| 06. Januar 2010, 16:17 | 'Medjugorje ist noch nicht von der Kirche beurteilt worden'
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| Kardinal Schönborn in kroatischer Zeitung über Medjugorje: "Non constat de supernaturalitate" heißt: Kirche hat noch kein endgültiges Urteil ausgesprochen - Maria gibt Botschaften durch Kinder, für manchen Bischof vielleicht ein bisschen kränkend
Medjugorje (kath.net)
Kath.Net dokumentiert den Wortlaut des Interviews der kroatischen Zeitung „Vecernji list“ (Zagreb) mit Kardinal Christoph Schönborn in Medjugorje - Übersetzung durch Dr. Christian Stelzer
Frage: Sie wären nach Medjugorje gekommen, um der Mutter des Herrn nahe zu sein, haben Sie, Eminenz, bei der Mitternachtsmesse gesagt. Diese Worte haben ein sehr großes Echo ausgelöst. Wie haben Sie das gemeint, Herr Kardinal?
Schönborn: Ich kann nicht übersehen, dass die vielen Menschen, die seit bereits 28 Jahren nach Medjugorje kommen, hier in besonderer Weise eine Nähe der Muttergottes erfahren. Ich war selber vorher noch nie in Medjugorje. Aber ich habe durch viele Jahre, vor allem seit ich Bischof geworden bin im Jahr 1991, in Österreich, und speziell in unserer Diözese in Wien, ganz evidente Früchte gesehen. Ich nenne ein paar Beispiele, die für mich sozusagen handgreiflich sind.
Das sind etwa Priesterberufungen.
Eine ganze Reihe unserer jungen Priester sind zu ihrer Priesterberufung vielleicht nicht ausschließlich, aber doch im Zusammenhang und zum Großteil durch Medjugorje gekommen.
Das Zweite sind die Bekehrungen. Mich fasziniert, wie das durch alle Bevölkerungsschichten geht: von hohen Adelsfamilien, über Industrielle, bis hin zu ganz einfachen Leuten. Bei meinem Flug über Zagreb nach Split hat mich der Sicherheitsbeamte in Wien gefragt, wohin ich fliege. Ich sagte ihm: „Ich fliege nach Split, und fahre dann weiter nach Medjugorje.“ Da hat er gestrahlt und sofort von seiner Bekehrung in Medjugorje angefangen zu erzählen. Vor einigen Wochen, auf einem kleinen österreichischen Bahnhof, hat der Bahnhofsvorstand mich erkannt und er begann mir sofort von seiner Geschichte zu erzählen: Seine Frau ist an Krebs gestorben. Er war verzweifelt. Freunde nahmen ihn mit nach Medjugorje, und seither hat er zu einem ganz lebendigen und freudigen Glauben gefunden.
Ein drittes Beispiel sind die Heilungen. Ich erinnere mich an einen schwer drogensüchtigen jungen Mann, der mir erzählte, wie ihn Freunde fast gezwungen haben, mitzukommen nach Medjugorje. Und er berichtete mir, wie der Bus nach Medjugorje hereingefahren ist, hat er gespürt, wie etwas mit ihm geschehen ist. Er erfuhr, was sehr außergewöhnlich ist, fast momentan eine Heilung von der Drogenabhängigkeit, obwohl wir wissen, wie schwer es ist, von der Droge loszukommen.
Ein viertes Element: Das sind die Gebetsgruppen. Ich kenne die Medjugorje-Gebetsgruppe von Wien schon aus der Zeit, bevor ich Bischof wurde. Das muss schon Mitte der achtziger Jahre gewesen sein. Uns Dominikanern ist auf jeden Fall aufgefallen, dass diese Menschen stundenlang beten und die Kirche immer voll ist. Die Dominikanerkirche in Wien ist selten voll. An diesen Donnerstagabenden war sie immer ganz voll. Und diese Treue der Menschen zum Gebet hat bis heute angehalten.
Also wenn ich das alles zusammen nehme, dann muss ich sagen: Jesus hat gesagt, ein schlechter Baum bringt keine guten Früchte. Wenn also die Früchte gut sind, dann muss wohl auch der Baum gut sein.
