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11. März 2010, 17:30
'Auch wenn wir jetzt von vielen beschimpft und verachtet werden'














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  WEITERE ARTIKEL ZUM
  THEMA 'Schönborn'

Wiener Kardinal Christoph Schönborn bei Rede im Stephansdom zur Eröffnung der Diözesanversammlung: "Die Kirche wird an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn wir durch diesen Prozess der Läuterung gehen."

Wien (kath.net)
Kath.Net dokumentiert die Rede von Kardinal Christoph Schönborn bei der Eröffnung der Diözesanversammlung vom Donnerstag im Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder!

Dieser Tage geht es wohl vielen von uns wie den beiden Emmausjüngern, die traurig und niedergeschlagen auf dem Weg waren, als sich ihnen Jesus zugesellte, sie ihn aber nicht erkannten. Als er sie nach dem Grund ihrer Traurigkeit fragten, heißt es: „Da blieben sie traurig stehen“ (Lk 24,18). Ja, traurig, sehr traurig bleiben wir stehen und fragen uns: Was ist da geschehen? Warum dieser Tsunami an Enthüllungen, an Missbrauchsfällen? Warum schon wieder einmal „die Kirche“ am Pranger?

In den letzen Tagen wogt in mir ein Kampf, und ich kann mir denken, dass es nicht nur bei mir so ist. Da ist die starke Versuchung zu resignieren, zur Depression, zum Selbstmitleid: warum sind wir, „die Kirche“, schon wieder einmal „dran“? Da ist die Versuchung, alles auf die „bösen Medien“ zu schieben, die wieder einmal die Fehler der Kirche besonders beleuchten.

Aber dann spüre ich im Herzen: das ist es nicht! Diese Trauer ist nicht die richtige. Dann erinnere ich mich an die so klaren Worte, die wir als Bischöfe gesagt haben: es geht nicht um unseren Schmerz. Ja, es tut uns weh, wie wir wieder einmal dastehen. Aber was ist dieser Schmerz im Vergleich zu dem der Opfer? Und dann denke ich an Missbrauchsopfer, die ich persönlich kenne, deren Leben bis heute schwer belastet ist, denen der Missbrauch dauerhaft Lebenssubstanz geraubt hat. Und dann spüre ich eine echte Trauer: „Was ist euch angetan worden!“ Diese Trauer soll uns bewegen. Nicht die Frage: wie geht es schon wieder einmal uns, der Kirche, schlecht! Sondern das schmerzliche Gedenken an die Leiden der Opfer. Diese echte Trauer wird allein die Kirche läutern und reinigen. Dann ist das, was wir zurzeit erleben, nicht vergeblich. Dann kann es zu einer echten Umkehr in der Kirche führen, in unserem Leben. Ist Jesus nicht zuerst für die Opfer gekommen? Für die Kleinen, Wehrlosen? Und hat er die Täter nicht dadurch zur Umkehr bewogen, dass er selber freiwillig zum Opfer geworden ist? Zum Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt?

„Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32): Wir Bischöfe haben an dieses Wort Jesu erinnert. Es gilt auch in dieser schwierigen Stunde. Sie mag schmerzen, aber sie befreit. Und deshalb bitte ich euch: Fürchten wir nicht die Wahrheit. Sie befreit. Sie sieht vor allem das Leid der Opfer. Dazu lädt uns Jesus ein. Die Kirche wird an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn wir durch diesen Prozess der Läuterung gehen. Und sie wird deutlicher sichtbar machen, wo von Jesus her ihr Platz sein muss: dort, wo der Mensch, das Ebenbild Gottes, verletzt, geschändet, missbraucht wird. So bitte ich Euch – und sage es auch mir selber: nehmen wir diese Phase der Läuterung an. Sie kann uns nur näher zu Jesus und näher zu den Menschen bringen – auch wenn wir jetzt von vielen beschimpft und verachtet werden.

