ökumene, wie sie sein soll.
 
 matthieu am 30.7.2010
Ökumene
Es stimmt zwar, dass es immer möglich ist, zur römisch-katholischen Kirche zu gelangen.
Aber dem Papst ist besonders zu danken, dass er die (ökumenische) Hand ausstreckt. Die Chance sollten z. B. auch die Gläubigen in den Gemeinden der "Piusbrüder" nutzen. Ich hege immer noch die Hoffnung, dass die Gespräche mit deren Geistlichen sich irgendwann erübrigen, weil das Volk wieder "in Rom" ist.
 
 Waldi am 30.7.2010
Erfreuliche Segensfrüchte durch Papst Benedikt XVI.
Unser Heiliger Vater weiß schon was er tut, mögen seine Gegner auch übelste Intriegen gegen ihn spinnen, Jesus hat schon die richtige Wahl getroffen, um seinem würdigsten Vertreter Seine Kirche anzuvertrauen.
Auch hier gilt: Gottes Mühlen mahlen langsam - aber sicher! Das weiß auch unser Papst Benedikt XVI., er lässt sich von notorischen Reformdränglern und Plappermäulern, die in ihrer Einfalt glauben alles besser zu wissen als Er, nicht aus der Ruhe bringen. Was sollen die lauen Lüftchen und die getrübten Wässerchen diesem Fels schon anhaben? Halten wir voll Vertrauen geschlossen zu Ihm, dann sind wir auf der Siegerseite.
 
studiosus am 30.7.2010
Hier sieht man
Hier sieht man wie segensreich unser Heiliger Vater doch wirkt!
Und wieder einmal mehr sieht man: oft sind die, die am meisten angegriffen werden, eben doch die besten!

Nicht weil sie angegriffen werden, sondern umgekehrt: meist werden sie angegriffen, eben gerade WEIL sie gut sind!

Moege Seine Heiligkeit Papst Benedictus XVI noch viele viele Jahre die Kirche regieren!!!
 

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