Frage: Die Pilger erwarten eine Botschaft vom Heiligen Stuhl, und Sie selbst haben gesagt, dass Medjugorje für Sie ein Wunder ist.
Vor kurzem kündigte der Erzbischof von Sarajevo, Kardinal Vinko Puljic, die Gründung einer internationalen Kommission an, die das Phänomen überprüfen soll. Was wissen Sie darüber und wie blicken Sie auf diesen Wunsch nach Anerkennung der Ereignisse von Medjugorje?
Schönborn: Ich habe keine Detailkenntnis über diese Kommission, das ist auch nicht meine Aufgabe. Aber ich habe mich immer an die offizielle Position der ehemaligen Jugoslawischen Bischofskonferenz und der vatikanischen Glaubenskongregation gehalten. Diese Position habe ich immer für vernünftig, klug und mütterlich gehalten, also für eine weise Haltung der Kirche. Sie kennen diese Position, und ich erinnere noch einmal an die drei Aussagen über Medjugorje:
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Die erste betrifft die Phänomene. Da ist die Position der Jugoslawischen Bischofskonferenz von 1991 und der römischen Glaubenskongregation eindeutig: „Non constat de supernaturalitate.“
Ich bin selber Dogmatiker und war Professor für Dogmatische Theologie.
„Non constat de supernaturalitate“ heißt, die Kirche hat noch kein endgültiges Urteil über die Übernatürlichkeit der Phänomene ausgesprochen. Sie hat weder gesagt: „Constat de non supernaturalitate“ noch hat sie gesagt: „Constat de supernaturalitate“.
Das heißt, sie hat weder die Übernatürlichkeit verneint, aber sie hat sie auch nicht bejaht. Das heißt im Klartext: Diese Phänomene sind noch nicht von der Kirche beurteilt worden, und ich denke persönlich, dass das auch richtig so ist. Aus einem ganz einfachen Grund: Solange die Phänomene andauern, wird die Kirche wohl schwerlich ein endgültiges Urteil abgeben.
Nun sind aber die Phänomene sicher der Ausgangspunkt von Medjugorje. Damit hat es begonnen, mit den Aussagen der Kinder, dass sie die Muttergottes gesehen haben, und mit den Botschaften, die die Kinder bekommen haben. Aber was sich dann entwickelt hat, ist ein zweites Phänomen, und damit befasst sich die zweite Aussage der jugoslawischen Bischöfe und der Glaubenskongregation. Da ist die Tatsache, dass von Anfang an unglaubliche Pilgerströme nach Medjugorje gekommen sind; dass sich ein intensives Gebetsleben entwickelt hat, dass viele soziale Werke hier entstanden sind, dass sich konkrete Formen der Wallfahrt herausgebildet haben. Und das stellt für die Kirche eine ganz praktische Herausforderung dar.
Deshalb haben schon die Bischöfe des ehemaligen Jugoslawiens im Jahr 1991 gesagt, dass es keine offiziellen Wallfahrten geben darf. Also kann ich nicht und habe es auch nicht vor, mit einer Diözesanwallfahrt nach Medjugorje zu gehen, wie wir das für Rom und das Heilige Land gemacht haben.
Aber es ist nie verboten worden von der Bischofskonferenz oder von Rom, dass Pilger nach Medjugorje gehen.
Und hier bin ich bei der dritten Aussage. Und die scheint mir besonders wichtig zu sein für uns Bischöfe: Die Pilger sollen geistlich betreut, geistlich begleitet werden. Ich sehe meine Aufgabe als Erzbischof von Wien genau darin: Wenn ich als Bischof sehe, dass aus meiner Diözese Hunderte, Tausende Menschen nach Medjugorje pilgern, dass Gebetsgruppen entstehen, dass Priesterberufe kommen, dass Bekehrungen geschehen, dann muss ich als Bischof schauen, dass diese Pilger auch eine gute Begleitung haben. Deshalb habe ich in all den Jahren etwa die „Oase des Friedens“ unterstützt, eine Gebetsgemeinschaft in Wien, die aus Medjugorje entstanden ist, oder die Arbeiten von Seminaristen, die sie über Medjugorje geschrieben haben.
