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09. März 2010, 12:40
Erzdiözese Salzburg: 5000 Euro Schweige- oder Schmerzensgeld?














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  THEMA 'Erzdiözese Salzburg'

In der Erzdiözese Salzburg gibt es rund um den Missbrauchsvorfall des Salzburger Erzabtes Bruno Becker Aufregung rund um ein 5000,-- Euro Geldangebot - Laut dem Opfer war es Schweigegeld, laut Erzbischof Kothgasser Schmerzensgeld

Salzburg (kath.net)
Im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Salzburger Erzabtes Bruno Becker aufgrund eines Missbrauchfalls in den 60er-Jahren gibt es jetzt Aufregung rund um 5000,-- Euro, die dem Missbrauchsopfer angeboten wurden. Der Benediktiner gestand am Montag, Ende der 60er Jahre in Grödig einen Buben missbraucht zu haben. Das Missbrauchsopfer hat am Dienstag im Ö1-Morgenjournal des ORF behauptet, dass Erzabt Bruno im Vorjahr 5.000 Euro angeboten hatte, wenn er keine weitere Schritte mehr unternehme. Außerdem soll das Opfer noch von zwei weiteren Patres jahrelang immer wieder missbraucht worden sein, darunter von seinem Beichtvater (!). "Da musste ich beichten, dass ich Unkeusches mit anderen getan habe. Und er gab mir die Absolution. Im Grunde genommen musste ich ihm das beichten, was er verbrochen hat", sagt der 53-Jährige laut ORF.

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Der Übergriff durch den Erzabt erfolgte bei einem Radausflug. "In einer Grotte musste ich mich dann auf seinen Schoß setzen. Er drückte mich an sich, und ich war im Grunde genommen schon von vornherein einmal wehrlos", erklärte das Opfer. Der Erzabt selbst war damals Priesteramtsanwärter. Im Vorjahr wurde der Erzabt mit dem Missbrauchsvorwurf konfrontiert. Dabei gestand Becker den Vorfall ein, lehnte damals aber einen Rücktritt ab. Stattdessen habe er dem Opfer in einem Brief, der dem ORF eigenen Angaben zufolge vorliegt, 5.000 Euro angeboten und das Opfer ersucht, keine weiteren Schritte mehr zu veranlassen.

Auch der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat sich im Ö1-Morgenjournal zu Wort gemeldet und das umstrittene Geldangebot verteidigt. Die angebotene Zahlung von 5.000 Euro sei nicht als Schweige- sondern als Schmerzensgeld gedacht gewesen, sagte Kothgasser. "Das wollten wir auch mit dem Betroffenen abklären, wie viel das denn sein kann." Der Erzabt habe ihm auch versichert, dass das der einzige Fall in seinem Leben gewesen sei. "Und ich muss ihm Vertrauen schenken", sagte Kothgasser. Das Rücktrittsangebot des Abtes erfolgte offensichtlich allerdings nicht freiwillig sonder erst, nachdem der ORF bereits zuvor recherchiert hatte.

   

Lesermeinung

alexius am 9.3.2010
Hier haben wir einen weiteren Fall einer Straftat, die
kirchenrechtlich der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten ist:

"Die Straftaten gegen die Heiligkeit des Sakramentes der Buße, welche der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, beinhalten:

1˚ die Lossprechung des Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs, wovon can. 1378 § 1 des Codex Iuris Canonici (Anm. 20: Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 1: "Ein Priester, der gegen die Vorschrift des can. 977 handelt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu.") und can. 1457 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (Anm. 21: Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1457: "Ein Priester, der den Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen die Keuschheit losgesprochen hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden, unbeschadet des can. 728 § 1 n. 2.") handeln" ...

Danke an kath.net für die schonungslose und ausgeglichene Berichterstattung. Das fördert das grundkatholische Anliegen, der Realität immer verbunden zu bleiben. Ich habe auch kein Verständnis, daß man sich so noch zum Erzabt wählen und benedizieren läßt und dann sogar noch einen Rücktritt ablehnt. So kann es nirgendwo mehr weitergehen. Das Problem der Homosexualisierung verschiedener Ebenen des Klerus muß angegangen werden.
weiter »
 
Tadeusz am 9.3.2010
Schwer
"Ich verstehe das nicht. Warum werden Leute wie Bruno Becker nicht sofort aus dem Amt entfernt wenn es offensichtlich wird was sie getan haben?"

Weil die aus den Steuergeldern speisende Kirche immer schwächer wird?

Weil sie das Unterscheidungsvermögen aufgrund der teuflischen EInflüsterungen verloren hat und schwarz für weiss hält?

Ich habe auch keine blasse Ahnung.

Ich bin auch Teil der Kirche - und fordere solche Ströche nach Kazahstan fortzujagen.
 
 sttn am 9.3.2010
Warum ist der im leztzten Jahr nicht entfernt worden?
Ich verstehe das nicht. Warum werden Leute wie Bruno Becker nicht sofort aus dem Amt entfernt wenn es offensichtlich wird was sie getan haben?

Wie viele andere gibt es noch? Diese Leute müssen weg und zwar so schnell wie möglich. Mit weg meine ich das sie keine verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben dürfen, das sie niemals mehr mit Kindern oder Jugendlichen in Kontakt treten dürfen und sich der Verantwortung stellen müssen. Mit meine ich auch das sie sich deutlich entschuldigen und den Opfern helfen wo es nur geht. Mit 5.000 € kann man nichts wieder gut machen, sehr wohl aber wenn man Anstand beweist und deutlich macht das man dazu steht. Hätte Bruno Becker Verantwortung gezeigt, dann hätte er schon vor Jahrzehnten die Konsequenzen gezogen. Er hat aber nichts getan, ihm war es egal was mit dem Opfer geschieht.

Den Schaden den diese Menschen anrichten ist immens, den Mühlstein den wir uns mit diesen Menschen um den Hals hängen reißt uns momentan nach unten und de Schaden der angerichtet wird ist immens. Jesus hat ein besseres Bodenpersonal verdient.

Deshalb nochmals meine Frage: Wie viele andere gibt es noch?
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