Ja, die Wahrheit wird uns frei machen. Nach der 1. Delegiertenversammlung schrieben mir zwei Pfarrgemeinderäte: „Das Schlimmste, was diesem Prozess geschehen kann, ist, wenn alles wieder in der Schublade verschwindet“. Ich bin mir bewusst, dass hohe Erwartungen da sind. Wie wird es weitergehen? Wird es bei schönen Worten und einem schönen Event bleiben? Ich erinnere mich sehr gut an die Punkte, bei denen in der 1. Versammlung am stärksten applaudiert wurde. Werden sie wieder nur „auf die lange Bank geschoben“? Worum wird es diesmal gehen? Thema ist die Mission. Wird dieses Hauptthema alles andere zudecken? Vor allem die Sorgen um die Zukunft der Gemeinden, die so stark zum Ausdruck kamen?

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Regina Polak hat die vielen Ergebnisse der Gesprächsgruppen analysiert, systematisiert, wirklich sehr kompetent ausgewertet (Dank!! Sind auf APG 2010 zu lesen). Sie beschreibt ihren Gesamteindruck: „Groß ist die Trauer, dass es nicht mehr so ist, wie es einmal war. Wo ist Raum für diese Trauer? Wo denken wir nach, was wir aus der Vergangenheit in die Zukunft mitnehmen müssen – und was wir lassen können?“

Eines ist sicher: wir müssen von manchem Abschied nehmen. Es verändert sich rasant unsere Gesellschaft und mit ihr die Kirche. Die heute unter 20-Jährigen werden, wenn sie unser Durchschnittsalter erreicht haben werden, in einer sehr anderen Welt und Kirche leben. Wie wird diese neue Gestalt einer Gesellschaft aussehen, die nicht mehr nur auf Wachstum aufbaut? Wie die einer Kirche, die wohl deutlich kleiner, multikultureller geworden ist?
Werden wir diesen Übergang einfach erleiden oder auch mitgestalten? Das ist die Herausforderung. Werden wir uns öffnen, über die Grenzen unserer Gemeinden hinaus? Manche orten einen „Reformstau“ in der Kirche. Ich orte mit Sorge, dass wir uns zu sehr mit uns selber beschäftigen, dass das unsere Energien zu sehr an die „binnenkirchlichen Themen“ bindet. Regina Polak stellt fest, dass unsere Gemeinden und Gemeinschaften „ein Riesenpotential“ darstellen. Ich kann das nur bestätigen. Es entspricht meiner Wahrnehmung und es bedeutet eine große Hoffnung. Aber sie schreibt auch über die Arbeitsgruppen der 1. Versammlung: „Warum werden die Entwicklungen in Europa, in der Welt, in Gesellschaft kaum explizit benannt? Wo sind die ‚Anderen‘ außerhalb der Kirche (Andersgläubige, Migrant/Innen, Notleidende, Lehrlinge, Arbeiterinnen, Unternehmer, Politiker,…)? Sie werden – mit Ausnahme des TB Caritas – selten konkret beim Namen genannt“.

Sie erinnern sich an meine fünf „Ja“ vom ersten Tag der ersten Diözesanversammlung: das erste Ja war das zum Heute, zur Zeit, den Menschen von heute. Dieses Heute und mehr noch das Morgen unserer Welt, unserer Gesellschaft sieht ernst aus. 400 000 Arbeitslose in Österreich. Belastende Budgetaussichten, kommende Sparpakete, die Sorgen um die Zukunft des Sozialstaates, um das Brüchigwerden des Generationenvertrages. Dazu kommen die globalen Sorgen in einer globalisierten Welt: die wachsende Armut bei gleichzeitigem wachsenden Reichtum weniger; die Sorgen um den Klimawandel, die Brüchigkeit des Finanzsystems, die steigende Fremdenfeindlichkeit angesichts der Migrationsbewegungen; und, besonders schwerwiegend, die Verschiebungen in den Wertesystemen: die weltweite Förderung von Abtreibung und Euthanasie, alles Grund zu großer Sorge.