Ich denke, das betrifft uns Bischöfe aus der ganzen Welt, wo Pilger nach Medjugorje pilgern: dass sie eine gute pastorale Begleitung haben. Und dazu habe ich auch immer Bischöfe ermutigt in den Diskussionen über Medjugorje: Bitte begleitet gut die Pilger!
Frage: Sie sind persönlich den Sehern begegnet. Sie waren auf dem Erscheinungsberg und auf dem Kreuzberg. Wie waren Ihre Eindrücke?
Schönborn: Ich würde mit ein wenig Humor sagen: die Muttergottes hat sich nicht die einfachsten Berge ausgesucht. Wie ich aber immer wieder betont habe, fasziniert mich an Medjugorje die Kohärenz mit anderen großen Marienorten. Ich habe immer wieder gesagt, dass es so etwas wie eine „Grammatik der Marienerscheinungen“ gibt, einen gewissen Stil, der offensichtlich mit der Muttergottes selber etwas zu tun hat. Ich nenne nur drei Elemente:
Fast immer richten sich Marienerscheinungen an Kinder. Das sind keine superbegabten oder besonders fromme, sondern ganz gewöhnliche Kinder. Bernadette konnte nicht lesen und schreiben. Sie war 14 Jahre alt. Das ist ähnlich hier.
Das Zweite: Maria gibt Botschaften durch Kinder. Das ist für manchen Bischof vielleicht ein bisschen kränkend. Warum kommt die Muttergottes nicht ins Haus des Bischofs? Warum kommt sie auf einen steinigen Berg oder in eine Grotte neben einem Fluss oder ins Gestrüpp, wie in Fatima? Das ist doch ganz unpraktisch. Und sie gibt Botschaften durch Kinder, weil die Kinder offenbar unkompliziert sind.
Und als drittes Element: Wenn Maria erscheint, hat sie offenbar ein Programm damit. In Fatima erscheint sie vor der russischen Revolution und hat eine Botschaft für Russland. In Lourdes erscheint sie in einem Moment, wo der Rationalismus an einem Höhepunkt ist. In Medjugorje erscheint sie in der kommunistischen Zeit, in einem Moment, als man noch nicht ahnen konnte, dass Jugoslawien zerbrechen wird, an einem Ort, wo Katholiken, Orthodoxe und Muslime noch zusammenlebten. Und sie zeigt sich uns unter dem Namen „Königin des Friedens“. Fast genau zehn Jahre später bricht der erste der vier Balkankriege aus. Ihre Botschaft ist Frieden durch Versöhnung und Gebet. Das hat doch eine starke Glaubwürdigkeit. Wir könnten jetzt noch weiter zurückgehen nach Guadalupe in Mexiko, als die spanische Eroberung in Amerika begann. Die Muttergottes erschien dort einem Indio, und dieser Mann musste zum Bischof gehen und ihm sagen, was er tun soll. Dasselbe ist an anderen großen Marienwallfahrtsorten zu beobachten: Die Menschen kommen in großer Zahl und es wird ein Zentrum des Friedens und der Inkulturation. Ich denke, die Theologen müssten genauer die Grammatik, die Syntax der Marienerscheinungen studieren und in diesem Kontext auch das ganze Phänomen Medjugorje betrachten.
Frage: In Medjugorje wird unermüdlich um den Frieden gebetet. Aber in Bosnien und Hercegovina, wo die Kroaten und Katholiken die kleinste Gruppierung darstellen, gibt es viele Probleme. Was würden Sie den Politikern und der internationalen Gemeinschaft raten, deren Vertreter jetzt Valentin Inzko ist?
Schönborn: Das Problem ist, dass sehr viele Kräfte hier herein spielen, und dass es einem kleinen Land wie Bosnien und Hercegovina schwer fällt, die internen Probleme ungestört zu lösen.
Eines ist sicher: Dauernden Frieden gibt es nur bei einer gerechten Ordnung. Und das ist eine Herausforderung jetzt speziell für die europäische Politik. Ich habe vor kurzem mit Valentin Inzko gesprochen und bin sehr froh, dass er diese Aufgabe hat, und hoffe auch, dass er die Unterstützung der Europäischen Union bei seiner Aufgabe bekommt.
