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13. Dezember 2009, 12:05
Präfekt Hummes an die Priester: Notwendigkeit des Gebetes














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  THEMA 'Priester'

Priesterjahr: Der Kardinalpräfekt der Kleruskongregation wendet sich mit einem Schreiben an die Priester.

Vatikan (www.kath.net)
Im Folgenden das Schreiben des Präfekten der Kleruskongregation an die Priester im Wortlaut:

Liebe Priester,

im Leben des Presbyters nimmt das Gebet notwendigerweise einen zentralen Platz ein. Es ist nicht schwer, das zu begreifen, weil das Gebet die Vertrautheit des Jüngers mit seinem Meister, Jesus Christus, pflegt. Wir wissen alle, dass der Glaube schwach wird und der Dienst an Gehalt und Sinn verliert, wenn dieses nachlässt. Die spürbare Folge für den Priester wird sein, weniger Freude und weniger Glück im täglichen Dienst zu erfahren. Es ist, wie wenn der Priester, der zusammen mit vielen anderen auf dem Weg der Nachfolge Christi unterwegs ist, angefangen hat, sich immer mehr zurückzuziehen, und sich so weit vom Meister entfernt hat, bis er ihn am Horizont aus den Augen verliert. Dann gerät er in die Verlorenheit und Verwirrung.

Der heilige Johannes Chrysostomus, hat in einer Homilie, in der er den Ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus kommentiert, davor in kluger Weise gewarnt: „Der Teufel wütet gegen den Hirten […]. Wenn er die Schafe tötet, verringert er die Herde, tötet er hingegen den Hirten, wird er in der Tat die gesamte Herde vernichten“. Der Kommentar lässt an viele heutige Situationen denken. Chrysostomus mahnt uns, dass die Verringerung der Hirten die Zahl der Gläubigen und der Gemeinden immer mehr sinken lässt und sinken lassen wird. Ohne Hirten werden unsere Gemeinden zerstört!

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Doch hier möchte ich vor allem von der Notwendigkeit des Gebetes sprechen, damit, wie Chrysostomus sagen würde, die Hirten den Teufel besiegen und nicht weniger werden. Ohne das essentielle Brot des Gebetes, erkrankt tatsächlich der Priester, der Jünger findet nicht die Kraft, dem Meister zu folgen, und so stirbt er an Nahrungsmangel. Seine Herde wird sich zerstreuen und selbst sterben.

Jeder Priester hat ohne Zweifel einen wesentlichen Bezug zur kirchlichen Gemeinschaft. Er ist ein sehr besonderer Jünger des Herrn, der ihn gerufen hat, und durch das Sakrament der Weihe nach seinem Vorbild als Haupt und Hirten der Kirche geprägt hat. Christus ist der einzige Hirte, aber er hat die Zwölf und ihre Nachfolger an Seinem Amt teilhaben lassen wollen, durch die auch die Priester, obwohl dem Grade nach tiefer, an diesem Sakrament partizipieren, so dass auch sie in eigener Weise am Amt Christi, des Hauptes und des Hirten, Anteil haben. Das bewirkt eine wesentliche Verbindung des Priesters mit der kirchlichen Gemeinschaft. Er muss dieser Verantwortung gerecht werden in Anbetracht der Tatsache, dass die Herde ohne den Hirten stirbt. Nach dem Beispiel des Moses muss er sogar mit zum Himmel erhobenen Händen da sein, damit das Volk nicht umkommt.

Daher muss der Priester, um Christus und der Gemeinschaft treu zu bleiben, ein Mann des Gebetes sein, ein Mensch, der mit dem Herrn vertraut lebt. Er muss darüber hinaus gestärkt werden durch das Gebet der Kirche und eines jeden Christen. Die Schafe sollen für ihren Hirten beten! Wenn aber der Hirte merkt, dass sein Gebetsleben schwach wird, ist es Zeit, sich an den Heiligen Geist zu wenden und mit demütigem Herzen zu bitten. Der Geist wird das Feuer in seinem Herzen wieder entzünden. Er wird die Leidenschaft für und das Ergriffensein vom Herrn wieder entzünden, der immer da ist und der mit ihm Mahl halten will.

In diesem Jahr des Priesters wollen wir mit großer Ausdauer und viel Liebe für die Priester und mit den Priestern beten. Zu diesem Zweck begeht die Kongregation für den Klerus an einem jeden ersten Donnerstag des Monats während des Priesterjahres um 16.00 Uhr eine eucharistisch-marianische Stunde für die Priester und mit den Priestern in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom. Es kommen viele Menschen mit Freude, um mit uns zu beten.

Sehr geliebte Priester, das Weihnachtsfest Jesu Christi nähert sich. Ich möchte euch allen die besten und die herzlichsten Wünsche für ein gesegnetes Weihnachten und ein glückliches Jahr 2010 aussprechen. Das Jesuskind in der Krippe lädt uns ein, die Vertrautheit der Freundschaft und Jüngerschaft mit Ihm zu erneuern, um uns als seine Verkünder der Frohen Botschaft zu senden!

Dezember 2009
Cláudio Kardinal Hummes
Erzbischof em. von São Paulo
Präfekt der Kongregation für den Klerus

   

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