Doch es gibt auch so viele Hoffnungszeichen, von denen wir als Christen lernen können, die wir wahrnehmen und wertschätzen sollen. Mich hat sehr beeindruckt, wie der Hl. Vater Papst Benedikt, über seine Reise nach Tschechien gesprochen hat. Er sei immer wieder darauf hingewiesen worden, das sei doch ein Land, in dem die Mehrheit Agnostiker und Atheisten seien und die Christen nur eine Minderheit. Er sei umso überraschter gewesen, mit welcher Herzlichkeit und Freundschaft er aufgenommen worden sei. Ihm sei es vor allem wichtig, „dass auch die Menschen, die sich als Agnostiker oder als Atheisten ansehen, uns als Gläubige angehen. Wenn wir von einer neuen Evangelisierung sprechen, erschrecken diese Menschen vielleicht. Sie wollen sich nicht als Objekt von Mission sehen und ihre Freiheit des Denkens und des Wollens nicht preisgeben. Aber die Frage nach Gott bleibt doch auch für sie gegenwärtig, auch wenn sie an die konkrete Weise seiner Zuwendung zu uns nicht glauben können … Als ersten Schritt von Evangelisierung müssen wir versuchen, die Gottsuche wachzuhalten“.

Und Papst Benedikt gebraucht dafür das Bild des „Vorhofs der Völker“ im Tempel zu Jerusalem. „Ich denke, so einen ‚Vorhof der Völker‘ müsse die Kirche auch heute auftun, wo Menschen sich irgendwie an Gott anhängen können, ohne ihn zu kennen und ehe sie den Zugang zum Geheimnis gefunden haben, dem das innere Leben der Kirche dient“ (Ansprache an die Kurie, 21.12.2009).

Sie blieben nicht stehen. Sie gingen weiter. Auf dem Weg zeigte ihnen Jesus aus der Schrift, dass der Messias das alles leiden musste, „um so in seine Herrlichkeit zu gelangen“ (Lk 24,26). Auch wir wollen nicht traurig stehenbleiben. Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass unser Herz brannte, als er mit uns auf dem Weg war und uns die Schrift erschloss. Die 1. Delegiertenversammlung hat vielen von uns das brennende Herz erfahren lassen. Wir wissen alle, dass es keine fertigen Rezepte, keine schnellen, simplen Lösungen gibt. Aber eines weiß ich sicher: Christus liebt diese, Seine Kirche. Er will sie, er braucht sie. Ihr hat er „das Reich vermacht, wie es mein Vater mir vermacht hat“ (Lk 22,29). Diese Kirche, die so oft angepatzt dasteht, die vor „der Welt“ nicht gerade brilliert, ihr hat er die Hoffnung anvertraut. Ich kann euch, liebe Schwestern und Brüder, nicht „billige Hoffnungen“ machen. Aber von dieser uns anvertrauten Hoffnung kann ich nicht schweigen. Sie ist ja nicht für uns alleine. Sie ist für alle da. Wir dürfen sie nicht für uns alleine behalten, sonst verlieren wir sie. wie wir Zeugen der uns geschenkten und anvertrauten Hoffnung sein können, das ist Thema dieser Tage. Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben. „Die Hoffnung wird nicht enttäuscht“ sagt Paulus (Röm 5,5). Wir vertrauen fest darauf!

   

Lesermeinung

 Christoph Sanders am 13.3.2010
@Vergilius
Das ist eigentlich ganz einfach für eine große Gemeinschaft. Gegen die Medien kommt die Kirche selbst nicht an. Wir Katholiken können es aber ohne großen Aufwand. Wer feststellt, dass die gelesene Zeitung nur über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche berichtet, die teilweise auch noch Jahrzehnte alt sind, und die absolute Mehrheit der Missbrauchsfälle ausserhalb der Kirche ignoriert, liest eine Zeitung die sich an der Hetzkampagne beteiligt. Diese einseitige Berichterstattung ist nichts weiter als Hetze, die niemandem etwas nützt. Das heisst: BOYKOTT. Zeitungen, die diese Art von Hetze verbreiten -auch in anderen Zusammenhängen- sollte man weder abonnieren noch kaufen. Man muss die große Medienhure da treffen, wo sie am empfindlichsten ist. An ihren Profiten. Dasselbe gilt für TV. Über das Internet kann man sich heutzutage kostenlos ohnehin sehr viel umfangreicher informieren und wird viel schwerer zum Opfer von Propagandalärm.
 