Ich bin mir sicher, dass das, was hier in Medjugorje geschieht, zum Frieden beiträgt, schon ganz praktisch deswegen, weil Menschen aus der ganzen Welt hierher ins Herz der Hercegovina kommen.
Wenn ich es humorvoll sagen darf: So bekannt war die Hercegovina noch nie in der ganzen Welt. Wer hat in Korea von der Hercegovina gewusst? Aber schauen Sie, wie viele Koreaner nach Medjugorje kommen. Das ist eine Hoffnung, dass diese Menschen auch Botschafter in ihren Ländern sind für die Friedenssehnsucht von Bosnien und Hercegovina.
Und ein Zweites: Ich glaube, wenn an einem Ort so viel für den Frieden gebetet wird, dann ist das sicher auch ein großer Segen für das ganze Land.
Und ein Drittes: Die „Kraljica mira“, die Königin des Friedens, wird hier in allen drei Religionen verehrt. Die Orthodoxen haben eine lange Tradition der Marienverehrung. Und der Islam kennt kaum eine andere Gestalt der christlichen Tradition, die so verehrt wird wie Maria. Und für die Katholiken, gerade für die kroatische Minderheit in diesem Land, ist es ein großer Trost, dass Maria ihnen in besonderer Weise nahe ist. Maria ist wohl wie keine religiöse Gestalt völkerverbindend. Ich denke, da gibt es niemand Vergleichbaren.

Foto: (c) Gebetsaktion Wien |
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Lesermeinung
| | Ja Ja-Nein Nein am 9.1.2010 | 
 | @Josephus Eine Meinung haben ist das Eine in Freiheit und Verantwortung, wie man mit dem Nächsten in der Wortwahl umgeht und ihn achtet in seiner Würde das Andere.
Schade, war interessant, nun Tschüss. | | |
| | Josephus am 9.1.2010 | 
 | @Ja Ja-Nein Nein Wieso darf ich nicht kund tun, was ich empfinde? Die Wortwahl ist bewusst erfolgt; ich nehme nichts zurück. | | |
| | Ja Ja-Nein Nein am 9.1.2010 | 
 | @Josephus STOPP! Wortwahl! | | |
| | Josephus am 9.1.2010 | 
 | @´bobovac Es geht Dir offenbar darum, meine Aussage zu widerlegen, ohne dass Du versuchst, Ihr einen legitimen Sinn abzugewinnen. Diese Art und Weise empfinde ich als inquisitorisch. Sei's drum! Für mich ist es erfreulich, wenn sich in Medjugorje Menschen zu Gott bekehren, und dass es hier keine Anerkennung durch die Kirche gibt und die Wahrheitsfrage insofern tatsächlich noch offen ist, ist aus meiner Sicht zweitrangig, sofern man nicht das eigene Urteil über das der Kirche stellt. | | |
| | bobovac am 9.1.2010 | 
 | @Josephus Zu behaupten, „dass die Kirche nicht bei allen behaupteten Erscheinungen ein definitives Urteil über die Echtheit oder Unechtheit fällt“ ist nicht dasselbe wie „Die Echtheitsfrage ist bei Privatoffenbarungen tatsächlich zweitrangig“. Verstehst du endlich, dass, wenn du die zweite Formulierung verwendest, du sofort qualitativ etwas anderes ansprichst; nämlich unser Verständnis der Wahrheit im Allgemeinen? Die Frage der Wahrheit ist eine ganz zentrale Frage, im Christentum, in der Gesellschaft, in unserem Leben, in Beziehungen zwischen Personen. | | |
| | Josephus am 8.1.2010 | 
 | @Bobovac Ich behaupte nicht mehr und nicht weniger, als dass die Kirche nicht bei allen behaupteten Erscheinungen ein definitives Urteil über die Echtheit oder Unechtheit fällt. Erstens ist das nicht immer möglich, und zweitens auch nicht immer nötig. Manches bleibt halt offen, entweder indem gar nicht geurteilt wird, oder in der Art: "Non constat de supernaturalitate". Eben dies ist derzeit der Fall bei Medjugorje! | | |
| | bobovac am 8.1.2010 | 
 | @Josephus Für dich Josephus ist die Echtheitsfrage der Erscheinungen in Medjugorje zweitrangig. Warum würde die Kirche so genau, sorgfältig, streng und geduldig die Echtheit der Erscheinungen untersuchen, wenn die Frage zweitrangig wäre?
