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30. Juli 2010, 09:58
‚Viele Fernstehende sind im Innersten auf der Suche nach Gott’














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  WEITERE ARTIKEL ZUM
  THEMA 'Kirche'

„Wir Christen sollten uns immer fragen: Wem begegnen diese Menschen, wenn sie in unsere Gemeinden kommen? Ihm oder uns?“


Bad Blankenburg (kath.net/idea) Gemeinden können nicht aus eigener Kraft wachsen. Das sagte die Beauftragte der württembergischen Landeskirche für das Projekt „Wachsende Kirche“, Maike Sachs (St. Johann bei Reutlingen), am 29. Juli auf der Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg.

Das Wachstum von Gemeinden hänge nicht in erster Linie an Finanzen, sondern daran, ob sie „aus dem Glauben an den lebendigen Christus“ lebten. Sachs: „Hoffentlich müssen wir in Zukunft nicht sagen: Unsere Bänke haben wir behalten, aber unsere Kinder haben wir verloren.“

Viele der Kirche fernstehende Menschen seien in ihrem Innersten auf der Suche nach Gott, so die Pfarrerin. „Wir Christen sollten uns immer fragen: Wem begegnen diese Menschen, wenn sie in unsere Gemeinden kommen? Ihm oder uns?“

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Sie finde es befremdlich, wenn in der Kirche über Formen und Traditionen diskutiert werde, die Mission aber grundsätzlich infrage gestellt werde.

Einen nur lieben Gott empfinden viele als entbehrlich

Christen sollten Gott weder verharmlosen noch verniedlichen und sich nicht scheuen, auch von Sünde und Gott als Richter zu reden. Einen Gott, der nur lieb sei, empfänden viele Menschen als entbehrlich, sagte der freikirchliche Theologe und designierte Leiter der Biblisch-Theologischen Akademie des Forums Wiedenest (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest), Pastor Horst Afflerbach (Bergneustadt/Oberbergisches Land) bei derselben Veranstaltung. Erst das Reden von Sünde und Gottes Gericht mache die Botschaft von Gnade und Erlösung verständlich.

Afflerbach empfahl Christen, ihre Beziehung zu Gott zu pflegen. Je mehr diese vernachlässigt werde, desto größer sei die Gefahr, das Herz an Götzen wie Geld, Erfolg oder Gesundheit zu hängen. Diese könnten jedoch keinen inneren Frieden schenken: „Das ist wie wenn man Durst hat und Salzwasser aus dem Meer trinkt – es macht einen nur noch durstiger.“

   

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Lesermeinung

 Einsiedlerin am 30.7.2010
@familiensonne
Zitat: "...selbstgerechte Besserwisser, die wohl in den Bergen wohnen wo die Welt noch in Ordnung ist..."

*lach* - ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Vorurteil auf keinen der "Besserwisser" unter den kath.net-postern zutrifft! Und glauben Sie mir, ich erlebe in der Großstadt in vielen Kirchen viel "ordentlichere" Messen als auf dem Land, wo ich wohne!! Da glauben so manche Priester, sie müssen auf biegen und brechen modern sein, um die Leute in die Kirche zu kriegen. Tatsächlich verflacht die hl. Messe.
Bei einigen Priestern bin ich versucht, wie Festus auszurufen: "Du bist verrückt! Das viele Studieren (der Theologie, Anm.) treibt dich zum Wahnsinn!"

Zitat: "So mancher, der in der Messe die Kniebeugen des Priesters mitzählt, sollte daran denken, dass im gleichen Augenblick Gott ins Herz schaut und alles sieht."
Natürlich sieht Gott das Herz und jeder, der die hl. Messe mitfeiert hat seine persönliche innere Haltung, je nach seinem geistlichen Vermögen. Aber grundsätzlich ist es doch so, dass man das, was man im Inneren trägt automatisch auch nach außen trägt - es sei denn, man heuchelt ;)
 
Tina 13 am 30.7.2010
Die Nächstenliebe ist uns Christen wichtig
Diese Bibelstelle hatte ich gerade im Gebet dazu:

Eph 6,24
Gnade und unvergängliches Leben sei mit allen, die Jesus Christus, unseren Herrn, lieben!
 
 familiesonne am 30.7.2010
Bravo...
...ein guter Artikel. Besonders

" Sie finde es befremdlich, wenn in der Kirche über Formen und Traditionen diskutiert werde, die Mission aber grundsätzlich infrage gestellt werde. Sachs: „Hoffentlich müssen wir in Zukunft nicht sagen: Unsere Bänke haben wir behalten, aber unsere Kinder haben wir verloren.“

ist gut.

Auch hier bei Kath.net posten meiner Meinung nach leider zu viele selbstgerechte Besserwisser, die wohl in den Bergen wohnen wo die Welt noch in Ordnung ist, und in keiner Weise Feinfühligkeit besitzen sich in Mitchristen hineinzudenken, die ein sehr schweres Leben in Berlin, Köln oder Hamburg führen müssen und sich sehr bemühen müssen, als Christ zu überleben.

In einer Grossstadt ist man nämlich manchmal schon froh, wenigstens einen "halbordentlichen" Gottesdienst vorzufinden.

So mancher, der in der Messe die Kniebeugen des Priesters mitzählt, sollte daran denken, dass im gleichen Augenblick Gott ins Herz schaut und alles sieht.
 

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