 Vergilius am 13.3.2010
die frage ist nun:
wie sollen die kirchentreuen katholiken reagieren? keine organisation ist so gut organisiert. wie wehren wir uns??? nur den mund halten und still dulden ist nicht so das meine. scheinbar gibt es aber im erzbischöflichen palais irgendwelche erdstrahlungen, die diese haltung provozieren.
 
 Ester am 13.3.2010
Vergilius
Das hier .....haben die hirten nicht einmal mehr die kraft, die herde vor den wölfen zu verteidigen???

Das frage ich mich auch.
Warum stellt sich keiner vor die Angegriffenen und beharrt auf der Unschuldsvermutung, hält der Welt einen Vortrag über die Vergebung der Sünden und weißt auf die Greuel in der Nachkreigszeit hin , die eine ganze Generation traumatisiert haben?
In der Südeutschen war ein Artikel über die Odenwaldschule zwar sehr bertroffen, aber durchaus die pädagogische Verdienste der Protagonsiten würdigend. Und längst nicht so offensichtlich hämisch und bösartig wie die Artikel über die Kirche.
 
 Vergilius am 12.3.2010
scheinbar wird jetzt zum großen hallali
auf die kirche geblasen. und kardinal schönborn hat außer diesen weichspüler-worten nichts zu sagen? da versuchen orf und konsorten der kirche den garaus zu machen und außer wohlgemeinten zitaten aus der bibel kommt nichts? den antiklerikalen medien wird nichts entgegen gesetzt? geistliche geben interviews und spielen das spielchen mit. scheinbar sollen wir uns auch noch bedanken, dass wir STÜNDLICH an den pranger gestellt werden?
 
 Romana am 12.3.2010
Wahrheit
Soll das heißen, man will jetzt zur Wahrheit zurückkehren, die vorher nicht gesucht wurde? Das Erschreckende ist nicht, dass die Kirche in allen Medien angegriffen wird, sondern dass sie ihren Gegnern so viele Angriffsflächen liefert durch die in ihren Reihen grassierende extreme Sündhaftigkeit. Es geht nicht um nachträgliches Bedauern der Opfer, sondern um die Hebung der Moral innerhalb der Kirche, die jeder Bischof mit Unerbittlichkeit und Strenge einfordern müsste.
 
 Christoph Sanders am 12.3.2010
@Veritate
Ganz genau! Man kann heutzutage nicht mehr sicher sein, welchem Geistlichen noch zu trauen ist. Das Damoklesschwert der von Interessengruppen beherrschten Weltreligion schwebt über uns.
 
 Marcus am 12.3.2010
Ja, Eminenz, viele Medien sind tatsächlich übelwollend, also "böse"
Jeder normal denkende Mensch erkennt das. Jeder unvoreingenommene Katholik erkennt, daß sich einige Zeitungen und der ORF an den - echten oder angeblichen - Mißbrauchsfällen weiden und damit Politik machen. Es geht jetzt darum, die Herde zu schützen!
 
 M.Schn-Fl am 12.3.2010
Kardinal Schönborn
Danke Herr Kardinal! Gott segne Sie.
 
 Veritate am 11.3.2010
Überforderung
Die Wucht, mit der jetzt alles zutage tritt ist so gewaltig, das die meisten Kleriker damit hoffnungslos überfordert sind. Es finde so etwas wie eine Tabula Rasa statt. Alle Feinde der Kirche sammeln sich außerhalb und innerhalb, denn dort sitzten sie auch. Man sieht jetzt die Chance die Gesamtsituation zu ändern. Ziel ist es den jetzigen Papst abzusetzen und einen dem Zeitgeist zugeneigten zu implantieren. Das Problem ist aber auch, das Papst Benedikt selbst zu dieser Situation beigetragen hat, indem er die Dinge schleifen läßt und durch seine alte Position in Bedrängnis gerät. Sein Bruder ist dabei ein gesondertes Problem. Wieviele sollen noch erst beim ihm vorbeischauen, bis er seinen Brief fertig hat ? Die Uhr tickt und im Zeitalter des Interne tickt sie noch schneller. die Reaktionen aus dem Vatikan dauern zu lange.Es fehlen Leute, die rund um die Uhr sich um Probleme kümmern. Der Papst ist schlichtweg überfordert. Alleine ist das kaum zu stemmen. Ein sehr guter Beraterstab fehlt, auch weil er selbst keinen zulässt, vielleicht auch weil er weiß, das er keinem trauen kann, wahrscheinlich noch nicht einmal seinem Bruder.
weiter »
 