Und, nützlich zu unserem Disput, ich zitiere die ganze Nummer 67 des Katechismus:
„Im Laufe der Jahrhunderte gab es sogenannte ,,Privatoffenbarungen", von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut. Sie sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi zu ,,vervollkommnen" oder zu ,,vervollständigen", sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben. Unter der Leitung des Lehramtes der Kirche weiß der Glaubenssinn der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen, was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist.
Der christliche Glaube kann keine ,,Offenbarungen" annehmen, die vorgeben, die Offenbarung, die in Christus vollendet ist, zu übertreffen oder zu berichtigen, wie das bei gewissen nichtchristlichen Religionen und oft auch bei gewissen neueren Sekten der Fall ist, die auf solchen ,,Offenbarungen" gründen.“
Wir können lesen, dass, nach der Erklärung des Begriffes, schon auf die Echtheit acht gegeben wird (Achtung: nicht irgendwelcher, sondern „echter Ruf Christi oder seiner Heiligen“). | | |
 | diaconus am 8.1.2010 | 
 | @ Josephus Zitat: Die Kirche anerkennt nur wenige sog. Privatoffenbarungen ausdrücklich als echt. Die Möglichkeit besteht, dass es private Offenbarungen gibt, die zwar echt sind, aber von der Kirche nicht anerkannt worden sind oder nicht anerkannt werden. Wenn hier dennoch gute Früchte damit verbunden sind, ist in einem solchen Fall die Echtheitsfrage zweitrangig!"
Danke für diese Worte duch einen Kleriker. Für mich sind auch die Worte Jesu maßgebend: "An ihren Früchten werdet ihr sei erkennen!" (Mt 7, 16).
Für mich stellt sich die Frage, wer diese Worte Jesu negiert, ist für ihn Jesus maßgebend oder wer bzw. was sonst? Die Hl. Mutter Kirche gründet auf den Evangelien (der Offenbarung) also auf diese Worte. Tradition usw. alles andere unterliegt der HIerarchie der Wahrheiten und die oberste Hierarchie dieser Wahrheiten sind die Worte Jesu. | | |
| | Josephus am 8.1.2010 | 
 | @bobovac Die Kirche anerkennt nur wenige sog. Privatoffenbarungen ausdrücklich als echt. Die Möglichkeit besteht, dass es private Offenbarungen gibt, die zwar echt sind, aber von der Kirche nicht anerkannt worden sind oder nicht anerkannt werden. Wenn hier dennoch gute Früchte damit verbunden sind, ist in einem solchen Fall die Echtheitsfrage zweitrangig! Unser Glaube gründet ja nicht auf einer Privatoffenbarung, sondern auf der allgemeinen Offenbarung Gottes in Jesus Christus, die durch die Kirche bezeugt wird. | | |
| | bobovac am 8.1.2010 | 
 | @Josephus Für dich Josephus ist die Echtheitsfrage der Erscheinungen in Medjugorje zweitrangig.
Anbei aber ein Zitat aus dem Johannes-Evangelium:
„Ich (Jesus) bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit?“
Und, der Katechismus der Katholischen Kirche in der Nummer 67 sagt:
„ Unter der Leitung des Lehramtes der Kirche weiß der Glaubenssinn der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen, was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist.“ | | |
| | Josephus am 7.1.2010 | 
 | Nochmals zur Echtheitsfrage Die Echtheitsfrage ist bei Privatoffenbarungen tatsächlich zweitrangig (vorausgesetzt es liegt kein offener Widerspruch gegen Glaube und Sitten vor). Eine Privatoffenbarung, die ja - auch wenn sie echt ist - nicht zum Heile notwendig ist und der allgemeinen Offenbarung nichts inhaltlich Neues hinzufügt, steht auf einer völlig anderen Stufe als die Tatsachen eben dieser allgemeinen Offenbarung, bei der die Echtheitsfrage natürlich ganz wesentlich ist! | | |
 | Mumma am 7.1.2010 | 
 | Wunderbar Ein wunderbares Zeugnis des Kardinals Schönborns, berreichert mit vielen positiven Fakten über die Ereignisse in und um Medjugorje! | | |
| | GvdBasis am 6.1.2010 | 
 | Abgesehen von der Kirchenpolitik ... Kirchenpolitik ist nur die eine (auch notwendige) Ebene; mir ist aber etwas anderes aufgefallen. Schon lange habe ich kein Foto mehr gesehen, auf dem unser Kardinal so strahlend und gelöst wirkte wie auf jenem, wo er in der Medjugorje-Kirche am Ambo steht, im Hintergrund der geschmückte Weihnachtsbaum.
Es war einer der glücklichsten Momente für mich im Zusammenhang mit Medjugorje, am Neujahrstag dieses Bild zu sehen. Mir sind vor Dankbarkeit und Freude die Tränen gekommen, als ich beim Stöbern im Internet darauf gestoßen bin (Foto DSC_1103). Ich spürte: diese tiefe Freude ... wie sie uns Pilger vom Anfang an erfüllte, nur sie kann es sein, die so ein Leuchten auf das Antlitz des Kardinals gelegt hat.
Ich schreibe das nicht so sehr wegen der Pro- und Contra-Leser nieder, sondern als Ausdruck meiner tiefen Dankbarkeit der - wie ich meine - Gnade Gottes gegenüber. | | |
 | Gandalf am 6.1.2010 | 
 | @bobovac Mache ich gerne, gute Nacht :-) | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | @Gandalf Lieber Gandalf, danke für deinen Beitrag. Hu, du hast mich ganz schön jetzt aber müde gemacht… ich kann heute nicht mehr. Und mein Vorschlag: beten wir heute vor dem schlafen füreinander, OK? Alles Gute und Gottes Segen! | | |
 | Gandalf am 6.1.2010 | 
 | Geduld @bobovac: Geduld, lieber Bobova, die Frage der Bestätigung wird ja kommen. Es wird ja auch ein großes Zeichen in M. angekündigt, das zum Ende der Erscheinungen kommen soll. Daher Geduld ;-)
G.
p.s. im übrigen schätze ich trotz gegensätzlicher Meinung Deinen sachlichen Kommentare, ein wohltuender Unterschied zu manchen unchristlichen Hetzkommentaren, die aber hier nicht freigeschaltet wurden. | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | @Josephus Wie kann denn die Echtheitsfrage zweitrangig sein? Wie dürfen wir so denken? Wenn es stimmt das wir solche Denkweise annehmen, dann könnte man auch sagen:“Der Geburt Christi hat uns so viele gute Früchte gebracht, die Echtheitsfrage ist zweitrangig“. Oder auch:“Die Auferstehung Christi hat uns so viele gute Früchte gebracht, die Echtheitsfrage ist zweitrangig“. Nein, die Echtheitsfrage ist nicht zweitrangig! | | |
 | diaconus am 6.1.2010 | 
 | Tradi-Kreise Dass stimmt, denn ich bin "fremdgegangen" um mich dort über die Reaktionen zu informieren. Man kann fast sagen, sie schäumen.
Also darf man daraus schließen, dass die vehementen Bekämpfer hier, zumindest auch eine Verbindung zu diesen Kreisen haben dürften.
Manche Meinungen dort decken sich nicht nur sinngemäß. | | |
 | diaconus am 6.1.2010 | 
 | @ bobovac Zitat: Also er sagt „muss“, nicht „kann“, oder „darf“. Er ist also sicher, dass der Baum gut ist. Und das sagt er öffentlich, als Kardinal der Kirche; und obwohl die Kirche „Non constat de supernaturalitate“ sagt.
Dass der Baum gut ist, dass ist mit Sicherheit gegeben, die Früchte sind ja alle aufgezählt. Ich habe bewußt die Möglichkeitsform gewählt (kann/darf) um die Reaktion zu sehen.
Auf einen gutenr Baum hinzuweisen, bedeutet noch keine Anerkenntnis. Also kein Widerspruch.