 Natalia am 11.3.2010
Bartholomäus
So ist es!!
 
 Einsiedlerin am 11.3.2010
Ach so?
Zitat Schönborn: "Da ist die starke Versuchung zu resignieren, zur Depression, zum Selbstmitleid: warum sind wir, „die Kirche“, schon wieder einmal „dran“? Da ist die Versuchung, alles auf die „bösen Medien“ zu schieben, die wieder einmal die Fehler der Kirche besonders beleuchten..."

Dachte er tatsächlich so? Mir kommt sogar das noch überheblich vor! Man kann sich als Katholik nur mehr schämen und hoffen, dass man den anderen Menschen keinen Anlass zur Kritik gibt! Mitgefangen mitgehangen...
Und ich hoffe auch inständig, dass die Amtskirche Riesensummen an Entschädigungen wird zahlen, aber bestimmt nicht aus meiner Tasche! Keinen Cent!
 
 uden am 11.3.2010
Mehr Glaubwürdigkeit durch diese Diskussion?
Das halte ich für ein Wunschdenken, so leid es mir für die Kirche tut. Da aber jahrzehntelang gegen Mißbrauch (Gewalt, sex. Belästigung) wenig bis nichts von der Amtskirche getan wurde außer Versetzungen wie jetzt ganz deultich zu Tage tritt (und nicht einmal das in jedem Fall), wird eine allzu lange zurückgehaltene Diskussion in überdeutlicher Form nachgeholt, die schon längst hätte stattfinden müssen. Viel früher hätte man auch solche Ombudsstellen einrichten, wie in den letzten Jahren, und das offene Gespräch über Mißbrauch zulassen müssen. Leider hinkt die Kirche wieder einmal nach.
 
 Bartholomäus am 11.3.2010
Vergilius, du hast nicht begriffen
das es sich nicht um Wölfe von außen handelt, sondern dass die Wölfe mitten in der Herde sind und sich im "Schafspelz" verkleidet halten. Die Medien vollziehen die Reinigung.
 
Don Quichotte am 11.3.2010
"... müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil ! "
Daß die Kirche heute (...und damit auch ihre neuzeitlichen Strukturen und Argumente) alles andere als das Antlitz Christi wiederspiegelt ist ja besonders in den letzten Wochen uns Gläubigen und der "WELT" bewußt geworden.

Ohne Kardinal Schönborn belehren zu wollen erlaube ich mir schon die Frage, ob dieses zur Schau gestellte "Hoffen auf das Heil" angebracht ist oder nicht vielmehr das mahnende Wort des Apostels: "... müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil !"(Phil.2.12)

Ich frage mich schon beim Lesen so schöner Worte ...

... wo bleibt die Gewissenserforschung ?
... wo bleiben Umkehr und Buße ?
... wo bleibt der (schmerzvolle) Neuanfang ?
... wo bleibt das nachhaltige Streben nach Heiligung ?

So wie wir heute dastehen, dürfen wir bloß Unheil erwarten. Es wirkt vermessen ohne RADIKALE UMKEHR das Heil Gottes zu erhoffen.
 
 Vergilius am 11.3.2010
jesus ist für die opfer gekommen, das ja
aber sicher NICHT für eine antiklerikale medienhetze. und darum geht es im moment. haben die hirten nicht einmal mehr die kraft, die herde vor den wölfen zu verteidigen???
 

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