Ein guter Baum kann sogar jeder gläubige Laie sein, der für das Reich Gottes und Seine Kirche, gelegen oder ungelegen, immer und überall eintritt.
Übrigens ich bin auch so eine Frucht dieses Baumes, sogar schon aus der Anfangszeit der Blüte dieses Baumes und gehör noch dazu einer Erneuerungsbewegung an. Furchtbar für Dich? Gelt.
Und wegen Baum: Darf ich vergleichweise auf Mk 4,5 (Mt. 13,5) hinweisen, dem Gleichnis Jesu vom Sämann und dem Samen.
Aber der Regens des Wr. Priesterseminars hat vor einigen Jahren gesagt, wenn nicht die Erneuerungsbewegungen wären, wäre das Priesterseminar fast leer. | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | @Gandalf Lieber Gandalf, der Kardinal soll die guten Früchte aus Medjugorje nicht verleugnen; das tut er auch nicht und das ist gut so. Aber deine Antwort hat mit meinem Beitrag nicht viel zu tun, ich habe über das gesprochen, dass er sagt: „Wenn also die Früchte gut sind, dann muss wohl auch der Baum gut sein“, obwohl die Kirche „Non constat de supernaturalitate“ sagt. | | |
 | Gandalf am 6.1.2010 | 
 | @bobovac Soll der Kardinal die guten Früchte aus Medjugorje verleugnen. In Österreich steht nach Angaben der Seminaristen jede zweite Berufungsgeschichte im Zusammenhang mit Medjugorje. Hat der Kardinal selber vor Jahren bekanntgegeben. Zusätzlich sind österreichweit die Mehrheit der Gebetskreise der letzten Jahre, die entstanden sind, alle im Zusammenhang mit Medjugorje entstanden. Das sind Gebetsoasen über das ganze Land verteilt entstanden, die jede Woche für die Kirche beten. Der Kardinal ist doch nicht blind und kann diese Früchte verleugnen. | | |
| | Josephus am 6.1.2010 | 
 | Echtheitsfrage ist zweitrangig Wie immer es sich mit der Echtheit der Erscheinungen in Medjugorje verhält: Der gute Baum ist und bleibt die Kirche als der geheimnisvolle Leib Christi, welche die Sakramente spendet und zum Gebet einlädt! Wir dürfen uns jedenfalls freuen, wenn viele Menschen auch in Medjugorje zu Gott finden und sich zu ihm bekehren. | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | @diaconus Ich möchte auf das was der Herr Kardinal Schönborn über den Baum sagt hinweisen: „muss wohl auch der Baum gut sein“. Also er sagt „muss“, nicht „kann“, oder „darf“. Er ist also sicher, dass der Baum gut ist. Und das sagt er öffentlich, als Kardinal der Kirche; und obwohl die Kirche „Non constat de supernaturalitate“ sagt. Und trotzdem behauptet er: „Aber ich habe mich immer an die offizielle Position der ehemaligen Jugoslawischen Bischofskonferenz und der vatikanischen Glaubenskongregation gehalten.“ | | |
 | Gandalf am 6.1.2010 | 
 | @Fiore Du behauptest: "Also viele hier verstehen den Schönborbesuch jetzt schon als Anerkennung." - Ich kenne viele Leute, die zu Sylvester beim Besuch des Kardinals in Medjugorje dabei waren und habe in den letzten Tagen hier mit einigen Leuten sprechen dürfen. Kein einziger hat dies als Anerkennung gesehen, vor allem ist der Besuch des Kardinals angesichts des Besuchs von ca. 1000 bischöfen und and. Kardinälen in Medjugorje ja nicht so etwas Ungewöhnliches.
Im übrigen halte ich den Dogmatiker Schönborn, Mitglied der Glaubenskongregation und Redaktsekretär des Weltkatechismus grundsätzlich für einen qualifizierteren Dogmatiker als Hans, Fiore oder gewisse selbsternannten Hobbytheologen.
Im übrigen waren schon and. öst. Bischöfe in Medjugorje, mind. 3 der jetzigen Bischofskonferenz und es werden auch weitere hinfahren und auch die haben vorher beim Bischof von Mostar nicht um ein Einreisevisum angefragt.
Interessant ist ja, dass der Bischof der Partnerdiözese der Diözese Linz von gewissen Tradikreisen, die offensichtlich große Angst vor der Muttergottes haben, so vehement unterstützt wird. | | |
 | diaconus am 6.1.2010 | 
 | @ bobovac Zitat: "Ich bin selber Dogmatiker und war Professor für Dogmatische Theologie. „Non constat de supernaturalitate“ heißt, die Kirche hat noch kein endgültiges Urteil über die Übernatürlichkeit der Phänomene ausgesprochen.“
Und im Bezug auf Medjugorje-Phänomen:“ Jesus hat gesagt, ein schlechter Baum bringt keine guten Früchte. Wenn also die Früchte gut sind, dann muss wohl auch der Baum gut sein.“
Passen diese Aussagen zusammen?
Eine Nichtanerkennung bedeutet nicht, dass der Baum nicht sehr wohl gute Früchte bringen kann/darf und dass ist entscheidend und eine logische Schlussfolgerung.
Wie schön, dass Du nicht mein Dogmatiker warst, da wäre ich sicher nicht durchgekommen. (Achtung Ironie) | | |
| | FioreGraz am 6.1.2010 | 
 | Keine klaren Worte sondern nebulöses Gerede.
Der Kardinal anerkennt die Etnscheidung de damaligen Bischofskonferenz und der Gleubenkongrgation. Aber nebulös ist seine "Nichterklärung" seiner privaten eher quaisofiziellen Pilgerreise dahin. Er verpasst ihr den Stempel privat und handelt, gibt aber im Taten und Worten eher offizielles wieder. Womit wir bei einem Punkt wären de der KArdinal anscheinend vergessen hat.
"....Um schließlich auf die Pilgerfahrten nach Medjugorje zu sprechen zu kommen, die privater Natur sind, bleibt das Kongregat bei seiner Meinung, dass sie erlaubt sind, solange sie nicht als eine Anerkennung der gegenwärtigen Ereignisse betrachtet werden, die die Kirche noch prüfen muss."
Also viele hier verstehen den Schönborbesuch jetzt schon als Anerkennung.
Womit wir bei der weiteren Nebegranate wären wenn er das Urteil "Non constat de supernaturalitate" als Nichturteil darstellt. Es ist ein Urteil wenn auch ein Vorläufiges. Es ist im Endefeckt nicht mal klar ob es je zu einem endgültigen Urteil kommt, bei der Mehrheit der Nichtanerkannten Privatoffenbarungen blieb es beim "Non constat de supernaturalitate".
LG
Fiore | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | @Gandalf Da sind drei Aussagen angeführt; passen die drei untereinander zusammen? Betrachte nicht nur die dritte, lezte, sondern alle drei. | | |
 | Gandalf am 6.1.2010 | 
 | @bobovac Ja, sicher, wo ist das Problem. Der Kardinal zieht aufgrund eines Wortes von Christus hier eine logische Schlussfolgerung. | | |
| | bobovac am 6.1.2010 | 
 | Wie sollen wir Katholiken das Verstehen? Kardinal Schönborn sagt: „Aber ich habe mich immer an die offizielle Position der ehemaligen Jugoslawischen Bischofskonferenz und der vatikanischen Glaubenskongregation gehalten.“
Er sagt auch: „Da ist die Position der Jugoslawischen Bischofskonferenz von 1991 und der römischen Glaubenskongregation eindeutig: „Non constat de supernaturalitate.“ Ich bin selber Dogmatiker und war Professor für Dogmatische Theologie. „Non constat de supernaturalitate“ heißt, die Kirche hat noch kein endgültiges Urteil über die Übernatürlichkeit der Phänomene ausgesprochen.“
Und im Bezug auf Medjugorje-Phänomen:“ Jesus hat gesagt, ein schlechter Baum bringt keine guten Früchte. Wenn also die Früchte gut sind, dann muss wohl auch der Baum gut sein.“
Passen diese Aussagen zusammen? | | |
 | diaconus am 6.1.2010 | 
 | Danke Eminenz für die klaren Worte in diesem Interview. | | |
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